Tatort Gehirn Titelseite

Landhaus Lesung

Hans-J. Markowitsch: Tatort Gehirn

Gibt es eine neurobiologische Ursache der Kriminalität? Was unterscheidet das Gehirn eines Amokläufers, eines Vergewaltigers vom Gehirn „normaler Menschen“?  Können bestimmte neurologische Störungen einen bislang harmlosen Menschen  zu einem Kriminellen machen?  Hans J. Markowitsch hat Antworten auf diese Fragen.

Er erläutert in seinem Buch mögliche fatale Auswirkungen von Stoffwechselstörungen, Tumoren oder Verletzungen des Gehirns auf das moralische Denken und Handeln. Bemerkenswert ist zudem, dass sich offensichtlich die Gehirne von Straftätern von den Gehirnen der durchschnittlichen Bevölkerung unterscheiden. Dabei können Störungen angeboren oder erworben sein.

Hirnforschung ist ein spannendes Feld, hier wird sie zum Krimi: Gibt es den Fingerabdruck eines Verbrechens im Gehirn? Neurowissenschaftler gehen dieser Frage auf den Grund und suchen im Gehirn nach dem Ort, an dem Kriminalität entsteht. Bahnt sich in Labors und Gerichtssälen eine Revolution an? Grund dafür ist die kriminalistische Hirnforschung, die mit Forschungsprogrammen und modernster Technik den Ursprung des Verbrechens untersucht. Ob es um Terroristenfahndung oder um neuropsychologische Gerichtsgutachten über Verbrecher geht, die gesellschaftliche Relevanz dieser Hirnforschung ist hoch. Und die ethischen Fragen, die sich aus ihr ergeben, sind gravierend: Lassen sich die neuen Forschungen für die Prävention von Verbrechen nutzen? Sollten wir das tun? Wie und in welchem Ausmaß? Mit vielen spannenden Fallbeispielen ist dieses Buch auf dem aktuellen Stand der Forschung.

Die Lesung wird um 19:00 Uhr am Dienstag, den 5. September 2017 im Sport- und Begegnungszentrum der LWL-Klinik Dortmund beginnen.

Wir freuen uns auf Sie.

Eintritt 6,00 €.

Der Vorverkauf wird etwa vier Wochen vor der Veranstaltung beginnen.