Strukturierter Qualitätsbericht
für das Berichtsjahr 2004
gemäß § 137 Abs. 1 Satz 3 Nr. 6 SGB V
für nach § 108 SGB V
zugelassene Krankenhäuser
Stand: 15.08.2005
Herausgeber:
Betriebsleitung der Westfälischen Klinik Dortmund
Marsbruchstraße 179
44287 Dortmund

Westfälische Klinik Dortmund
Marsbruchstraße 179 Postfach 41 03 45
44287 Dortmund 44273 Dortmund
wzdortmund@wkp-lwl.org
www.psychiatrie-dortmund.de
Das Institutionskennzeichen lautet 260 590 275
Die WK Dortmund ist eine Einrichtung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ist eine öffentlich-rechtliche Körperschaft mit Sitz in Münster.
Die WK Dortmund ist Akademisches Lehrkrankenhaus und Universitätsklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum.
Zum
Stichtag 31.12. 2004 betrug die Bettenanzahl
536
Im Jahr 2004 wurden 6.798 stationäre und 9.247 ambulante Fälle behandelt.
|
FA-Kode § 301 SGB V |
Name der Fachabteilung |
Zahl der Betten |
Zahl der stationären Fälle |
HA (Hauptabteilung) oder BA (Belegabteilung) |
Ambulanz ja/nein |
|
2900 |
Allgemeine Psychiatrie |
492 |
6.590 |
HA |
ja |
|
3100 |
Psychosomatik/ Psycho- therapie |
44 |
260 |
HA |
ja |
Für die Psychiatrie wird noch nicht nach dem DRG-System abgerechnet. Die wichtigsten Diagnosen für die Fachrichtung werden auf Seite 12 dargestellt.
Die „Westfälische Klinik Dortmund – Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin“ ist ein Krankenhaus des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Sie hat den Pflichtversorgungsauftrag für die Stadt Dortmund (ohne Stadtbezirke Hombruch, Lütgendortmund und Stadtteil Kirchlinde) sowie für den Kreis Unna. Das Versorgungsgebiet umfasst insgesamt ca. 900.000 Einwohner. Neben vier Abteilungen der Fachrichtung „Allgemeine Psychiatrie“, zu der auch eine Abteilung für Suchtmedizin und eine Abteilung für Gerontopsychiatrie zählen, wird auch die Disziplin „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“ geführt.
Die WK Dortmund bietet eine regionale und gemeindenahe psychiatrische, psychotherapeutische und psychosomatische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Dortmund und des Kreises Unna in allgemein-psychiatrischen und spezialisierten Abteilungen und Stationen. Die Behandlungsangebote können auch von Kranken aus anderen Herkunftsgebieten in Anspruch genommen werden.
Im Rahmen des Versorgungsauftrages wird eine enge Zusammenarbeit mit allen ambulanten und komplementären Versorgungsanbietern der Region gepflegt. Schwerpunkt der WK Dortmund ist die Krankenhausbehandlung.
Die voll- oder teilstationäre Krankenhausbehandlung wird durch das Angebot der ambulanten Behandlung durch die fachlich gegliederte Institutsambulanz der WK Dortmund abgerundet. Eine medizinische Rehabilitationsbehandlung Alkoholkranker sowie stationäre Eingliederungshilfe im Westfälischen Wohnverbund Dortmund und stationäre Pflege im Westfälischen Pflegezentrum Dortmund werden angeboten.
Die WK Dortmund trägt dafür Sorge, dass die Patienten, die keiner stationären Behandlung mehr bedürfen, durch gemeindenahe Beratungs-, Behandlungs- und Betreuungsangebote angemessene Unterstützung finden.
Alle anerkannten anamnestischen und diagnostischen Methoden zur Befunderhebung und Behandlungsplanung werden angewendet. In allen Abteilungen findet die multimodale Therapie der jeweils vorliegenden psychischen Erkrankung statt als bedarfsorientierte und patientengerechte Kombination aus Psychopharmakologie, Psychotherapie, Soziotherapie, Sozialarbeit, Ergotherapie, Bewegungstherapie und Kunsttherapie.
Für alle Patientinnen und Patienten werden ein Reihe von lebenspraktischen Angeboten vorgehalten:
|
Leistungsangebote |
|
|
|
|
·
Besuchsdienste |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Als psychiatrisches
Fachkrankenhaus besteht eine regionale Versorgungsverpflichtung für die Region
Dortmund (ohne Stadtbezirke Hombruch, Lütgendortmund und Stadtteil Kirchlinde)
sowie für den Kreis Unna.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie I
Institutsambulanz mit dem kompletten Spektrum der anerkannten allgemeinpsychiatrischen Versorgungsinhalte.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie II
Ambulantes Angebot in der
Mutter-Kind-Ambulanz für postpartal psychisch erkrankte Mütter (Depression,
Psychose).
Abteilung Suchtmedizin
Ambulante Gruppenangebote im Anschluss an stationäre Akutbehandlung.
Abteilung Gerontopsychiatrie
Gerontopsychiatrische Ambulanz mit Gedächtnissprechstunde und analytisch/ tiefenpsychologisch orientierter Gruppenpsychotherapie.
Abteilung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Die Abteilung bietet neben einer
psychosomatischen Ambulanz eine berufsgenossenschaftliche Spezialambulanz für
psychische Störungen nach Arbeitsunfällen sowie eine psychotraumatologische
Ambulanz.
