Cinematrie

Auch 2014 wird die Reihe Cinematrie fortgesetzt

Filmvorführung mit anschließendem Gespräch

ist das Konzept der Macher dieser Reihe. Die Seelsorge der LWL-Klinik Dortmund, als Organisator der Filmabende, ist ermutigt, nach den überaus positiven Erfahrungen der ersten beiden  Kinoabende, an denen "Das weiße Rauschen" und "Übergeschnappt" gezeigt wurden, weiterzumachen.

Tiefpunkte

2 - Langzeitdokumentation über zwei junge Frauen mit depressiven Störungen

am 6.11. 19.00 Uhr in der Auferstehungskirche.  

 

In diesem Film zeichnen zwei junge Frauen, die bereits seit Jahren unter Depressionen leiden, ihren individuellen Weg in das Erwachsenleben nach. Zu Beginn der Dreharbeiten im Januar 2010 ist Romina 15 und Michaela 18 Jahre alt. Beide haben an dem Film »Tiefpunkte« mitgewirkt und sich bereits 2009 mit der Kamera begleiten lassen.

Rominas Resümee des ersten Teils war, dass sie sich derzeit überhaupt nicht versteht. Doch bereits wenige Monate später wird deutlich, dass sie das selbst ändern will. Schritt für Schritt gelingt es ihr, die für ihre Erkrankung ursächlichen Konflikte in sich zu erkennen, durch Verstehen zu lösen und aufzuarbeiten. Auch ihre Ängste geht Romina immer offensiver an, findet mit 16 Jahren ihren ersten Freund und löst sich bald von ihrem Elternhaus. Immer wieder gibt es Krisen, doch diese gehören zum Prozess der Gesundung dazu. Anfang 2014 lebt sie seit einem Jahr in einer stabilen Partnerschaft, hat Pläne und Ziele und sieht optimistisch in die Zukunft.

Michaelas erstes Resümee war, dass sie ihr Schicksal meistert, weil sie hofft, dass es irgendwann besser wird. Ihr Weg in den folgenden Jahren ist ein stetiges Auf und Ab mit zahlreichen Klinikaufenthalten und Phasen hochgradiger Suizidalität. Lange Zeit prägen Selbstverletzungen, Essstörungen und Alkoholmissbrauch ihr Leben. Doch sie gibt nicht auf und schafft es Anfang 2014 tatsächlich, ihr Leben allmählich in die Hand zu nehmen. Mit 22 versteht sie, dass sie sich entscheiden muss, ob sie sich weiterhin an ihre Krankheit klammert oder ob sie sich selbst eine Chance zum Gesundwerden gibt.

Der Film ist ein Mosaik, skizziert Prozesse und ist somit keine umfassende Lebenserzählung. Die Perspektive verbleibt konsequent subjektiv, nur die Selbstwahrnehmung, das eigene Erzählen und Zeigen zählt. Die Teilnehmerinnen handeln im filmischen Kontext stets selbstbestimmt und gewähren somit tiefe Einblicke in innere seelische Prozesse. Romina und Michaela zeigen, wie zentral und bedeutsam das Wissen über sich selbst ist. Der Film macht Mut, sich dem eigenen Leben zu stellen und auch unter schwierigsten Bedingungen Wege ins Leben zu suchen und zu finden.

 

aus: http://www.medienprojekt-wuppertal.de/v_188

Vincent will Meer

am 05.03.2015 in der Auferstehungskriche

Robert Gellner, Lokalpolitiker schickt seinen Sohn Vincent in ein Therapiezentrum. Er leidet am Tourette-Syndrom. Die Symptome seines Sohnes sind ihm unangenehm, je peinlich. Unbeirrt kämpft Vincent dafür unabhängig, selbstständig zu bleiben. Er will selbst über sein Leben entscheiden. Dabei ist er nicht bereit das Anderssein zu verteufeln.

Gemeinsam mit dem Zwangneurotiker Alexander und der magersüchtigen Marie macht er sich auf dem Weg zum Meer. Vorher haben die Drei das Auto ihrer Therapeutin geklaut.....