LWL-Pflegezentrum

Neues

Ludwig freut sich über Streicheleinheiten (Foto. A. Nehm)

Tiergestütze Therapien begeistern die Bewohner

Golden Retriever Ludwig erobert die Herzen im Pflegezentrum

Auf den Mittwoch freuen sich Lothar Sichmann, Karin Bartz, Annette Rißmann, Gabriele Bunk und Werner Urban immer besonders. Mittwochs heißt ihr "Therapeut" nämlich Ludwig. Er ist unwiederstehlich, immer fröhlich und schmust auch gern. Mit den  Bewohnerinnen und Bewohnern des LWL-Pflegezentrums "Am Apfelbach" macht er Gedächtnis- und Bewegungsspiele und bringt dazu seine Lieblingsspielzeuge mit: 

Eine quietschende Gummi-Gans, sein Futtersäckchen und seine Haarbürste zum Beispiel. Und einen großen Würfel mit den entsprechenden Motiven. Wer die Bürste würfelt, darf Ludwig bürsten, wer die Gans würfelt, darf sie zum Apportieren werfen usw. Und wenn es dann "Leckerchen" für den Hund gibt, ist das auch eine Belohnung für die zweibeinigen Akteure, die sich sichtlich mit ihm freuen. Auch Katja Busch zeigt vollen Einsatz. Die Diplom-Sozialarbeiterin des Pflegezentrums ist Ludwigs Frauchen. Zusammen haben sie die Ausbildung und Prüfung zum "Team" für Tiergestützte Therapien absolviert. Ludwig muss als Therapiehund absolut stress- und aggressionsfrei sein und Katja Busch sorgt dafür, dass er immer genug Erholungspausen hat, um ausgeglichen mit allen Bewohnern umgehen zu können. Wenn Ludwig "mitspielt", fällt es den Teilnehmern leichter, sich zu konzentrieren – auch bei kniffligen Gedächtnisspielen: Wenn beispielsweise eines von Ludwigs Spielzeugen versteckt wird und Katja Busch fragt, welches nun fehlt. "Das Futtersäckchen", ruft Frau Rißmann und darf dem Golden Retriever daraufhin ein Leckerchen geben. Die Erfolge der Tiergestützen Therapien sind längst wissenschaftlich bewiesen und bekannt, und so wird das Angebot sowohl im Pflegezentrum als auch in der LWL-Klinik ausgebaut. Auch die Familienpflegerin Stefanie Brüggemann, die im Pflegezentrum tätig ist, arbeitet mit ihrem Golden Retriever Barney mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Und die Gerontopsychiatrische Abteilung der Klinik hat "Paro", die Therapierobbe angeschafft, die zwar nicht "echt" ist, aber auf Töne und Bewegungen reagiert, Augenkontakt hält und sogar Körpertemperatur hat. Sigrun Hüther, die Leiterin des Pflegezentrums, und Prof. Dr. Hans-Jörg Assion sind sich einig: "Tiere tun dem Körper und der Seele gut und helfen uns dabei, körperlich und geistig aktiv zu bleiben. Für unsere Bewohner bzw. Patienten ist das ein echter Gewinn!"

Ludwig mit Sozialarbeiterin K. Busch (Foto: A. Nehm)

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Information und Schulung zum Thema Demenz

Schulungsreihe im LWL-Pflegezentrum

Im LWL-Pflegezentrum „Am Apfelbach“  in Dortmund-Aplerbeck startet am 4. April eine kostenlose Schulungsreihe für Angehörige demenziell erkrankter Menschen.

An acht Donnerstagen gibt es jeweils ab 18 Uhr Informationen zum Verlauf der Demenz, Tipps zum Umgang mit den Erkrankten, Informationen zur Pflegeversicherung, zu rechtlichen Aspekten und zu Entlastungsmöglichkeiten. Ziel der Schulungsreihe ist es, den erheblichen Belastungen und der zunehmenden Isolation der Angehörigen entgegen zu wirken. Darum bietet der Kursus auch genug Zeit zum Erfahrungsaustausch unter den Betroffenen. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt es ein Zertifikat.

Die Schulungsreihe findet in Kooperation mit der Barmer Gesundheitskasse und dem Gesundheits-Beratungsuntermehmen Wörheide statt.