Entfällt.
|
Leistungsbereich |
Vorhanden |
Verfügbarkeit 24 Stunden sichergestellt |
||
|
JA |
NEIN |
JA |
NEIN |
|
|
Elektroenzephalogramm
(EEG) |
X |
|
|
X |
|
Elektrokardiogramm
(EKG) |
X |
|
|
X |
|
Sonographie |
X |
|
|
X |
|
Elektrotherapie |
X |
|
|
X |
|
Unterwassermassage |
X |
|
|
X |
|
Röntgen |
X |
|
|
X |
|
Labor |
X |
|
X |
|
|
Lichtlampe |
X |
|
X |
|
Anmerkung: Die 24-Stunden Verfügbarkeit bezieht
sich nur auf den Standort der Einrichtung. Durch die dichte Versorgung mit
somatischen Krankenhäusern im Stadtgebiet sind alle diagnostischen
Versorgungsleistungen im Rahmen von Konsilen Tag und Nacht verfügbar.
|
Leistungsbereich |
|
|
Physiotherapie |
|
|
Ergotherapie |
|
|
Gruppenpsychotherapie |
|
|
Einzelpsychotherapie |
|
|
Psychoedukation |
|
|
Arbeitstherapie |
|
|
Kunsttherapie |
|
|
Soziotherapie, Sozialarbeit |
|
|
Bewegungstherapie |
|
|
Psychopharmakotherapie |
|
|
Verhaltentherapie |
|
|
Tiefenpsychologisch fundierte
Therapie |
|
|
Lichttherapie |
|
|
Traumatherapie |
Es werden in der Fachrichtung Psychiatrie vier Abteilungen geführt. Die ärztliche Leitung wird durch den Ärztlichen Direktor, Herrn Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Sprick sowie die jeweiligen Chefärztinnen und Chefärzte der Abteilungen wahrgenommen.
Abteilung „Allgemeine Psychiatrie I“ für das Versorgungsgebiet Dortmund
Chefarzt: Herr Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Sprick, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychologischer Psychotherapeut, Dipl.- Gesundheitsökonom (Oec.-med.).
Leiter des Pflegedienstes der Abteilung: Herr Ernst Goebbels.
Abteilung „Allgemeine Psychiatrie II“ für das
Versorgungsgebiet
Kreis Unna
Chefärztin: Frau Petra Bösser, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.
Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung: Frau Annette Enste.
Abteilung „Suchtmedizin“
Chefarzt: Herr PD Dr. Gerhard Reymann, Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Psychotherapeutische Medizin, Psychotherapie.
Leiter des Pflegedienstes der Abteilung: Herr Axel Schröder-Bergstermann.
Abteilung „Gerontopsychiatrie“
Chefärztin: Frau Petra Dlugosch, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie.
Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung: Frau Petra Fröhlich.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie I (Dortmund)
Die Abteilung verfügt über zwei geschützte und sechs offene Stationen, eine Tagesklinik und die Institutsambulanz. Die Indikationen sind Krisen bei belastenden Lebensereignissen, Suizidale Krisen, depressive Erkrankungen, Manien, psychotische Störungen, Angst- und Zwangserkrankungen sowie Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen.
Der therapeutische Ansatz ist multimodal und umfasst eine Pharmakotherapie nach modernsten Gesichtspunkten, verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische und familientherapeutische Psychotherapie, Soziotherapie (Gestaltung des Alltags) und Sozialarbeit, Psychoedukation, Selbstsicherheitstraining, Entspannungsverfahren, Sport- und Bewegungstherapie, Ergo- und Kunsttherapie, Tanztherapie und Arbeitstraining. Ferner wird eine Psychoedukation für Angehörige sowie angeboten.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie II (Kreis Unna)
Die Abteilung verfügt über zwei geschützte und drei offene Stationen, eine Mutter-Kind-Ambulanz für postpartal psychisch erkrankte Mütter und eine Tagesklinik in der Stadt Lünen.
Die Indikationen sind Persönlichkeitsstörungen, Akute Belastungsstörungen, Psychosen, Affektive Erkrankungen, Verhaltensstörungen, Akute suizidale Krisen.
Schwerpunkte der therapeutischen Angebots sind Einzel- und Gruppentherapie, Kunsttherapie, Bewegungstherapie, Psychoedukation, Milieu-, Soziotherapie, Sozialarbeit und Arbeitstraining. Speziell für Angstpatienten werden Trainingsgruppen angeboten.
Abteilung Suchtmedizin
Die Abteilung
behandelt schwerpunktmäßig Patienten mit Alkoholabhängigkeit, Medikamentenabhängigkeit
sowie Drogensucht (Illegale Drogen). Die Stationen für die Behandlung
Alkohol-/Medikamentenabhängige sowie die von Abhängigen illegaler Drogen sind
getrennt.
Die Therapie umfasst Einzel- und
Gruppentherapie, Gruppenpsychotherapie, Gruppenpflege, Sozialarbeit,
Bewegungstherapie, Ergotherapie, Psychoedukation z.B. zum Gesundheitsverhalten.
Es wird ein umfassender Labor-Check zur Hepatitis-C-Serologie sowie Luesprophylaxe
angeboten.
Mit den Selbsthilfegruppen wird eng
kooperiert. Auch mit komplementären Einrichtungen der Suchthilfe in der Region
bestehen Kooperationsverträge und dadurch bewährte Zusammenarbeit.
