LWL-Klinik Dortmund
Angehörigengruppen in der Gerontopsychiatrie
In den Angehörigengruppen der Abteilung Gerontopsychiatrie treffen sich regelmäßig nahe stehende Personen der zur Zeit stationär, teilstationär oder ambulant behandelten oder auch ehemaligen PatientInnen mit Mitgliedern des Pflegeteams und anderer Berufsgruppen.
Ziel ist es, „der besonderen Situation von Angehörigen Rechnung zu tragen, die oft gekennzeichnet ist von Schuld, Scham, Angst und Ausweglosigkeit“. Durch den gemeinsamen Erfahrungsaustausch der Angehörigen untereinander und der Anleitung bzw. Ratgebung durch die ModeratorInnen, soll den Betroffenen die Möglichkeit zum Austausch und Entlastung gegeben werden. Angehörigengruppe bedeutet ebenfalls eine „Öffnung des Krankenhauses“. Jeweils ein/e MitarbeiterIn des Pflegeteams und ein/e MitarbeiterIn einer anderen Berufsgruppe (ärztlicher Dienst, Sozialdienst) begleiten die Angehörigengruppe.
Einladungen werden gegenüber den Angehörigen persönlich ausgesprochen. Oft sind die Termine einem inhaltlichen Schwerpunkt gewidmet, zu welchem MitarbeiterInnen der Klinik mit einem Referat einleiten. Die Themen werden in einem Vorausplan auf den Gerontopsychiatrischen Stationen der Klinik und in der Gerontopsychiatrischen Tagesklinik bekannt gegeben Nach Begrüßung und einleitendendem Referat. besteht reichlich Gelegenheit, das Schwerpunktthema im gemeinsamen Gespräch zu vertiefen. Darüber hinaus soll der weitere Ablauf des Treffens dem offenen, inhaltlich nicht gebundenen Austausch vorbehalten bleiben.
Wichtige Inhalte der Gruppengespräche sind:
- ähnliche Situationen und Belastungen der anderen Teilnehmer zu erfahren
- Überforderungssituationen reflektieren und eigene Spannungen evtl. reduzieren
- Schuldgefühle abbauen und sich gegenseitig unterstützen
- Orientierungshilfen im Umgang mit psychisch Kranken erfahren
- Informationen bezüglich der pflegenden Betreuung (Ziele/Inhalte) erhalten
- Vereinsamung abbauen und ein Solidaritätsgefühl entstehen lassen, welches neue Außenkontakte ermöglicht
Aufgrund des Datenschutzes erfolgt keine Dokumentation der Gespräche. Es besteht für alle Teilnehmer Schweigepflicht!

