Ergotherapie ist Bestandteil des ärztlich verordneten Behandlungsplanes. Sie begleitet, unterstützt und befähigt Menschen, die in ihren alltäglichen Fähigkeiten eingeschränkt oder von Einschränkungen bedroht sind. Diesen Menschen soll es ermöglicht werden, für sie bedeutungsvolle Betätigungen in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer Umwelt durchführen zu können. (DVE, Mai 2003)
Ergotherapie versteht sich als ganzheitliche Therapie. Die jeweiligen Fördermaßnahmen sind auf Körper, Geist und Seele gerichtet, ausgehend von der Gesamtsituation der Betroffenen. Über bedürfnis- und alltagsorientiertes Handeln sollen Selbstwert und Identität gefördert, gestärkt und wieder hergestellt werden. Eigene Potentiale sollen freigelegt, unterstützt und genutzt werden. Der Abbau von Schwellenängsten gegenüber jedweder Art von Leistung und Belastung und der Abbau von eingeschränkten Bedingungen in den Bereichen Selbstannahme, Selbständigkeit und Selbstwertgefühl stehen im Mittelpunkt der Therapie.
Die Grundlage zur Ermittlung und Darstellung von Fähigkeits- und Anforderungsprofilen bildet MELBA (Merkmalprofile zur Eingliederung Leistungsgewandelter und Behinderter in Arbeit). Dieses Verfahren basiert auf einem umfassenden Merkmalskatalog, der die Bereiche der kognitiven, sozialen und psychomotorischen Fähigkeiten sowie verschiedene Qualitäten der Arbeitsausführung und Beherrschung der Kulturtechniken und Kommunikation abdeckt.