Veranstaltungsflyer

10. Dortmunder Symposium für Psychiatrie und Psychotherapie am 27.09.2014 von 9:00 Uhr bis 13:30 Uhr

Was ist heute zu berücksichtigen bei ... ?

Das Fach Psychiatrie und Psychotherapie muss sich entsprechend dem gesellschaftlichen Wandel immer neuen Herausforderungen stellen. Drei dieser Themen, die zunehmend Fragen aufwerfen, wollen wir uns beim 10. Dortmunder Symposium stellen und zur Diskussion einladen.

 

Prof. Dr. Hans-Jörg Assion (Ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Dortmund)

Dr. Thomas Finkbeiner (Ärztlicher Direktor Evangelischen Krankenhaus Lütgendortmund)

Dr. Harald Krauß (Chefarzt Marien-Hospital Dortmund)

Veranstaltungsort:

 

Pullmann Hotel Dortmund

Lindemannstraße 88

44137 Dortmund

10:00 Uhr Vortrag

Was ist heute bei der Therapie (komorbider) Störungen durch THC zu berücksichtigen?

Frau Prof. Dr. Euphrosyne Gouzoulis-Mayfrank, Chefärztin und Ärztliche Direktorin, LVR-Klinik Köln


Es ist zu beobachten, dass die THC-Konzentration in Drogen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und sich die dadurch bedingten psychischen Störungen ebenfalls verändert haben.

Frau Professor Gouzoulis-Mayfrank wird einen praxisorientierten Vortrag zu den symptomatischen Folgen des heute hochdosierten THC-Konsums und der sich daraus ergebenden therapeutischen Konsequenzen halten. Die Therapie und der Umgang im Patientenmanagement soll Schwerpunkt sein. Es wird auch auf die immer aktuelle Frage eingegangen, wie bei den größtenteils nur vordergründig motivierten, häufig komorbiden Patienten mit dem meist heimlichen THC-Konsum und Handel in Klinik und Praxis umgegangen werden kann.

10:45 Uhr Vortrag

Was ist heute in der Therapie von Männern zu berücksichtigen? (Am Beispiel der Depression)

Frau Prof. Dr. Anne-Maria Möller-Leimkühler, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Ludwig-Maximilians-Universität München

Männer sind in unserem Fachgebiet – sowohl als Patienten als auch auf Seiten der Therapeuten – deutlich unterrepräsentiert, haben wir da die falschen Konzepte? „Bloß kein Gequatsche, Tanzen oder Malen!“

Frau Professor Möller-Leimkühler wird einen praxisorientierten Vortrag zur Frage halten, welche Symptome psychische Erkrankungen bei Männern von denen bei Frauen maßgeblich unterscheiden, wie anders Männer mit ihrer Erkrankung umgehen und daher ärztlich-psychologischerseits angesprochen werden müssten und welche anderen therapeutischen Angebote unterbreitet werden sollten, um Männern mit psychischen Störungen besser gerecht zu werden.

12:00 Uhr Vortrag

Was ist heute beim Umgang mit Aggressionen und Gewalt zu berücksichtigen? (Am Beispiel der Schizophrenie)

Herr Prof. Dr. Dirk Richter, Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit, Bern, Schweiz.

In den letzten Jahren erlebten wir eine Zunahme von Aggression und Gewalt in der Gesellschaft, sowohl im Privatleben der Menschen als auch in der Öffentlichkeit und insbesondere in unseren Kliniken; dieses geht augenscheinlich mit einem abnehmenden Respekt der Menschen voreinander sowie gleichzeitig einer sinkenden gesellschaftlichen Toleranz einher, psychische „Andersartigkeit“ zu akzeptieren. Häufig erlebt sich unser Fachgebiet dann als „Reparaturbetrieb“ der sozialen Gegebenheiten.

Herr Professor Richter wird einen praxisorientierten Vortrag zur Frage des Umgangs mit Gewalt bei der Arbeit vor Ort, zum Schutz von Mitarbeitern und Patienten sowie der Vermeidung von Zwangsmaß-nahmen halten. Wo ist Deeskalation das Mit tel der Wahl, wo die klare Grenzsetzung? Worauf müssen wir uns einstellen und wie können wir dem – vielleicht bereits im Vorfeld stellen?

12.45 Uhr

Lunch Imbiss, Industrieaussstellung


Dr. Carola Dehmel

Psychopharmakologie Grundlagenseminar

Grundlagenseminar Psychopharmakologie
Moderation: Dr. Carola Dehmel
Leitung der Apotheke, LWL-Klinik Dortmund

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