Elektrokonvulsionstherapie

Elektrokonvulsionstherapie (EKT)

Durch eine kurze elektrische Reizung wird bei der Elektrokonvulsionstherapie (EKT), nur in Narkose und unter medikamentöser Entspannung der Muskulatur, ein generalisierter Krampfanfall ausgelöst.  Durch EKT werden neurochemische Veränderungen verschiedener Botenstoffe im Gehirn ausgelöst.  Bei richtiger Indikation stellt sie eine schnelle und sehr häufig wirksame Therapieform dar. Manchmal kann sie lebensrettend sein.

Am häufigsten wird die EKT bei schweren Depressionen, bei bestimmten, schweren Verlaufsformen der Psychosen aber auch bei manischen Zuständen, eingesetzt. Immer dann, wenn Behandlungen mit Psychopharmaka keinen Erfolg gebracht haben oder es Unverträglichkeitsreaktionen auf Medikamente gegeben hat kann EKT bevorzugt angewendet werden.

Die Wirkungsweise der EKT ist noch nicht abschließend geklärt. Wir wissen, dass es nach der EKT zu zahlreichen neurochemischen Veränderungen im Gehirn kommt. Die Neusynthese von Botenstoffen wird angeregt, die Andockstellen für diese Botenstoffe werden vermehrt und die Bindungsstärke der Botenstoffe wird erhöht.

Die EKT, die immer in einer Kurznarkose erfolgt, wirkt nach mehreren (meist acht bis zwölf) Behandlungen, die in der Regel im Abstand von zwei bis drei Tagen durchgeführt werden. In der LWL-Klinik Dortmund werden EKT-Behandlungen ausschließlich von qualifizierten Fachärzten und Anästhesisten und nur bei stationären Patientinnen und Patienten durchgeführt. Nach der Behandlung werden sie fachärztlich und pflegerisch überwacht.

Unmittelbar nach der Behandlung können neben leichten Kopfschmerzen leichte Störungen der Orientierung, der Aufmerksamkeit und der Gedächtnisleistung auftreten. Sie klingen in der Regel rasch ab. Selten werden unmittelbar nach der Behandlung neurologisch bedingten Sprachstörungen, eine Sprachlosigkeit, eine Störung der willkürlichen Bewegungsabläufe oder eine Störung des Erkennens beobachtet. Sie bilden sich immer zurück. Sehr selten berichten Patientinnen und Patienten von einer leichten Übelkeit oder von Erbrechen.

Von betroffenen Patientinnen und Patienten wird die EKT-Behandlung im Nachhinein meist als gut wirksam und positiv bewertet.

Hier finden Sie vertiefende Informationen der Bundesärztekammer: http://www.bundesaerztekammer.de/downloads/EKT.pdf