Es können sich auch Paare in die
Akutbehandlung „Drogen“ begeben.
Abteilung Gerontopsychiatrie
Die Abteilung Gerontopsychiatrie behandelt
ab dem 60. Lebensjahr das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen. Zu einer
stationären Aufnahme führen schwerpunktmäßig tiefe Depression, akute psychotische
Phänomene mit wahnhafter Verkennung, Verwirrtheitszustände unklarer Genese,
Unruhezustände
oder Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus bei Demenzerkrankungen sowie Entzugssymptomatik
bei sekundärer Suchterkrankung.
Das Therapieangebot umfasst Pharmakotherapie, Einzel- und Gruppengespräche, Psychotherapie (tiefenpsychologisch fundiert und verhaltenstherapeutisch), Kunsttherapie, Ergotherapie, Sozialarbeit, Orientierungs- und Hirnleistungstraining, Krankengymnastik, Entspannungsübungen, Balneotherapie, „Snoezelen“, Lichttherapie, Psychoedukation sowie soziotherapeutische Angebote.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie I (Dortmund)
Für
depressive Erkrankungen sowie für Patienten, die sowohl an einer Psychose wie
gleichzeitig auch an einer Sucht erkrankt sind, bestehen jeweils eigene Stationen.
Abteilung Allgemeine Psychiatrie II (Kreis Unna)
Es wird eine Mutter-Kind-Ambulanz angeboten für postpartal psychisch erkrankte Mütter.
Ein weiteres spezialisiertes Angebot richtet sich an Patienten mit Intelligenzminderung und Entwicklungsstörungen in Verbindung mit einer psychiatrischen Erkrankung.
Abteilung Suchtmedizin
Die stationäre Akutbehandlung umfasst eine
Krisenintervention zur Notfallbehandlung sowie das therapeutische Konzept der
Qualifizierten Akutbehandlung (Entzug), die weiterreichende und motivationsfördernde
suchtmedizinische Behandlungsziele umfasst.
Die mittel- und langfristigen
Behandlungsangebote gliedern sich in die Krankenhausbehandlung chronisch- und
mehrfachgeschädigter Abhängigkeitskranker, in medizinische Rehabilitation und
tiefenpsychologisch sowie verhaltenstherapeutisch orientierte Psychotherapie.
Abteilung Gerontopsychiatrie
Eine Tagesklinik und die Gedächtnissprechstunde innerhalb einer stetig
anwachsenden Ambulanz ergänzen das stationäre Angebot von drei Stationen. Eine
Station ist auf die Behandlung von Depressionen im Alter spezialisiert. Es besteht
eine Kooperation mit der Stadt Dortmund im Demenz-Servicezentrum (Modellprojekt
des Landes).
Ein besonderes Leistungsangebot der
Fachrichtung Allgemeine Psychiatrie ist die Zentrale Arbeitstherapie mit
Arbeitstraining in eigenen Werkstätten.
Durch die von der WK Dortmund ebenfalls unterhaltenen Einrichtungen des
Wohnverbundes, des Pflegezentrums sowie einer engen Kooperation mit dem
Psychosozialen Trägerverein (PTV) im betreuten Wohnen existiert eine enge
Verzahnung mit dem komplementären Bereich.
Abteilung „Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“
Chefarzt: Herr Prof. Dr. med. Stephan Herpertz, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Facharzt für Innere Medizin.
Leiterin des Pflegedienstes der Abteilung: Frau Gudrun Christiane Scheidler.
Die Abteilung ist in zwei Stationen gegliedert. Die
Behandlungen erfolgen im gesamten Spektrum der Psychosomatischen Medizin und
Psychotherapie nach einem psychodynamischen und verhaltenstherapeutischen
Ansatz und umfassen Einzelpsychotherapie, Gruppenpsychotherapie, störungsspezifische Gruppenpsychotherapie,
Psychoedukation, Kunsttherapie, Konzentrative Bewegungstherapie, Ergotherapie,
Sozialarbeiterische Beratung. Die Familie bzw. Partner werden in die Behandlung
einbezogen.
Die Abteilung ist akademisches Lehrkrankenhaus und Universitätsklinik Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Ruhr-Universität Bochum.
Es werden spezialisierte Behandlungskonzepte für Angststörungen, posttraumatische
Belastungsstörungen, Schmerzstörungen, Ess-Störungen, Störungen der
Krankheitsverarbeitung, Persönlichkeitsstörungen sowie für depressive Störungen angeboten.
Die Fachabteilung kooperiert mit der Studentenberatung der
Universität Dortmund und mit dem Klinikum Dortmund gGmbH im Bereich Psychodiabetologie
und Konsiliardiensten.
Neu aufgebaute Leistungsangebote sind die psychosomatische Betreuung von Spitzensportlern des Olympiastützpunktes Dortmund und die psychotraumatologische Ambulanz.
Für die Psychiatrie wird noch nicht nach dem DRG-System abgerechnet. Die wichtigsten Diagnosen siehe nächster Abschnitt.
