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Sucht-Selbsthilfegruppen in der Klinik

Die Kooperation mit den Selbsthilfegruppen in unserer Region ist uns sehr wichtig, da über die Selbsthilfe – mit oder ohne vorausgegangener professioneller Hilfe – viele Suchtkranke eine stabile und zufriedene Abstinenz erreichen.
Wir sind den Mitgliedern der Selbsthilfe sehr dankbar, dass sie regelmäßig sich und ihre Arbeit in der Klinik vorstellen, um unseren Patient/innen über das eigene Beispiel Hoffnung und Perspektive zu geben.
Wöchentlich führen an einem Abend folgende Sucht-Selbsthilfegruppen (im Umlaufverfahren) Informationsveranstaltungen für unsere aktuellen Patient/innen durch:

Kontakt

Kreuzbundgruppe Soest, Tel. 02921 – 34 37 01
Blaues Kreuz Gruppe Lippstadt, Tel. 02945 - 14 63
DRK-Gruppe Soest, Tel. 02921 – 5 31 90
Freundeskreis Langenberg, Tel. 05248 – 60 91 75


Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe e.V. Gütersloh / Gruppe Langenberg

Mitglied im Bundesverband der Freundeskreise für Suchtkrankenhilfe e.V. Kassel
und der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen e.V. Hamm
Kontakt: Werner Floer, 05248-609175 o. Herbert Friedrichs, 02941-810002

                

In unserer heutigen Gesellschaftsordnung, in der immer mehr Leistung und Einsatz gefordert werden, wo aber auch immer mehr Probleme, Hektik und Druck von außen, auf den Einzelnen zukommen, können wir nicht die Augen davor verschließen, dass immer mehrMenschen  „in eine Sucht flüchten“, zum Beispiel Alkoholsucht.
Alkoholsucht oder Alkoholabhängigkeit ist eine anerkannte Krankheit. Die Behandlung der Alkoholkrankheit durch stationäre oder ambulante Therapien, die Beratung und Begleitung in Beratungsstellen usw. wird von den jeweiligen Kostenträgern übernommen.
 Nicht wenige Abhängige sagen aber auch ohne professionelle Hilfe, der von ihnen erkannten Krankheit Sucht oder einfach ihrem Problem mit dem Alkohol den Kampf an. Alle die in irgendeiner Weise etwas mit „Sucht“, egal in welchem Bereich, zu tun haben oder hatten, wissen, dass hier „Kampf“ die zunächst einzig richtige Aussage ist.
Da die Alkoholkrankheit eine chronische Krankheit ist und es zu keiner endgültigen Heilung kommt, sind letzten Endes die Betroffenen allein dafür verantwortlich, ob sie „trocken“ bleiben oder nicht.

Hier beginnt die Arbeit der Selbsthilfegruppen.
Die Freundeskreisgruppe Langenberg ist eine Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und deren Angehörige, mit dem Schwerpunkt Alkoholsucht.
Die Gruppe besteht aus ca. 35 Mitgliedern und einer unbestimmten Anzahl von Freund/innen, die auch ohne Mitglied zu sein, in der Gruppe jederzeit herzlich willkommen sind.

Wir treffen uns an jedem Montag um 19.30 Uhr im:
Lambertushaus (direkt an der Kirche) Kirchplatz 12, 33449 Langenberg

In der Gruppe sind alle Mitglieder gleichgestellt, jede/r bestimmt über sich selbst, jede/r geht um ihrer/seiner selbst Willen in die Gruppe, die Gruppe entscheidet selbstverantwortlich und ganz wichtig:
was in der Gruppe besprochen wird dringt nicht nach außen.

Ein besonderes Merkmal der Freundeskreise ist die Einbeziehung der Angehörigen in die Gruppenarbeit. In unseren Gruppen ist jede/r Angehörige ein gleichgestelltes Mitglied, da für uns zweifellos bei einer Suchterkrankung die gesamte Familie betroffen ist und ebensoviel Hilfe und Beistand braucht wie der Betroffene. Unsere Erfahrung zeigt, dass oftmals durch das gemeinsame Auseinandersetzen mit der Krankheit wieder zurückgefunden wird zu einem harmonischen Familienleben. Außerdem bietet die Gruppe Angehörigen auch die Möglichkeit, sich ohne die betroffenen Partner/innen ganz mit ihren Problemen und Sorgen zu beschäftigen.
Die Freundeskreise kennen keine schriftliche Verpflichtung zur Abstinenz, vielmehr soll der Schritt in ein abstinentes Leben von jedem/jeder Betroffenen oder Angehörigen eine freie Entscheidung sein, bei der wir als Selbsthilfegruppe unterstützend und begleitend zur Seite stehen.

Die Ziele unserer Arbeit sind:

  • Abstinenz
  • Entfaltung der Persönlichkeit
  • Förderung von sozialem Verhalten und Haltungsänderungen
  • Konflikt- und Kommunikationsfähigkeit
  • Selbstannahme und Stärkung des Selbstwertgefühls.


Zum Schluss: Was bedeutet Selbsthilfe?
Hier hilft nicht einer dem Anderen und der wieder ihm;
vielmehr hilft jeder sich selbst und so auch dem Anderen, sich selbst zu helfen.