Allgemeine Psychiatrie II

Station 18.2

Therapeutisches Gespräch Foto: LWL-Klinik Dortmund

Die Station 18.2 ist eine allgemein-psychiatrische Station der Abteilung für Allgemeine Psychiatrie II für mittelfristige Behandlungen mit psychotherapeutischem Schwerpunkt. Sie liegt im östlichen Teil des Klinikparks, in der ersten Etage eines dreigeschossigen Gebäudes, welches nach schwedischem Vorbild erbaut wurde (heute "Aplerbecker Typ"). Die Station lädt mit ihrem reizreduzierten, warmen Ambiente die Patientinnen und Patienten in ein angenehmes Stationsmilieu ein. Sie verfügt über 20 Betten in Ein- und Zweibettzimmern. Die Badezimmer laden mit Wunschmusik zu Entspannungsbädern ein. Zur Station gehört auch ein großer Garten.

Die Patienten: Aufgenommen werden Patienten mit schizophrenen und affektiven Störungen, mit Persönlichkeitsstörungen in Krisen und Angststörungen, wenn keine massive Eigen- oder Fremdgefährdung vorliegt und eine mittelfristige Behandlungsdauer indiziert ist.

Das Behandlungsteam: Das Behandlungsteam wird gebildet von 11 Krankenschwestern und Krankenpflegern, zum Teil mit Fachweiterbildung Psychiatrie, 1 Assistenzärztin und 1 Assistenzarzt, 1 Dipl.- Pädagogin, 1 Sozialarbeiterin, 1 Kunsttherapeuten, 1 Ergotherapeutin, 2 Bewegungstherapeutinnen, 1 Oberarzt. Es finden regelmäßige Teamgespräche statt, in denen die individuellen Behandlungsziele erarbeitet und überprüft werden. Eine externe Fall- und Teamsupervision findet 3-wöchentlich statt.

Aufgaben und Behandlungsziele: Das Behandlungsziel richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild und individuellen Bedürfnissen der Patienten. Es umfasst psychotherapeutische, sozialpsychiatrische und pharmakotherapeutische Elemente. Dem Aufbau einer tragfähigen Beziehung zum Behandlungsteam sowie der Schaffung eines therapeutischen Klimas wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt.Der Entlassung voraus geht das Erarbeiten einer individuellen Perspektive, dies kann auch bedeuten, dass Patienten zunächst eine medizinische Rehabilitation nach der Behandlung aufnehmen oder sich für das Betreute Wohnen entscheiden. Von der Station aus werden weitere ambulante Hilfen für die erste Zeit nach der Entlassung organisiert, eine enge Kooperation mit ambulanten Einrichtungen des Kreises Unna besteht.

Behandlungsangebote: Das Behandlungskonzept ist psychotherapeutisch ausgerichtet, d. h. 3 x wöchentlich finden zwei unterschiedliche Gesprächsgruppen statt. Bei einer Gesprächsgruppe handelt es sich um eine tiefenpsychologisch fundierte Gruppenpsychotherapie von Patienten mit im Vordergrund stehenden neurotischen Konflikten. Die andere Gruppe für schwerst ich-strukturell gestörte Patienten dient dem Kommunikationstraining, der Verbesserung der Kognitionen, des Trainings der Ausdauer und der Realitätsorientierung. Zum Behandlungsangebot gehören darüber hinaus die Psychoedukation, die Kunsttherapie, die Kreativtherapie, Bewegungstherapie, Entspannungsangebote. Nach Indikation werden Einzelgespräche und -therapien durchgeführt. Eine dem Konzept angepasste Visitenstruktur wurde mit dem Pflegepersonal, den Therapeuten und den Sozialarbeitern entwickelt. In das Behandlungskonzept fügt sich ein differenziertes psychiatrisches Pflegekonzept ein. Dazu gehört die Bezugspflege im Bereichspflegekonzept, pflegerische Gruppenangebote wie tägliche Morgenrunden, wöchentliche Stationsversammlungen, lebenspraktisches Training, Kochgruppen, regelmäßige Außenaktivitäten sowie die individuelle Pflege und Behandlung.