1. Fachrichtung
„Psychiatrie“
|
Rang |
ICD-10 3-stellig |
Bezeichnung |
Fallzahl |
|
1 |
F10 |
Störungen durch Alkohol |
1.539 |
|
2 |
F20 |
Schizophrenie |
946 |
|
3 |
F32 |
Depressive Episode |
581 |
|
4 |
F19 |
Störungen durch multiplen
Substanzgebrauch |
531 |
|
5 |
F25 |
Schizoaffektive Störungen |
400 |
|
6 |
F33 |
Rezidivierende
depressive Episode |
385 |
|
7 |
F43 |
Reaktionen auf schwerwiegende
Belastungen, |
300 |
|
8 |
F11 |
Störungen durch Opioide |
251 |
|
9 |
F60 |
spezifische Persönlichkeitsstörungen |
216 |
|
10 |
F05 |
Delir, nicht durch Alkohol / sonst.
psychotrope Substanzen |
196 |
2. Fachrichtung
„Psychosomatik und Psychotherapie“
|
Rang |
ICD-10 3-stellig |
Bezeichnung |
Fallzahl |
|
1 |
F32 |
Depressive Episode |
66 |
|
2 |
F50 |
Essstörungen |
47 |
|
3 |
F33 |
Rezidivierende
depressive Episode |
33 |
|
4 |
F41 |
sonstige Angststörungen |
22 |
|
5 |
F60 |
spezifische Persönlichkeitsstörungen |
22 |
|
6 |
F45 |
somatoforme Störungen |
15 |
|
7 |
F43 |
Reaktionen auf schwerwiegende Belastungen,
Anpassungsstörungen |
12 |
|
8 |
F40 |
phobische Störungen |
9 |
|
9 |
F98 |
sonst. Verhaltens- u. emotionale
Störungen mit Beginn in der Kindheit |
7 |
|
10 |
F44 |
dissoziative Störungen |
5 |
Hauptdiagnose gemäß der jeweils geltenden Fassung der Deutschen Kodierrichtlinien.
In der WK Dortmund werden keine Eingriffe und Operationen durchgeführt.
In der WK Dortmund werden keine Eingriffe und Operationen durchgeführt.
In der WK Dortmund werden keine Eingriffe und Operationen durchgeführt.
Die Anzahl der Behandlungen in der psychiatrischen Institutsambulanz (§ 118 SGB V) betrug im Jahr 2004 9.247 Fälle.
Personalqualifikation bei den Ärztinnen und Ärzten zum Stichtag 31.12.2004:
|
FA-Kode § 301 SGB V |
Fachabteilung |
Anzahl der beschäftigten Ärzte insgesamt*) |
Anzahl Ärzte in Weiterbildung |
Anzahl Ärzte
mit abgeschlossener Weiterbildung |
|
2900 |
Allgemeine Psychiatrie |
62 |
33 |
29 |
|
3100 |
Psychosomatik/ Psychotherapie |
8 |
5 |
3 |
|
|
Gesamt |
70 |
38 |
32 |
Anmerkung: Die weiteren für die Behandlung unabdingbaren Berufsgruppen wie Psychologinnen/ Psychologen und Pädagoginnen/Pädagogen, die nonverbalen Therapeutinnen/Therapeuten (Ergo-, Bewegungs-, Kunsttherapie u. a.) sowie die Beschäftigten des Sozialdienstes sind gemäß der Berichtsvorgabe nicht aufgeführt. Sie umfassen insgesamt. rund 70 Personen
Weiterbildungsbefugnis:
Insgesamt verfügen drei Ärztinnen/ Ärzte über die Weiterbildungsbefugnis
im Fachgebiet Psychiatrie und Psychotherapie.
Personalqualifikation im Pflegedienst zum Stichtag 31.12.2004:
|
FA-Kode § 301 SGB V |
Fachabteilung |
Anzahl der beschäftigten Pflegekräfte insgesamt |
davon examiniert (3 Jahre) |
davon mit entspr. Fach- weiterbildung (3 Jahre plus Fachweiterbildung) |
Anteil Krankenpflege-helfer/-in (1 Jahr) |
|
2900 |
Allgemeine Psychiatrie |
320 |
96,25 % |
10% |
2,5 % |
|
3100 |
Psychosomatik/ |
14 |
100% |
7,14% |
0% |
|
|
Gesamt |
334 |
96,4% |
9,88% |
2,4% |
Anmerkung In der Aufstellung nicht enthalten sind Fortbildungen "Leitung einer Pflegeeinheit/Station", Fortbildung zur "Suchtschwester/-pfleger", „Sozialtherapeutische Weiterbildung zur "Fachkraft im Maßregelvollzug" sowie Fortbildung "Mentor/in".
Die externe Qualitätssicherung nach § 137 SGB V bezieht sich auf operative Eingriffe und Maßnahmen, die in der WK Dortmund nicht durchgeführt werden. Deshalb erfolgt hier keine Darstellung.
In der WK Dortmund werden keine ambulanten Operationen durchgeführt.
Siehe C-1.
Für die psychiatrische Versorgung bestehen zur Zeit noch keine Disease-Management-Programme.
Für die psychiatrische Versorgung bestehen zur Zeit noch keine Vereinbarungen zu Mindestmengen.
Siehe C-5.1
1. Unsere Kernprozesse
Kernprozess
ist die Behandlung psychisch akut-kranker Patientinnen und Patienten sowie die
Betreuung von psychisch behinderten oder entwicklungsgestörten Menschen vorwiegend
aus der Region Dormund und Unna. Die Einrichtung ist überregional offen.
