Phönix-Haus

Phönix-Haus

Der Gedanke, ein psychiatrisches Krankenhaus in unmittelbarer Nähe des Industriestandortes Dortmund zu betreiben, trieb die Planer des Provinzialverbandes schon 1893 um. Das psychiatrische Großkrankenhaus in Wohnortnähe ist für viele unserer Patienten bis heute ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die LWL-Klinik in Aplerbeck ist dem ehemaligen Stahlstandort Dortmund in gleicher Weise verbunden. Diese Verbundheit wollen wir mit der Namensgebung des Hauses ausdrücken.

Rosenberg Haus

Rosenberg-Haus

In diesem Haus war im Nationalsozialismus die sogenannte Kinderfachabteilung untergebracht. 229 Kinder wurden hier zwischen 1941 und 1945 systematisch getötet. Auch zahlreiche Erwachsene wurden von hier aus deportiert und umgebracht.

Im Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist dieses Haus nach Hedwig Rosenberg benannt. Auch sie wurde Opfer.

Die 68-jährige Dortmunderin wurde am 21. September 1940 zur Euthanasie in die Landesheilanstalt Wunstdorf deportiert. Von dort gelangte sie am 27. September in die Tötungsanstalt Brandenburg.

Karl Jaspers ullstein bild - Fritz Eschen

Jaspers-Haus

Das Haus ist nach dem großen deutschen Psychiater und Philosophen, Karl Jaspers (1883-1969)  benannt. Jaspers veröffentlichte, erst dreißigjährig,  im Jahre 1913, seine bis heute beachtete Habilitationsschrift "Allgemeine Psychopathologie", die eine Methodenlehre der Psychiatrie darstellt und der Beginn einer systematischen psychopathologischen Forschung ist. Er habilitierte sich mit dieser Schrift, die eine  Erweiterung der Diagnostik in der Psychiatrie um die beobachtenden und beschreibende Methodik bedeutete, für das Fach Psychologie.

Später wandte er sich seiner Lehrtätigkeit am Philosophischen Seminar an der Universität Heidelberg zu und wurde dort 1921 ordentlicher Professor. Obwohl ihm in der Zeit des Nationalsozialismus, von 1937 bis 1945, seine Tätigkeit an der Universität verboten war, widmete er sich weiter der philosophischen Forschung. 1948 wechselte er an die Universität Basel.

Aus politischen Gründen nahm er im Jahre 1968 die  Staatsbürgerschaft der Schweiz an. Dort lebte er bis zu seinem Tode.

Dr. Gerhard Backenköhler

Backenköhler-Haus

Dr. Gerhard Backenköhler (*1858-1923) war der erste Direktor der Klinik, die er im Jahre 1895, 37-jährig übernahm. Er leitete das Krankenhaus bis zu seinem Tode fast 30 Jahre lang. Backenköhler begann seine Ausbildung unter Ludwig Snell, arbeitete danach als Assistenzarzt bei Prof. Dr.Ludwig Meyer, einem Freund und Kollegen Griesingers und einem Anhänger der no-restraint Bewegung. In Aplerbeck setzte er sich für eine naturwissenschaftlich orientierte Psychiatrie ein, die frei von mechanischen Zwangsmitteln war, ein.

Johanne Grunhoff

Grunhoff-Haus

Johanne Grunhoff war in der Zeit von 1913 bis 1931 Vorsteherin des Diakonissenhauses in Witten. Sie wurde im Jahre 1853 in Leer/Ostfriesland geboren. Zunächst unterrichtete sie vin 1881 als Lehrerin an der Evangelischen Töchterschule und Lehrerinnenausbildungsanstalt in Köln. 1893 trat sie als Lehrschwester im Wittener Diakonissenhaus ein und wurde am 19. Oktober 1894 zur Diakonisse eingesegnet.

1895 wurde Johanne Grunhoff Vorsteherin der Schwesternschaft in Aplerbeck. 1900 kehrte sie nach Witten als Probemeisterin zurück und übernahm 1901 das Amt der Vorsteherin, das sie bis 1929 ausübte. Sie starb 1931.

 

Quelle: Helfen und helfen lernen - 100 Jahre Diakonissen-Mutterhaus Witten. Hrsg. Bruno J. Sobotka, Witten 1990

Hochhaus

Hochhaus

Noch vor der Psychiatrie-Enquete, im Jahr 1975, verbesserte der Landschaftsverband Westfalen-Lippe die bauliche Substanz der Krankenhauses und sorgte damit für eine bessere Versorgung psychisch Kranker in Aplerbeck.

Es wurde das Haus 41 errichtet. Neun Stationen sind bis heute im Haus beheimatet. Da es seinerzeit auf dem Gelände der Klinik an Platz mangelte, verließ man das ursprüngliche Konzept der dreigeschossigen Gebäude und plante kurzerhand drei Gebäude "übereinander" zu bauen. Die Stationen zeichnen sich durch ein großzügiges Platzangebot aus. Die Tages- und Therapieräume bilden weiterhin das Zentrum der Station.

Im Sprachgebrauch der Patienten und Beschäftigten der LWL-Klinik hat sich der Begriff Hochhaus von Beginn an durchgesetzt. Dabei wollen wir es weiterhin belassen. 

 

Restaurantgebäude mit Küche, Speise- und Konferenzräumen

Restaurant

Im alten Wirtschaftsgebäude, welches unmittelbar hinter dem Verwaltungsgebäude stand, waren zahlreiche Funktionsräume, Lager, Bügelzimmer, Wäscherei und Küche untergebracht. Zuletzt hieß es in aller Munde, Küchengebäude. In der Zentralküche wurden Speisen zubereitet und in Containern auf die Stationen gebracht.

Schon lange gab es in Aplerbeck Überlegungen, auf dem Krankenhausgelände einen Restaurantbetrieb für Patienten wie Beschäftigte zu errichten. Die meisten Patienten sind mobil, müssen nicht auf der Station verbleiben und ihre Mahlzeiten einzunehmen. Man trifft sich im Restaurant. Endlich konnte im Jahre 2016 dieses moderne Gebäuse eröffnet werden.  Der Name Restaurant bot sich also an.