Ergotherapie

Bausteine der Ergotherapie

  • Persönlichkeitsbezogene Ergotherapie (Beschäftigungstherapie (BT)
    Die Therapie wird zunächst für die Patienten angeboten, die sich im akuten Stadium ihrer Erkrankung befinden. Durch Angebote kreativen Werkens sollen erste Erfolgserlebnisse vermittelt, von inneren Konflikten abgelenkt und soziokommunikative Fähigkeiten gefördert werden. Sie ist darüber hinaus eine Behandlung ohne Leistungsdruck. Je nach Indikation kann sowohl strukturiert als auch frei gearbeitet werden. Medien werden in kreativ-gestalterischer Weise verwendet und dienen als Katalysator, als Ausdrucksmöglichkeit, als Mittel zur Selbstdarstellung und als Kommunikation. 
    Folgende Techniken werden angeboten: Ton, Pappe und Papier, Holz, Glas, Peddigrohr, Speckstein, Seide und Malerei. Als Arbeitsformen bieten wir Einzelarbeiten, Partnerarbeiten und Gruppenarbeiten an.
 
 
  • Hirnleistungstraining
    Mit Hilfe eines PC-gestützten Trainings (Cogpack) erfolgt eine gezielte Förderung der kognitiven Fähigkeiten wie Aufmarksamkeit, Gedächtnis, Exekutivfunktionen (Handlungsplanung, logisches Denken, usw.) Visumotorik und Rechnen. Die Daten werden zentral ausgewertet und im Rahmen der Gesamttherapie in der Aufgabenstellung aktualisiert. Darüber hinaus gibt es ein freies Training in Gruppe und Einzel mit Konzentations-/Gedächtnisübungen und Biographiearbeit.
     
  • Berufsbezogene Ergotherapie (Arbeitstherapie -AT-)
    Psychiatrische Erkrankungen führen je nach Schweregrad zu vorübergehenden oder längeren Einschränkungen der Handlungsfähigkeit.
    Sie können sich u.a. in geringer Belastbarkeit, deutlichen Leistungsschwankungen, Antriebsstörungen, Konzentrati­onsstörungen, etc. zeigen. Hinzu kommen oft Störungen des Selbstvertrauens und Ängste, sowie Unsicherheit im Um­gang mir Vorgesetzten und Kollegen.
    Berufsbezogene Angebote der Ergotherapie können den Anfang bilden für eine Kette rehabilitativer Maßnahmen. Sie wird angeboten für Patienten, die nach der stationären Entlassung eine be­rufliche Rehabilitation oder Wiedereingliederung anstreben und die hinreichend stabilisiert sind, um an dem Angebot teilzunehmen und davon zu profitie­ren.
    Hierbei geht es im Wesentlich um die Behandlung von psy­chisch-funktionellen und kognitiven Defiziten. Patienten mit einer Schwerbehinderung erhalten hier die Möglichkeit sich nach langer Erkrankung auf die Aufnahme für die Werkstatt für behinderte Menschen vorzubereiten.
    In unterschiedlichen Bereichen (Text. Gestalten/ADL, Kunsthandwerk, Industrielle Montage, Holzbereich, Bürotraining, extramuraler AT einer Gartengruppe und im Kochtraining) werden die Patienten in unterschiedlichen arbeits- und alltagsspezifischen Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert und so auf eine Besserung und mögliche Rehabilitation vorbereitet. Hier können sich die Patienten dosiert gesteigert belasten, was eine Vorbereitung auf das Alltags- und Arbeitsleben nach der Behandlung unterstützt. In diagnostischer Hinsicht besteht die Möglichkeit, individu­elle Stärken wahrzunehmen, Defizite und Schwächen zu erkennen und zu beüben.