Gemeinsame Arbeitsgrundlage ist ein mehrdimensionales Krankheitskonzept auf der Basis
des biopsychosozialen Modells. Dieses berücksichtigt die
Wechselwirkung von biologischen, psychologischen, personalen, interpersonalen,
sozialen und soziokulturellen Dimensionen im Krankheitsverlauf und im Behandlungsprozess.
Die Behandlung ist grundsätzlich multiprofessionell, d. h. die Behandlungs- und
Betreuungsteams setzen sich aus den verschiedenen therapeutischen und
pflegerischen Berufsgruppen zusammen.
Unser Handeln orientiert sich an den Leitlinien und Standards der
Fachgesellschaften. Den Fortschritt in der Medizin, Pflege und Betreuung
greifen wir unmittelbar auf. In der Behandlung berücksichtigen wir auch
zunehmend besondere Interessen und Bedürfnissen unseres Klientels, was ihren
kulturellen und sozialen Hintergrund betrifft.
2. Werte der Toleranz
Grundlage unseres therapeutischen Denkens und Handelns ist ein von
Respekt und Achtung geprägtes Menschenbild. Psychisch erkrankte Menschen sind
besonders verletzlich. Sie brauchen eine stabile therapeutische Beziehung, die
Sicherheit gibt, Ängste nimmt und Vertrauen schafft. Dieses therapeutische
Beziehungsangebot soll unaufdringlich sein. Ziel ist - neben Heilung,
Besserung, Linderung oder Verhütung einer Verschlimmerung der Beschwerden -
auch die gesunden Anteile der Patientinnen und Patienten oder Bewohnerinnen und
Bewohner zu fördern.
Unsere Werte verpflichten uns auf Toleranz und Verständnis für
abweichendes Verhalten und das Denken und Empfinden psychisch gestörter Menschen.
Maßgaben sind Einfühlungsvermögen und Konfliktfähigkeit, Offenheit und Respekt.
Zur
Vermittlung dieser Werte haben wir uns ein Leitbild gegeben, das Basis unseres
Handelns ist. Es ist damit auch Grundlage des Führens und Anleitens von
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
3. Unsere Verantwortung für die Region
Die WK Dortmund ist Teil der regionalen psychiatrischen,
psychotherapeutischen und psychosomatischen Versorgung. Es gehört zu unserer
Aufgabe, die psychosoziale Versorgung in der Region aktiv mit zu
gestalten. Der Schwerpunkt der differenzierten Behandlungsangebote liegt in der
Krankenhausbehandlung. Diese wird ergänzt durch ambulante Behandlung,
Rehabilitation, Förderung, Pflege und Wohnverbund. Unser Ziel ist, Partner für
die gesamte psychiatrische Leistungskette zu sein.
Unser Handeln richtet sich auch auf die Bedürfnisse der Region aus. So
antworten wir mit unseren Leistungsangeboten z. B. auf die Entwicklung der
Bevölkerungsstruktur mit der Ausweitung und Differenzierung der gerontopsychiatrischen
Versorgung, wir haben die Notfallversorgung der Region übernommen und stellen
uns auch besonderen Problembereichen wie dem Umgang mit illegalen Drogen.
Mit der Dezentralisierung unserer Versorgung durch Dependancen,
Vor-Ort-Tageskliniken und kleinen Einheiten setzen wir das Konzept einer wohnortnahen
Versorgung um. Unsere Arbeit zielt darauf, der Bevölkerung eine integrierte,
möglichst niedrigschwellige Versorgung anzubieten. Wir verstehen uns als Teil
des regionalen Netzwerkes der psychiatrischen Versorgung.
4. Unsere Kundenbeziehungen
Wir erbringen unsere Leistungen in einem Spannungsfeld unterschiedlicher
Nachfragen. Gegenüber unseren Patientinnen und Patienten, Bewohnerinnen und
Bewohner sowie deren Angehörigen und Betreuern sind wir ein vertrauensvoller
Partner, der auch in konfliktreichen Beziehungen die Würde der Patientinnen und
der Patienten achtet.
Wir
verpflichten uns darauf, die Interessen der Region, der Kostenträger sowie der
Gesellschaft zu berücksichtigen. Wir
pflegen unsere Verflechtung mit der Gesellschaft über die Teilnahme am Netzwerk
von Institutionen der Politik, der Verbände, der Wissenschaft und von
Interessenvertretungen. Hier sind u.a. zu nennen: die Stadt Dortmund (Gesundheitsamt
und Sozialpsychiatrischer Dienst), die Vereinigung der Psychiatrie-Erfahrenen,
die Krankenkassen, der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK),
niedergelassene Fach- und Allgemeinärzte und die somatischen Fachkrankenhäuser
sowie Träger des Betreuten Wohnens, Tagesstätten, Altenheime und die Psychosoziale
Konferenz.
5. Wandel
Wandel
und Bewegung in der Gesellschaft spiegeln sich im Krankenhaus wider. Wir stellen
uns aktuellen Auseinandersetzungen und Innovationen in Kultur und Gesellschaft.
