Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz von Soldaten der Roten Armee befreit. 1996 hat der damalige Bundespräsident Herzog diesen Tag für die Opfer des Nationalsozialismus bestimmt: die damaligen Gräueltaten sollen nicht vergessen werden.
Seit 1996 wird auch in der LWL-Klinik Dortmund den Opfern des Faschismus gedacht. Auch in der damaligen Provinzial Heilanstalt Aplerbeck gab es Opfer. Von hier wurden mehrere hundert Patienten in andere Anstalten verlegt, wo sie dann umgebracht wurden. Ebenso wurden schwer- und mehrfachbehinderte Kinder in der sogenannten Kinderfachabteilung durch Injektionen getötet oder man ließ sie einfach verhungern.
Beschäftigte der LWL-Klinik Dortmund fanden sich in der Mittagsstunde des 27. Januar 2012 am Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus im Klinikgelände ein. Mit einer Kranzniederlegung gedachten sie der Opfer, verstanden ihre Zusammenkunft jedoch auch als stille Mahnung.
Der neue ärztliche Direktor, Herr Prof. Dr. Hans-Jörg Assion, hat im Januar 2012 die ärztliche Leitung der LWL-Klinik Dortmund übernommen. Privat-Dozent Dr. Gerhard Reymann, im letzten Jahr kommissarischer Leiter der Klinik, übergab den Staffelstab an den Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, Geriatrie, Suchtmedizin und forensische Psychiatrie.
Prof. Assion, bisher ärztlicher Geschäftsführer am Gemeindepsychiatrischen Zentrum (Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik) in Detmold und davor an der LWL-Universitätsklinik Bochum tätig, forscht mit Schwerpunkten in den Bereichen Depression und Burnout. Darüber hinaus war er maßgeblich am Aufbau der Migrantenambulanz in Bochum beteiligt
Assion übernimmt damit die ärztliche Leitung der größten LWL-Klinik, die mit 415 stationären und 115 tagesklinischen Plätzen große Teile der Stadt Dortmund und den Landkreis Unna psychiatrisch versorgt.
Wenn renommierte Psychiater das gut gelaunte Publikum mit Smarties „behandeln“ und Seifenblasen über die Zuhörerschaft pusten, ist klar, dass es sich um einen ungewöhnlichen Vortrag handeln muss. Bei einem Humor-Symposium der LWL-Klinik Dortmund hatte der namhafte Gerontopsychologe Prof. Dr. Dr. Rolf-Dieter Hirsch aus Bonn alle Lacher auf seiner Seite, als er mit roter Clownsnase und Smiley-Button am Jacket ans Rednerpult trat. Dabei ist der Hintergrund ein durchaus ernster: Humor ist ein Gesundheitsfaktor! Und Lachen ist tatsächlich gesund und förderlich für den Genesungsprozess.
Rund 70 Gäste haben zusammen mit Handwerkern und Architekten das Richtfest an der LWL- Tagesklinik Unna gefeiert, die im März 2012 eröffnet werden soll.
LWL-Direktor Dr. Wolfgang Kirsch schlug zusammen mit Chefärztin Petra Bösser den letzten Nagel ins Gebälk. Dazu musizierte eine Laien-Musikergruppe, die u.a. aus ehemaligen Patienten der LWL-Tagesklinik Lünen besteht. Die Musiker hatten sich dort im Rahmen der Musiktherapie kennengelernt.
Auch in Unna wird es demnächst neben ärztlichen Behandlungen u.a. Musik-, Bewegungs- und Gesprächstherapien geben. Eine Tagesklinik ist eine „Klinik ohne Bett“, die es den Patienten ermöglicht, während ihrer Behandlung den Kontakt zu Familie und Freunden aufrecht zu erhalten, da sie die Abende, Nächte und Wochenenden zu Hause verbringen. In der Tagesklinik sollen beispielsweise Menschen mit Angststörungen, Depressionen und Burn-Out behandelt werden.
Das benachbarte Evangelische Krankenhaus will mit der LWL-Tagesklinik kooperieren. In der Tagesklinik, die zur LWL-Klinik Dortmund gehört, entstehen acht neue Arbeitsplätze.
"Zeit heilt alle Wunden NICHT", stellte LWL-Krankenhausdezernentin Helga Schumann-Wessolek in ihren Grußworten anlässlich des Symposiums zur Eröffnung der Opferambulanz an der LWL-Klinik Dortmund sehr richtig fest. Es braucht in vielen Fällen der professionellen Hilfe. Neben dem Engagement der Stadt Dortmund, welches Frau Dr. Düsterhaus, Leiterin des Dortmunder Gesundheitsamtes herausstellte und der Dortmunder Polizei, wie von der Opferschutzbeauftragten der Polizei, Frau Barlog, dargestellt, beteiligt sich nunmehr auch die LWL-Klinik Dortmund an der Versorgung von Opfern. Seit Juni 2011 ist die Opferambulanz der LWL-Klinik Dortmund am Netz.
Am 21.9. trafen sich Experten zum Thema Opferschutz und Traumabehandlung und tauschten sich im fachlichen Dialog aus. Beim Symposium ging es u.a. um die Frage „Was nutzt wann in der Traumatherapie?“, denn der Zeitfakor ist enorm wichtig. Wenn Menschen, denen Schreckliches widerfahren ist, innerhalb von 48 Stunden psychiatrisch behandelt werden, kann die Entstehung einer ernsthaften Störung verhindert werden.
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Freitag, den 02. März 2012 um 14:00 Uhr im Sport- und Begegnungszentrum der LWL-Klinik Dortmund
Symposium anlässlich des Dienstantritts des neuen Ärztlichen Direktors der LWL-Klinik Dortmund, Herrn Professor Dr. Hans-Jörg Assion:
Bedeutung und Wechselwirkung von Umwelt und Neurobiologie bei Angst und Depression.
zum Forum Gesundheit, dem öffentlichen Gespräch über psychiatrische Erkenntnisse ein.
Dienstag, 06. März 2012 in der LWL-Tagesklinik Allerstraße 1, 44287 Dortmund-Aplerbeck.
Ob in der Schwimm- oder in der Sporthalle oder im Freien. Die Bewegungstherapie der LWL-Klinik Dortmund wartet mit einem umfangreichen Programm auf.