Gütersloher Bündnis gegen Depressionen e.V.
Im Februar 2011 wurde das Gütersloher Bündnis gegen Depression erfolgreich
gegründet. Es handelt sich dabei um eine Initiative von Betroffenen, Angehörigen und Experten mit dem Ziel, das Thema Depression verstärkt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und sich für eine verbesserte Versorgung von Menschen mit Depressionen einzusetzen. Die Kampagne ist für eine Dauer von ca. 3 Jahren angelegt.
Warum ein Gütersloher Bündnis gegen Depressionen?
Der Satz „Ich bin so depressiv!“ ist zu einem Bestandteil der Alltagssprache geworden. Die meisten benutzen ihn, um ihre Niedergeschlagenheit, Enttäuschung oder Abgespanntheit auszudrücken. Solche Stimmungen sind aber meistens normale Schwankungen des menschlichen Befindens. Im Unterschied zu diesen negativen Gefühlslagen ist die Depression eine Krankheit. Sie führt zur Veränderung des Denkens, des Verhaltens und der Körperfunktionen der Betroffenen. Depressionen sind Erkrankungen, die einer speziellen Behandlung erfordern. Häufig wird die Depression nicht als Krankheit verstanden, sondern als persönliches Versagen oder Schuld empfunden. Viele Betroffene befürchten, dass sie mit ihrem Leiden ein Einzelfall sind. Dabei ist die Depression einer der häufigsten Erkrankungen überhaupt. Ungefähr 5 % der Menschen leiden aktuell an einer Depression. Das entspricht im Kreis Gütersloh, dass ca. 18.000 Menschen derzeit unter einer Depression leiden.
Depression - eine lebensgefährliche Erkrankung?
Besonders tragisch dabei ist, dass Depressionen einen wesentlichen Risikofaktor für Suizide darstellen. Aus diesen Gründen wurde 2001 in Nürnberg ein erstes Bündnis gegen Depression gegründet und ein spezielles Aktionsprogramm durchgeführt. Mittlerweile haben sich 60 Regionen dieser Initiative angeschlossen.
Verbesserte Versorgung für depressive Menschen
In Gütersloh hat sich nun ebenfalls eine Gruppe von Betroffenen, Angehörigen und Experten zusammengeschlossen und den Verein Gütersloher Bündnis gegen Depression gegründet.
Die Ziele des Vereines sind:
- Aufklärung der Gütersloher Bevölkerung über den Zusammenhang zwischen Depressionen, körperlichen Erkrankungen und Suizidalität.
- Angebote für Betroffene und Angehörige.
- Aufbau eines Multiplikatorenteams im psychosozialen Netzwerk
- Nachhaltiges Absenken der Suizidrate und Suizidversuchen in Gütersloh
Das Gütersloher Bündnis gegen Depression hat für die Jahre eine Reihe von Initiativen und Veranstaltungen vorgesehen, mit denen wir die Gütersloher Bevölkerung über das Krankheitsbild Depression informieren möchten. Innerhalb der Bündnisarbeit haben sich bisher acht Arbeitsgruppen gegründet.
Depressionen und
- Kinder- und Jugendliche
- Arbeit
- Sucht
- Frauen
- Alter
- körperliche Erkrankungen
- Angehörige
- Sport u. Kultur
Innerhalb dieser werden öffentliche Vorträge, Informationsveranstaltungen, Medienberichte, Aktionstage, Kinotrailer und Flyer organisiert und durchgeführt. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch Sponsoren aus der Wirtschaft sowie Krankenkasse und psychosozialer Nachsorgeangebote.
Für die Mitgliedschaft im Verein wird kein Beitrag erhoben.
„Gütersloher Bündnis gegen Depression e. V.“
Geschäftsstelle LWL- Klinik Gütersloh
Buxelstraße 50; 33334 Gütersloh
Koordinator P. Scholand, Tel. 05241-2050