So fordert der zunehmende Wettbewerb der Leistungs- und Kostenträger im Sozial-
und Gesundheitswesen uns konstruktiv heraus. Wir nutzen dies als Chance für
höhere Wirtschaftlichkeit und mehr Transparenz,
Modernisierung und wachsendes Qualitätsbewusstsein. Innerhalb der
psychiatrischen Kliniken haben wir früh und umfassend auf die Informations- und
Kommunikationstechnologie gesetzt. Unser
Projekt „Ökoprofit“, in dem sich Wirtschaftlichkeit und Umweltbewusstsein
verbindet wurde ausgezeichnet. Um Synergien bei der Nutzung von Ressourcen zu
erreichen, kooperieren wir mit der Hans-Prinzhorn-Klinik Hemer in einem
regionalen Verbund. Mit bürgeroffenen Kulturveranstaltungen wie Ausstellungen,
Theateraufführungen oder jahreszeitlichen Festen und Symposien für das
Fachpublikum setzen wir den Dialog mit der Öffentlichkeit fort.
6. Menschen für Menschen
Als
eine Einrichtung, in der Menschen für Menschen heilend und helfend einstehen
und Beziehungsangebote machen, sind die Beschäftigten – als Einzelperson wie
als Teams – das Kernstück aller Behandlung und Betreuung.
Wir investieren in Supervision und intensive Fort- und
Weiterbildung. Betriebliche Gesundheitsförderung,
Erprobung geteilter Führung und flexible Arbeitszeitmodelle sind aktuelle
Beispiele einer offenen Organisationsentwicklung und anforderungerechten Personalentwicklung.
7. Entwicklung: Regionalisierung und
Differenzierung
Den Weg der Regionalisierung setzen wir in den nächsten Jahren mit einer
Tagesklinik und einer 60-Betteneinheit in der Kreisstadt Unna fort. Mit einer
weiteren gerontopsychiatrischen Tagesklinik mit Standort in Bergkamen werden
wir die Versorgung für ältere
psychiatrisch Erkrankte verbessern. Als weitere Neubauten sind eine allgemeinpsychiatrische
sowie eine suchtmedizinische Tagesklinik in Dortmund geplant. Behandlungsbedürftige
psychiatrische Erkrankungen können damit differenzierter versorgt werden.
Bei den Behandlungsangeboten setzen wir Schwerpunkte: in der
spezialisierten Behandlung von Depression sowie Doppel-Erkrankungen von Psychose
und Sucht.
(1) Die
Abstimmung innerhalb des LWL-PsychiatrieVerbundes erlaubt die
Entwicklung fundierter Vorgehensmodelle bei Fremd- und Selbstbewertungen.
Gemeinsame Plattform ist hier das Business-Excellence-Modell der European
Foundation of Quality Management (EFQM) und – bereits in einigen Kliniken
eingeführt –das krankenhausspezifische Zertifizierungsmodell „Kooperation für
Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen“ (KTQ).
Das Benchmarking zwischen den elf psychiatrischen Kliniken wird laufend erweitert.
Zur Zeit werden die Kennzahlen aus den gemeinsam eingesetzten
Erhebungsinstrumenten Patientenbefragung, Mitarbeiterbefragungen und Auswertung
zu den sog. „besonderen Vorkommnisse“ eingesetzt. Es besteht eine gemeinsame
Beschwerdestelle beim Träger und ein regelmäßiger Austausch zwischen den
hauptamtlichen Qualitätsmanagerinnen und Qualitätsmanagern der Einrichtungen.
(2)
Für das Qualitätsmanagement der WK Dortmund ist die
Betriebsleitung hauptverantwortlich. Sie wird unterstützt durch die Qualitätslenkungsgruppe
aus Mitgliedern des Führungskreises die die Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung
erörtert und steuert. Ein hauptamtlicher Qualitätsmanagementbeauftragter wirkt
vor allem als interner Prozessberater und Projektleiter. Wegen der zunehmenden
Anforderungen an das „Change-Management“ sind neue Funktionen der Personal- und
Organisationsentwicklung sowie zum Informations- und Kommunikationswesen
eingerichtet worden. In einem nächsten Schritt wird Projektverantwortung
systematisch an die dritte Führungsebene delegiert.
Inhaltliche
Schwerpunkte der nächsten Jahre sind:
-
die Evaluation der Depressionsbehandlung,
-
die Einführung eines Prozessmanagementmodells für die Behandlungssteuerung,
-
verbesserte Hotelleistung und Parkgestaltung,
- systematische Erhebung der Anforderungen der unterschiedlichen Kundengruppen der Einrichtung wie Patienten, Kostenträger, einweisende Ärztinnen und Ärzte.
Die Westfälische Klinik Dortmund hat sich im Berichtszeitraum an folgenden Maßnahmen zur Bewertung von Qualität bzw. des Qualitätsmanagements beteiligt (Selbst- oder Fremdbewertungen):
Im Jahr 2003 ist eine erste Selbstbewertung nach dem EFQM-Modell durchgeführt worden. Die zweite Selbstbewertung ist für 2005 geplant.
Das Umweltmanagement der Einrichtung wurde 2003 im Öko-Profit-Verfahren überprüft und hat die Auszeichnung als „Ökoprofitabler Betrieb“ erhalten.
Für die psychiatrische Versorgung sind noch keine Verfahren externer Qualitätssicherung nach § 137 SGB V vereinbart worden.
Die WK Dortmund beteiligt sich
jedoch an den Qualitätssicherungsverfahren innerhalb des Landschaftsverbandes
Westfalen-Lippe.
Siehe hierzu Abschnitt E-1.
