Projekte

Projektstruktur:

Die Projektstruktur oder auch Qualitätsmanagement (QM)-Struktur verläuft quer zur Linienstruktur.

In Linienverantwortung wird hierarchisch, von der Betriebsleitung hin zu den Basismitarbeitenden, das Tagesgeschäft, d.h. die Patientenversorgung, organisiert und verantwortet.

 

Im Gegensatz dazu werden in der QM-Struktur Projekte, das heißt in der Regel zeitlich begrenzte Aufträge, unter meist hoher Mitarbeitendenbeteiligung bearbeitet. So schafft die LWL-Klinik Paderborn hierarchiearme und -flache Kommunikationsräume zur Förderung von sachbezogener Kommunikation, Kreativität und Feedbackkultur und damit die soziale Kompetenz der Projektmitarbeitenden. Indem so feste Zeiten außerhalb des Alltagsgeschehens für wichtige Themen eingeräumt werden, können die Projekte mit der nötigen Intensität bearbeitet werden und entlassen so die sonst im zuständigen Basismitarbeitenden und Leitungskräfte gleichermaßen.

 

Die Projekte werden meist aus Verbesserungsprojekten im Rahmen von Selbstbewertungen und aus Vorschlägen der Mitarbeitenden generiert. Nach Stellung und, im besten Fall, Genehmigung des Projektantrages, werden interessierte Mitarbeitende für die Projektarbeitsgruppe gesucht und vorgeschlagen. Meist führen die Mitarbeiterinnen des Qualitätsmanagements die Projekte durch, welche zum Schluss Umsetzungsempfehlungen an die Qualitätssteuerungsgruppe (QSG) abgibt. Nach Prüfung, ggf. Modifizierung und  Beratung der Empfehlungen werden diese in der Abteilungsleitungssitzung (AL-Sitzung) beschlossen.

Aktuelle Projekte:

Projekt Multiprofessionelle Zusammenarbeit (EFQM-Projekt)

10 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik sind aus einem Pool Interessierter so ausgewählt worden, dass alle Abteilungen, Berufsgruppen und Hierarchieebenen repräsentiert sind.

In einer Projektarbeitsgruppe arbeiten sie seit dem Sommer 2013 in bisher 12 Treffen an einem Leitfaden zur multiprofessionellen Zusammenarbeit im Kernprozess  "Behandlung und Pflege".

Im Zuge lebhafter Debatten werden Streitpunkte geklärt und Konzeptideen entwickelt:

  • zur Rolle, Aufgabe und Arbeit der Bezugstandems
  • zur Kooperation der Bezugstandems mit den Stationsteams und ihren Kollegialen Leitungen
  • zur Kooperation der Bezugstandems mit internen (Ergo- und Bewegungstherapie) und externen (Einweisern und Nachbehandlern) Mit-Behandlern
  • zu den Orten, den Notwendigkeiten  und Gelegenheiten für multiprofessionelle Zusammenarbeit und schließlich
  • zu deren äußeren und inneren Begrenzungen.  

Schritt für Schritt entsteht so eine Leitlinie, die hoffentlich Orientierung gibt im alltäglichen psychiatrischen Handeln und zur Vervollständigung der Konzeptentwicklung beiträgt.

 

Projekt Lernnetz (EFQM-Projekt): Mittels Kompetenzanalysen soll passgenauer Fortbildungsbedarf der Teams ermittelt werden. Dieser soll langfristig durch das voneinander Lernen (Lernpatenschaften) in der LWL-Klinik Paderborn dazu führen, dass Mitarbeiter auch unter den zu erwartenden schwieriger werdenden Bedingungen des demografischen Wandels einen guten Job machen, gesund bleiben und so die PatientInnen optimal versorgen können.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

 

 

Projekt berufundfamilie: Um die LWL-Klinik Paderborn für ihre Mitarbeitenden attraktiver zu machen, hat sich die Betriebsleitung für eine familienorientierte Führungspolitik entschieden. Bestätigt wurde dieses Vorhaben durch die externe Auszeichnung mit dem Qualitätssiegel berufundfamile und wird fortlaufend angewandt.

 
Sympa - Projekt
Projekt Systemtherapeutische Methoden in der Psychiatrischen Akutversorgung (SYMPA) 

Mit dem SYMPA-Projekt (2002-2009) wurde eine verbesserte, systemisch-familienorientierte Behandlung psychiatrischer Patientinnen und Patienten als umfassendes Standardangebot zu etablieren. Ziel war es, dadurch einerseits die Qualität der Versorgung für Patienten und Patientinnen sowie deren Angehöriger, die Qualität der Arbeitssituation der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu verändern und zu verbessern. SYMPA ist jetzt teil der Routine geworden, so dass jetzt systemische Gesprächs- und Verhandlungskulturen umkompliziert, zeitökonomisch und kooperationserleichternd in klinischen Alltagsprozeduren verankert sind.

 Eine aktuelle Buchbesprechung des SYMPA-Handbuches aus der Zeitschrift Familiendynamik, Heft 4/2011, können Sie hier einsehen.

 

Weitere Informationen über systemische Konzepte in der LWL-Klinik Paderborn erfahren Sie hier.

 

Bündnis gegen Depression

 

Der Verein Bündnis gegen Depression e. V. fördert die öffentliche Gesundheitspflege und Fortbildungen zum Thema Depression im Kreis Paderborn. Er trägt so dazu bei, das gesundheitliche Wohl depressiv erkrankter Menschen zu fördern, die Versorgung der Betroffenen zu verbessern und Maßnahmen zu unterstützen, welche die Diagnose und Therapie von Depressionen optimieren. So soll auch die Häufigkeit von Suiziden und Suizidversuchen gesenkt werden.

 

Fragen und Anregungen zu unseren Projekten nehmen gerne unsere Qualitätsbeauftragten entgegen: Hildegard.Weigand@wkp-lwl.org oder Christina.Szajstek@wkp-lwl.org