 

Bitte melden Sie sich an:

LWL-Pflegezentrum „Am Apfelbach“, Allerstr. 24

Telefon: 0231 / 4503 – 5410

E-Mail: lwl-pflegezentrum-dortmund@wkp-lwl.org

Dr. Dlugosch Dr. Petra Dlugosch, Chefärztin der Abt. Gerontopsychiatrie beim Vortrag; Foto: A. Nehm

Was steckt dahinter?

Vortragsreihe: Psychisch krank im Alter

Die erster Vortragsreihe: Psychisch krank im Alter ist inzwischen abgeschlossen. Zahlreiche Interessierte haben sich zu den vier Vorträgen eingefunden. Gemeinsam mit Ärzten aus der Abteilung Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund waren Angehörige, Betroffene und alle Interessierten in das LWL-Pflegezentrum -Am Apfelbach- eingeladen.

Die Referenten berichteten über Depressionen und Sucht im Alter, die Demenz aus diagnostischer und therapeutischer Sicht sowie über Psychosen im Alter. 

Für alle, die keine Gelegenheit hatten, sich zu informieren sei auf die Veranstaltung der LWL-Klinik Dortmund, Gespräche in der Rotunde verwiesen. Hier finden Sie interessante Vorträge zu allen psychischen Erkrankungen.


Jürgen Noldes und Siegrun Hüther mit dem neuen Siegel Jürgen Noldes und Siegrun Hüther mit dem neuen Siegel Foto: Angelika Nehm

LWL-Pflegezentrum erhält Gütesiegel: Sturzpräventive Einrichtung

Das neue LWL-Pflegezentrum Dortmund ist bereits kurz nach seiner Eröffnung mit dem "Landesbutton Sturzprävention" ausgezeichnet worden. Damit würdigt das NRW-Gesundheitsministerium das Engagement des Teams um Sigrun Hüther, der Leiterin der Einrichtung und Jürgen Noldes, dem Pflegedienstleiter, das sich von Anfang an darum bemüht, Stürzen vorzubeugen.

So wird bei jedem Bewohner regelmäßig überprüft, ob ein erhöhtes Sturzrisiko besteht. Individuelle Gefährdungen werden erfasst und im Alltag berücksichtigt. Prophylaktische Maßnahmen, gezielte Beobachtungen auf medikamentöse Neben-wirkungen, eine Umgebungsanpassung und die Empfehlung für spezielle Schuhe oder Hilfsmittel wie Rollator oder Hüftschutzhosen, sind Beispiele, wie das Sturzrisiko minimiert werden kann. Die Aufklärung und Beratung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie ihrer Angehörigen ist eine Selbstverständlichkeit.

Mit dem Landesbutton "Sturzpräventive Einrichtung" werden nur Einrichtungen ausgezeichnet, die den nationalen Expertenstandard des Deutschen Netzwerks Qualitätsentwicklung in der Pflege umsetzen.

Im LWL-Pflegezentrum leben dauerhaft 78 Männer und Frauen. Darüber hinaus gibt es Tages- und Kurzzeitpflegeplätze. Das LWL-Pflegezentrum ist auf Bewohnerinnen und Bewohner mit einer langjährigen psychischen Erkrankung oder / und mit Demenz spezialisiert, also auf Menschen mit einem besonders hohen psychosozialen Hilfebedarf.


Die Kursteilnehmerinnen mit Ihren erworbenen Zertifikaten Die Kursteilnehmerinnen mit Ihren erworbenen Zertifikaten

LWL-Pflegezentrum Dortmund

Zertifikate überreicht

Insgesamt zwölf Dortmunderinnen und Dortmunder haben am Kursus „Wenn das Gedächtnis nachlässt“ teilgenommen, um als Angehörige von Menschen mit Demenz mehr über den Umgang mit den Erkrankten zu lernen. Ein wichtiger Aspekt der Schulungsreihe war, als Pflegender für die eigene Entlastung zu sorgen, denn eine tagtägliche Pflege ist körperlich und geistig kräftezehrend.

Nach den acht Schulungsabenden wollen die Teilnehmer jetzt eine Angehörigengruppe gründen.
Als Anerkennung für die erfolgreiche Teilnahme an der Schulungsreihe verteilte Kursleiterin Hanna Schlagner (Dipl. Sozialarbeiterin) Rosen an die Teilnehmer sowie ein Zertifikat  (Foto).
Die Schulungsreihe wurde in Zusammenarbeit mit der Barmer-Pflegekasse und dem Institut „Wörheide – Konzepte rund ums Altern“ angeboten.