Autismus Ambulanz

Autismus Ambulanz

Ambulanz für Autismus, Asperger-Syndrom und Autismus-Spektrum-Störungen

Die Häufigkeit autistischer Erkrankungen wird zwischen 4-5/10.000 und 112/10.000 angegeben. In den letzten 20 Jahren sind die Zahlen gestiegen, was mit vermehrter Aufmerksamkeit für diese Störungen einhergehen könnte.

Menschen mit Autismus sind nur eingeschränkt in der Lage, sich flexibel an Situationen anzupassen. Insbesondere fällt es ihnen schwer, „zwischen den Zeilen zu lesen“, was andere Menschen gerade bewegt. Das hat unter anderem zur Folge, dass Abstimmungsprozesse in Begegnungen schwer fallen. Autisten neigen zur Kompensation dieses Problems dazu, sehr rigide an Verhaltensritualen festzuhalten. Manchmal fragen sie auch unermüdlich nach kleinsten Details, um Abläufe verstehen zu können. Das führt in der Regel zu Konflikten im sozialen Leben.

Autismus beginnt in der Kindheit. Es gibt eine Form, die mit einer Entwicklungsverzögerung einhergeht, d. h. die Kinder lernen unter anderem die Sprache nur schlecht, diese Form heißt frühkindlicher oder „Kanner-Autismus“.

Eine andere Form wird etwa im 4. Lebensjahr erkennbar und bis dahin bleibt die Entwicklung der Kinder im Wesentlichen ungestört, gleichwohl es einige Frühsymptome gibt. Dieses Krankheitsbild wird „Asperger-Syndrom“ genannt, und wird oft erst im Erwachsenenalter erkannt.

Wenn das Krankheitsbild nicht komplett ausgeprägt ist, so spricht man vom „Atypischen Autismus“.

Die 3 Formen „Kanner-Autismus“, „Asperger-Syndrom“ und „Atypischer Autismus“ bilden zusammen die Autismus-Spektrum-Störungen.

Für die Diagnose liegen Symptome aus folgenden Symptomgruppen vor:

  1. Auffälligkeiten in der gegenseitigen Kommunikation:
    Deutlich eingeschränkte Fähigkeit, die Körpersprache zur Kommunikation einzusetzen, wie etwa Vermeidung von Blickkontakt sowie Unfähigkeit, Interessen, Aktivitäten oder Gefühle altersgemäß mit Gleichaltrigen zu teilen; Mangel an Abstimmungsprozessen im Miteinander (kein angemessenes Eingehen auf das Gegenüber); Mangel, spontan Freude und Interessen mit anderen zu teilen.
  2. Relative Unfähigkeit, über Sprache einen angemessenen Kontakt aufzunehmen
    Stereotype Verwendung von Teilen der Sprache (unnötiges Wiederholen einzelner Sätze oder auch Themen); Mangel an Als-Ob-Spielen oder entsprechenden Phantasien.
  3. Begrenzte Verhaltensmuster, die wiederholt werden
    Erkennbar zum Beispiel an Spezialinteressen (etwa Fahrpläne); an zwanghafter Anhänglichkeit an Ritualen (etwa immer die gleiche Sendung sehen müssen, egal in welcher Situation); an Tic-artigen Bewegungen; an vorherrschender Beschäftigung mit Teil- oder Nebenaspekten von Spielmaterialien (Geruch, Oberflächenbeschaffenheit).

Die Behandlung von Erwachsenen mit Autismus-Spektrum-Störungen wird von spezialisierten Zentren durchgeführt. In der LWL-Klinik Dortmund bieten wir eine Spezial-Sprechstunde an. Es wird neben der Diagnostik eine Beratung und Weitervermittlung an Spezialzentren angeboten.

Ulrich Zielke

Bitte sprechen Sie Herrn Ulrich Zielke, Oberarzt der AP I, an.

Telefonnummer: 0231/450301

Kontakt am Einfachsten per email: ulrich.zielke@wkp-lwl.org