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Gerontopsychiatrie
Ein höheres Lebensalter macht die Behandlung psychischer Störungen bestimmt nicht leichter - gleichwohl gibt es unzweifelhaft wirksame Behandlungen für viele dieser Erkrankungen.
Video der Abteilung Gerontopsychiatrie
Chefärztin Helene Unterfenger stellt die Abteilung Gerontopsychiatrie mit ihrem Behandlungsangebot im Filmbeitrag auf unserem YouTube®-Kanal vor.
In der Abteilung Gerontopsychiatrie werden alle psychischen Erkrankungen des höheren Lebensalters (>60J.) mit spezialisierten Therapien behandelt. Dies gilt insbesondere für die verschiedenen Demenzerkrankungen und die mit ihnen verbundenen Störungen von Verhalten und Erleben, aber auch für affektive Störungen, wie v.a. Depressionen, Angststörungen, Psychosen und Abhängigkeitserkrankungen, wenn sie im Zusammenhang mit affektiven Störungen auftreten. Die Abteilung ist eine der größten gerontopsychiatrischen Abteilungen Deutschlands. Es bestehen daher reiche Erfahrungen in der Erkennung und Behandlung aller neuropsychiatrisch-psychotherapeutisch zu behandelnden Erkrankungen des höheren Lebensalters, einschließlich seltener Formen und Verläufe.
Zur Behandlung werden psychotherapeutische Gespräche in Einzel- oder Gruppensitzungen, Ergotherapie, Physiotherapie und zahlreiche qualifizierte fachpflegerische Maßnahmen und ergänzende Therapien angeboten. Zudem werden eine moderne medikamentöse Behandlung und die Elektrokonvulsions-Therapie vorgehalten.
Im Ganzen wird eine Integration moderner neurowissenschaftlich basierter, psychotherapeutisch ausgerichteter und sozialpsychiatrischer Ansätze realisiert.
Vordringlichstes Ziel der Behandlung ist eine Rückbildung der Krankheitssymptome. Damit geht meist eine Steigerung des Wohlbefindens und der Funktionsfähigkeit sowie ein Rückgewinnen von Selbstbestimmungsfähigkeit einher. Aber auch eine Akzeptanz und der Umgang mit chronischer Erkrankung spielt eine Rolle. Manchmal ist eine biographische Aufarbeitung oder eine Veränderung der Beziehungsgestaltung sehr hilfreich. In jedem Fall wird eine angemessene Einbindung des sozialen Umfelds angestrebt.