Allgemeine Psychiatrie II

Station 41/6

Dr. Thomas Aubel (Oberarzt)

Die Station 41.5 ist die geschützte Aufnahmestation der Abteilung für allgemeine Psychiatrie II. Hier können 25 Frauen und Männer im Alter zwischen 18-60 Jahren untersucht und behandelt werden. Unsere Patienten wohnen im Kreisgebiet Unna, sind akut psychiatrisch erkrankt oder benötigen im Rahmen einer akuten Lebenskrise stationäre Behandlung. 


Die Patienten sind in Ein-, Zwei-, und Dreibettzimmern untergebracht, zum Teil mit integrierter Nasszelle. Es gibt ferner Wohn- und Fernsehzimmer, Küche und Esszimmer, einen Besucherraum, einen Therapieraum für Ergotherapie, einen Therapieraum für Bewegungstherapie und Gruppengespräche sowie Funktions- und Arbeitsräume für das Personal. Die Stationstür ist wegen der Patienten, die selbstmordgefährdet sind, die desorientiert sind oder die ungesteuert im Verhalten sind, geschlossen. Sie öffnet sich aber unzählige Male am Tag für Besucher und Patienten, die abgestufte Ausgangsmöglichkeiten haben, bis hin zum unbegleiteten Einzelausgang.
Die Patienten: Die Patienten leiden überwiegend an schizophrenen Psychosen, in kleinerer Zahl an affektiven Störungen, an Persönlichkeitsstörungen oder Neurosen. Oft handelt es sich um Ersterkrankungen, häufiger um Wiedererkrankungen, nicht selten ist ein akuter psychiatrischer Notfall Aufnahmeanlass. 

Das Behandlungsteam:
Das Behandlungsteam wird gebildet von ca. 15 Krankenschwestern und Krankenpflegern, teilweise mit Fachweiterbildung Psychiatrie, zwei Assistenzärztinnen, einem Oberarzt, einer Sozialarbeiterin, einer Ergotherapeutin, einer Bewegungstherapeutin einem Kunsttherapeuten. Es finden regelmäßige Teamgespräche statt, in denen die individuellen Behandlungsziele erarbeitet und überprüft werden. Eine externe Fall- und Teamsupervision findet 4-wöchentlich statt und soll u.a. Klarheit und Eindeutigkeit im therapeutischen Handeln verbessern. 

Die Diagnose
Jede Behandlung setzt eine eingehende Diagnostik voraus. Diese umfasst zunächst die ärztliche Exploration und Anamneseerhebung, dann die körperliche und neurologische Untersuchung. Sie umfasst darüber hinaus das Aufnahmegespräch und die Verhaltensbeobachtungen des Pflegepersonals, die sozialarbeiterische Anamnese, EKG, EEG und ggf. CCT sowie testpsychologische Untersuchung. 


Die Behandlung
Das Behandlungsangebot beinhaltet medikamentöse Behandlung, Einzelgespräche, sozialarbeiterische Behandlung und Begleitung, Ergotherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie, Entspannungsübungen sowie individuelle wie auch gruppenbezogene Pflegeangebote wie Spaziergänge, Ausflüge, Stationsversammlung und andere soziotherapeutische Gruppenangebote. Alle Mitarbeiter gemeinsam gestalten das therapeutische Klima der Station. Ein freundlicher, offener Umgang, Spontaneität, Warmherzigkeit schaffen die Atmosphäre, die der akut Erkrankte zur Heilung benötigt.