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Herrmann Wenning in der LWL-Klinik Dortmund, Bild Angelika Nehm

LandhausLesung mit Herrmann Wenning

Zu seinem alten Rhythmus zurückgefunden

hat Herrmann Wenning nach seiner langjährigen Suchterkrankung. Ihm gelang es durch das Langstreckenlaufen. Ein Brief seines kleinen Bruders, der ihn während seiner Haftstrafe wegen Einbruchs erreichte, war für ihn die Initialzündung. Sein Bruder erinnerte ihn an alte Erfolge beim Langstreckenlauf. Wenning, jahrelang süchtig von unterschiedlichen Drogen, begann wieder zu laufen und gab seinem scheinbar verpfuschten Leben einen neuen Rhythmus.

Eindrucksvoll seine Lesung am 14. April 2015 in der LWL-Klinik Dortmund. Eindrucksvoll seine Schilderungen in seinem Buch: Lauf zurück ins Leben. Wenning überzeugte mit seiner authentischen Art. Nichts zu beschönigen, nichts zu verschweigen, ohne in übertriebene Selbstanklage zu verfallen, das war Wennings Stärke an diesem Abend.

Seine zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer kamen während und nach der Lesung gern mit ihm ins Gespräch. Manch einer berichtete von eigenen Suchterfahrungen. Andere fanden sich ermutigt durch Wennings erfolgreichen Lauf aus der Sucht.

Ein durch und durch interessanter und unterhaltsamer Abend - eine Landhaus Lesung eben.

 


Prof. Dr. Martin Hautzinger

Gerontopsychiatrisches Nachmittagssymposium

Über Aspekte der Altersmedizin

verständigten sich Fachleute der Region am 11. Märzt 2015 mit namhaften deutschen Wissenschaftlern. In dem Nachmittagssymposium der Abteilung Gerontopsychiatrie sprach Prof. Dr. Martin Hautzinger, von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, über Verhaltenstherapie bei Depressionen im Alter und machte mit seinem kurzweiligen Vortrag den Teilnehmern des Symposiums Mut, Psychotherapie bei alten Menschen zu wagen. Er skizzierte zu Beginn seines Vortrags die typische Situation alter Menschen, um dann sein spezielles verhaltenstherapeutswiches Konzept zu erläutern. 

Herr Dr. Stefan Schröder, Leitender Arzt des KMG Klinikums Güstrow, referierte über die Diagnostik von Demenz und ließ seine Zuhörerinnen und Zuhörer an seinen diagnostischen und differentialdiagnostischen Überlegungen teilhaben.

Mit dem Vortrag von Petra Koep, von der Firma Servier, über Antidepressiva in der Altermedizin, wurde das Nachmittagssymposium  abgerundet. 

 


Rüdiger Merx und Stephan Voigt

Forum Gesundheit - Gespräche in der Rotunde

Was können wir tun

angesichts eines stetig größer werdenden Drogenproblems in unsere Gesellschaft? Wie können wir den Betroffenen helfen? Waren die häufig gestellten Fragen am 24.02.2015 im Forum Gesundheit. Überzeugend und ohne den erhobenen Zeigefinger verdeutlichten Stephan Voigt, Krankenpfleger der Drogenentzugsstation 26 und Rüdiger Merx, Funktionsoberarzt, die Gefahren von THC und anderen Modedrogen. Sie führten anschaulich aus, wie sehr die auf dem Markt befindlichen Substanzen in kurzer Zeit den Körper der Suchtkranken nachhaltig schädigen können. 

Den Suchtkranken mit Druck zu begegnen, nütze nicht, meinte Stephan Voigt und Merx ergänzte, dass Druck immer auch Gegendruck erzeuge. Beide Referenten rieten zu Geduld und Gelassenheit. Besonders das frühe Eintrittsalter in die Drogensucht verhindere oft eine adäquate Reifung der Betroffenen. Ein 25-jähriger Suchtkranker habe nicht selten den Reifungsgrad eines 13-jährigen. Ein solcher Mensch brauche Zeit, um nachzureifen. 

Keineswegs ist die Drogenentwöhnung ohne Erfolg. Oft gelinge der Umstieg auf ein drogenfreies Leben nicht beim ersten Mal, meinte Merx. Voigt erinnerte an die eigenen Versuche, das Leben zu ändern. Mitunter helfe es, sich selbst den Spiegel vorzuhalten, um drogenkranke Menschen besser zu verstehen. Dass beide bei ihren Bemühungen um Suchtkranke diese innere Gelassenheit mitbringen, wurde an diesem kurzweiligen und informativen Vortragsabend deutlich. 


Zahlreiche Beschäftigte gedachten der Opfer des Faschismus

Gedenken an die Opfer des Faschismus

Eine Selbstverständlichkeit

ist in der LWL-Klinik Dortmund das Erinnern an die Opfer des Faschismus, der damaligen Provinzial Heilanstalt, am Holocaust Gedenktag. In besonderer Weise erinnerte der Unterkurs der LWL-Akademie in der Auferstehungskirche an das Leben, Leiden und den Tod eines Opfers aus Dortmund. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Kirche verdeutlichte eine liebevoll gestaltete Wandzeitung den Umgang mit psychisch Kranken in der Nazi-Zeit.

Zahlreiche Beschäftigte der Klinik versammelten sich zum Gedenken am Klinik-Mahnmal für die Opfer des Faschismus. Mitglieder der Betriebsleitung legten einen Kranz nieder.


Dr. C. Dehmel

Mit Vorurteilen aufräumen

konnte Dr. Carola Dehmel, leitende Apothekerin der LWL-Klinik Dortmund, im Rahmen des Forums Gesundheit. Die Gespräche in der Rotunde wurden lebhaft und teilweise kontrovers geführt. Frau Dehmel gelang es, Wirkungen und unerwünschte Wirkungen von Psychopharmaka, wissenschaftlich fundiert, zu erläutern. Schön, dass es besonders die Patienten der Klinik waren, die ihre überwiegend positive Erfahrungen beisteuern konnten. 


Dr. Peter Schlehbusch bei seinem Vortrag

Forum Gesundheit - Gespräche in der Rotunde

Persönlichkeitsstörungen sind keine Krankheiten

sie sind vielmehr interaktionelle Lösungsversuche - so Dr. Peter Schlehbusch am 18.11.2014 in der Rotunde der LWL-Tagesklinik Dortmund. Mit seinem brillanten Vortrag über Persönlichkeitsstörungen brachte er seine begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer dazu, die Symptome der unterschiedlichen Störungen als eine Ressource zu betrachten. Mit zahlreichen Beispielen aus seiner klinischen Praxis untermauerte er die These und vermittelte auf eine leichte und manchmal augenzwinkernde Weise sein fundiertes Wissen über Persönlichkeitsstörungen. Ein gelungener Rotundenabend. 


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