Förderturm: LWL-Rehabilitationszentrum Ruhrgebiet

Suchtmedizinische Rehabilitation in der Region

So schwer Suchterkrankungen auch bisweilen verlaufen, sie tragen in sich immer die Chance des Neuanfangs.

Sofern Sie planen, zukünftig frei von  Suchtmitteln zu leben, unterstützen wir Sie gern. Menschen, die bereits im Bereich Erwerbstätigkeit, in ihren sozialen Beziehungen oder aber auf dem Feld der eigenen Gesundheit Beeinträchtigungen erfahren haben, beginnen die Entwöhnungsmaßnahme am besten stationär. Die beiden Stationen 13/3 und 18/1 bieten nicht nur einen optimalen Schutz vor Rückfällen, sondern auch ein Übungsfeld für ein Leben ohne das Suchtmittel.

Einzel- und Gruppentherapien, Sport- und Bewegungstherapie, Entspannungsverfahren und vor allem ein differenziertes arbeitstherapeutisches Angebot, das jedem Rehabilitanden angemessene Erfolgserlebnisse vermittelt, wirken zusammen. Angehörige werden in den Genesungsprozess gerne einbezogen.

Mit einem psychosomatisch-psychotherapeutischen Selbstverständnis werden etwaige körperliche und seelische Begleiterkrankungen von vorne herein gleichwertig in die Behandlungsplanung einbezogen. Im Zentrum unseres therapeutischen Ansatzes steht die Klärungsorientierte Psychotherapie nach Sachse (KOP).

Wenn durch die vollstationäre Rehabilitation hinreichende Sicherheit in der Suchtmittelfreiheit und im erfolgreichen Überstehen von Gefährdungssituationen erreicht worden ist, wird die Maßnahme in der Regel nahtlos ganztägig ambulant fortgeführt. Dies kann auf der Station 13/3 und auf der Station 18/1 innerhalb der vertrauten Therapiegruppe und ohne Therapeutenwechsel erfolgen. Bürgerinnen und Bürger des Märkischen Kreises können nahtlos in die ganztägig ambulante Rehabilitation in Iserlohn wechseln.

Wenn die Fähigkeit zu einer konsequent suchtmittelfreien Lebensführung weitgehend wieder hergestellt ist, oder für Menschen bei denen sich eine Abhängigkeitserkrankung noch im Frühstadium befindet, reichen ein bis zwei Behandlungskontakte pro Woche. Eine solche klassische "ambulante Rehabilitation Sucht" wird von uns in Iserlohn und in Schwerte durchgeführt. Dortmunder Bürgerinnen und Bürger vermitteln wir für diesen Behandlungsabschnitt gern in die mit uns kooperierenden Beratungsstellen der Diakonie und der Caritas Dortmund.

PD Dr. Gerhard Reymann

Ärztlicher Leiter des LWL-Rehabilitationszentrums Ruhrgebiet ist PD Dr. med. Gerhard Reymann. Gemeinsam mit seinem Team aus Ärzten, Pflegekräften, Psychologen, Sozialarbeitern, Bewegungs- und Ergotherapeuten und Sozialpädagogen ist er ihr Partner in der Therapie.

 

Informationsfilm zur rehabilitativen Behandlung

In drei unterschiedlichen Settings; ambulant - ganztägig ambulant -vollstationär- ist Therapie möglich.

Das ambulante Setting eignet sich für Anhängigkeitskranke, die noch in ein Abstinenzstützendes soziales Umfeld um den Beruf integriert sind. Ein bis zwei Behandlungstermine pro Woche, ggfls. mit zusätzlichen Wochenendveranstaltungen sind möglich. Die Behandlung dauert 12 Monate.

Das ganztägig ambulante Angebot ist indiziert, sofern die Erkrankung weiter fortgeschritten ist und eine größere Anzahl von Behandlungseinheiten pro Woche notwendig ist. Jeweils fünf- oder sechsmal pro Woche tagsüber. Die Behandlung dauert regelhaft 14 Wochen.

Die vollstationäre Behandlung ist für schwerere Ausprägungen der Erkrankung mit körperlichen, seelischen und sozialen Schäden vorgesehen. Zumindest in den ersten Wochen kalendertägig ganztags. Die Behandlung dauert 14 Wochen. Je nach Schwere der Erkrankung und nach den notwendigen Behandlungszielen kann die Therapie in jedem dieser Settings begonnen werden. Bei Behandlungsfortschritten, selbstverständlich auch bei Rückschlägen, kann in Rücksprache mit dem Rehabilitanden und mit dem Kostenträger unproblematisch ein Wechsel in das geeignete Setting erfolgen.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte unserem Faltblatt.