Im Krankenhaus sind folgende ausgewählte Projekte des Qualitätsmanagements im Berichtszeitraum durchgeführt worden:
1. Einführung Krankenhausinformationssystem
Die WK Dortmund führt – in der Pilotfunktion für den LWL-PsychiatrieVerbund – seit 2003 ein Krankenhausinformationssystem (KIS) ein. Folgende Programmmodule werden bisher erfolgreich eingesetzt:
- Ein Modul zur dezentralen Eingabe von Aufnahmen, Verlegungen und Entlassungen für die Aufnahmeeinheit und die Stationen.
-
Die
Fachdokumentation von Medizin, Pflege, Sozialarbeit und nonverbalen Therapien.
- Das Management zu Patienten- und Abrechnungsdaten und der elektronische Datentransfer mit den Kostenträgern.
Das KIS stellt ein erhebliches Innovationsprojekt mit hohem Investitionsaufwand dar und betrifft alle Kernprozesse der Krankenhausbehandlung sowie die unterstützenden Prozesse zur Verwaltung, Abrechnung und Statistik. Mittlerweile sind alle fünf Krankenhausabteilungen mit 22 Stationen am Netz.
Der Einführungsprozess, die Praxistauglichkeit, der Nutzen und Entwicklungsbedarf wurden durch Gruppeninterviews evaluiert. Die für die Beschäftigten wichtigsten Verbesserungen durch das KIS betrafen die Lesbarkeit und Verfügbarkeit der Dokumentation sowie die Verbesserung des Berufsgruppen übergreifenden Informationsaustausches. Das KIS spielt heute eine wichtige Rolle bei einer stringenten Behandlungsplanung und dem fachlichen Controlling sowie der Reflexion der Beziehungen von Fachpersonal und Patienten.
In der Folge dieses Prozesses haben sich weitere Bereiche ebenfalls modernisiert. Es besteht heute eine Stabsgruppe Informations- und Kommunikationsmanagement und ein systematisches Änderungsmanagement zur fortwährenden Fehlerbereinigung und fachlichen Weiterentwicklung. Das IT-Schulungskonzept der Einrichtung gewährleistet einen hohen Benutzerstandard.
2. Substitutionsbehandlung illegale Drogen
Lünen
Aufgrund von Versorgungsengpässen in der Region übernahm die Suchtmedizinische Ambulanz im Oktober 2003 die Substitutionsbehandlung in den Räumen der DRK-Wache in der Stadt Lünen. Es erfolgte der Ausbau auf heute 70 substituierte Patienten, was zu einer deutlichen Entlastung der anfänglich angespannten Situation führte. So konnte u.a. die Wartezeit auf einen Behandlungsplatz erheblich gesenkt werden.
3. Öko-Profit
Die Westfälische Klinik wurde 2003 als Öko-Profitabler Betrieb ausgezeichnet. Es wurden ressourcenschonende Handlungsfelder erkannt und die Umsetzung von Einzelmaßnahmen helfen, Kosten zu minimieren und tragen dazu bei, die Umwelt z.B. durch Verringerung des CO² - Ausstoßes zu entlasten
4. Fachärztliche Besetzung und Neubau der
Zentralen Aufnahme
Die WK Dortmund hat ihre zentrale Aufnahme patientenorientiert gestaltet. Unter anderem wurden eine Zufahrt für Liegendkranke sowie Räume für Diagnostik geschaffen. Seit Juni 2004 ist die zentrale Aufnahme an Werktagen tagsüber durch einen Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie besetzt. Während dieser Zeiten finden ca. 2/3 der Aufnahmen statt.
Mit dem Umbau ist eine großzügige und freundliche Atmosphäre für die Patienten und die Angehörigen geschaffen worden. Die regulär einbestellten Patienten werden nun von den Notaufnahmen getrennt.
Durch die Präsenz eines Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie wird eine verbesserte Patientenversorgung erreicht. Nach der fachärztlichen diagnostischen Einschätzung wird dem Patienten rasch ein geeignetes Behandlungsangebot vermittelt.
Durch eine optimierte Zuordnung zu den diversen spezialisierten Behandlungen und Stationssettings werden die internen Verlegungen in den ersten Behandlungstagen minimiert.
Durch die personelle Kontinuität im fachärztlichen Dienst verbessert sich die Kooperation mit anderen Einrichtungen und den niedergelassenen Haus- und Fachärzte bei der Versorgung psychiatrischer Patienten.
5. Patientenbefragung
In der schriftlichen Befragung zur Patientenzufriedenheit werden anhand von 20 Fragen u. a. Themen des subjektiv erlebten Behandlungserfolges oder Zufriedenheit mit den Hotelleistungen erhoben. Frauen und Männer unterscheiden sich nur wenig in ihrem Antwortverhalten. Unterschiede gibt es aber in den Altersstufen und – wechselnd und nur selten statistisch signifikant – zwischen den Behandlungsbereichen. Wichtige Hinweise geben die Freitext-Antworten, in denen das Personal explizit gelobt wird, sich aber auch Kritik Luft macht. Kritik ist willkommen und zudem Behandlungsziel, wenn Patienten in ihrem Alltag berechtigte Interessen nicht erkennen und Ansprüche nicht anmelden können.
Bisherige Verbesserungsaktivitäten waren u. a. eine intensivere Aufklärung über die Wirkungen und Nebenwirkung von Medikamenten. Die Befragungsergebnisse haben auch einen Anteil an der Einführung der anspruchsvollen Prozessüberwachung bei der Speisenversorgung HACCP (Hazard Analysis and Critical Point System) - ein System zur Analyse und ggf. Korrektur von Gefahren und kritischen Punkten im Lebensmittel-Sicherheitsmanagement.
