Die Zeit der Binnendifferenzierung

Wohntreff Haus 27 - für viele Patienten der erste Schritt nach draußen.

1978

Seit Beginn der 80er Jahre vollzieht sich ein letzter, großer Wandel. Die Klinik orientiert sich immer mehr nach draußen. Bereits im Jahre 1978 eröffnet die Institutsambulanz des Landeskranken-hauses. An der Westendorfstraße entsteht die Werkhalle, eine extramurale Arbeitstherapie. Endlich wird erkannt, dass ein Krankenhaus kein Lebensraum ist. Endlich traut man psychisch Kranken wieder zu, ohne die umfassenden Hilfen einer psychiatrischen Fachklinik auszu-kommen. Endlich werden psychisch Kranke auch draußen zunächst geduldet und später auch akzeptiert. Enthospitali-sierung verändert die Westfälische Klinik dramatisch. Sie ist nicht länger Lebens-mittelpunkt von psychisch Kranken, sondern deren Dienstleister mit einem spezifischen Behandlungsangebot. So wird im Jahre 1992 die erste Enthospitalisierungsstation für chronisch psychisch kranke Menschen in einem eigens dafür umgebauten ehemaligen Wohngebäude eröffent. Bereits 1993 wird eine weitere Station in Betrieb genommen. Die Klinik heißt inzwischen: Westfälische Klinik für Psychiatrie Dortmund, Akademisches Lehrkrankenhaus. Auch der Wechsel in der Betriebsleitung hat sich vollzogen. Ärztlicher Leiter ist Herr Prof. Dr. Paul L. Janssen, der Leiter des Wirtschafts- und Verwaltungsdienstes ist Herr Manfred Feistel und der Pflegedienstleiter ist Herr Heinz Camen.

1996 Nach zweijähriger Bauzeit wird auf dem Grundstück des St. Marien Hospitals in Lünen die allgemeinpsychiatrische Tagesklinik mit 20 teilstationären Plätzen neu errichtet. Auf dem Gelände der Klinik wird die erste vollstationäre Pflegeeinrichtung nach SGB XI mit 18 (heute 19) Plätzen eröffnet. Hier erhalten chronisch psychisch Kranke und geistig behinderte Menschen Betreuung und aktivierende Pflege als Heimbewohner.
1997 Menschen, die der stationären Eingliederungshilfe bedürfen werden ab 1997 im Förderbereich (heute Wohnverbund) der Klinik versorgt. Er entsteht aus zwei Krankenhausstationen und dem ehemaligen Wohnheim am Stift in Dortmund-Hörde. Der Förderbereich hat 52 Plätze.
Fotos oben und unten: LWL-Klinik Dortmund Foto Mitte: H.J. Thimm