6. Demenz-Servicezentrum für die Region
Dortmund
Träger des Demenz-Servicezentrum für die Region Dortmund ist die Stadt Dortmund in Kooperation mit der Westfälischen Klinik Dortmund, Abteilung Gerontopsychiatrie. Das Demenz-Servicezentrum für die Region Dortmund wird im Rahmen der Landes-initiative „Demenz-Service NRW“ vom Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes Nordrhein-Westfalen und von den Pflegekassen gefördert. Das Dortmunder Zentrum ist Teil eines Netzwerkes von acht Beratungsstellen für Menschen mit Demenz in NRW und dem Kuratorium Deutsche Altershilfe in Köln.
Durch Wissenstransfer,
qualifizierte Beratung, Schulung von Angehörigen und Fachkräfte sowie durch den
Aufbau von neuen Hilfe- und Betreuungsangeboten werden betreuende Angehörigen
und Fachkräfte unterstützt.
Die Angebote werden in den einzelnen Stadtteilen, jeweils in den Städtischen Seniorenbegegnungszentren, eingerichtet. Betreuungsgruppen und Angehörigengruppen in Scharnhorst und Mengede haben bereits begonnen, auch Pflegekurse speziell zum Thema „Betreuung demenzkranker Menschen“ wurden abgehalten. Im Demenz-Servicezentrum werden regelmäßige Beratungszeiten angeboten.
Die Haus- und Nervenärzte wurden eingeladen, um den Austausch von ärztlicher Seite zu fördern. In Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe ist eine erste ärztliche Fortbildungsveranstaltung zum Thema Demenz durchgeführt worden, weitere Fortbildungen für Ärzte sind geplant. Diese und andere Aktivitäten finden schwerpunktmäßig zur Zeit noch in Dortmund statt, sollen jedoch soweit möglich auf den Einzugskreis des Demenz-Servicezentrums ausgedehnt werden.
7. Diabetes-Depressions-Studie (DIAD-Studie)
Patienten mit Diabetes mellitus
(„Zuckerkrankheit“) haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine zweifach
erhöhte Depressionsrate. Es ist gut
belegt, dass für depressive Diabetiker erhöhte Risiken bestehen, da sie die
Anforderung der Diabetestherapie in geringerem Umfang umsetzen als
nichtdepressive Diabetiker. In einem von der DGF geförderten Verbundprojekt (WK
Dortmund- Abteilung Psychosomatische Medizin, Diabetesklinik Bad Mergentheim,
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf,
Johannes Gutenberg-Universität Mainz) werden Therapieansätze für Patienten mit
Diabetes mellitus und Depression evaluiert. In der randomisierten
Kontrollstudie wird eine medikamentöse
und eine psychotherapeutische Behandlung verglichen: Zusätzlich zur
Diabetestherapie und –beratung wird bei einem Teil der Patienten eine medikamentöse
Behandlung mit einem modernen Antidepressivum (Wirkstoff Sertralin) eingesetzt,
bei dem anderen Teil eine kognitive Verhaltenstherapie. Von den Ergebnissen
erhofft man sich eine verbesserte Therapie für diese Patienten, bei denen massive
Versorgungsprobleme bestehen.
8. Aufbau Psychotraumatologische Ambulanz
Die WK Dortmund wurde durch das Ministerium für Gesundheit, Familie, Frauen und Soziales autorisiert, eine Traumaambulanz einzurichten. Die psychotherapeutisch-psychosomatische Traumaambulanz der Westfälischen Klinik Dortmund, Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Universitätsklinik der Ruhr-Universität Bochum, dient einer möglichst frühzeitigen qualifizierten Untersuchung, Beratung und Behandlung von psychisch traumatisierten Menschen. Sie richtet sich an Opfer sexualisierter, häuslicher und krimineller Gewalt, Unfallopfer, Opfer von Naturkatastrophen und Angehörige von Opfern.
Die Aufgaben umfassen die Psychodiagnostik (Interviews, Fragebögen) und Indikationsstellung für weiterführende psychotherapeutische Unterstützung. Weiterhin besteht die Möglichkeit zu ambulanter oder stationärer Krisenintervention sowie zur Durchführung stationärer Traumatherapie und Weitervermittlung in ambulante Psychotherapie.
Die Traumaambulanz schließt eine Lücke in der frühzeitigen Versorgung von Akut-traumatisierten. Die Traumaambulanz ist vernetzt mit der Polizei, dem Versorgungsamt und unterschiedlichen psychosozialen Einrichtungen.
Verantwortlich für den
Qualitätsbericht
Betriebsleitung der WK Dortmund
- Herr Heinz Camen, Pflegedirektor
- Herr Manfred Feistel, Kaufmännischer Direktor
- Herr Prof. Dr. Dr. Ulrich Sprick, Ärztlicher Direktor
Beauftragter für
Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung
Herr Stefan Bukies, Dipl. SozPäd. (Univ.), Organisationspsychologe
Tel: 0231/ 45 03 307
stefan.bukies@wkp-lwl.org
Links der Einrichtung:
mailto: wzdortmund@wkp-lwl.org
Homepage: www.psychiatrie-dortmund.de
Broschüren:
- Leitbild und Konzept der Westfälischen Klinik Dortmund
- Flyer für jede Abteilung