Babak Rafati (Foto: Nehm)

Schiedsrichter Rafati zieht über 100 Besucher in seinen Bann

Wir sind mehr als unser Erfolg - viel mehr!

Der ehemalige FIFA und Bundesligaschiedsrichter, Babak Rafati, hat nicht aus seinem Buch „Ich pfeife auf den Tod! - Wie mich der Fußball fast das Leben kostete...“ vorgelesen, er hat erzählt: Von seiner Depression, von Mobbing im Spitzensport, von beruflichen Fehlern und den Folgen, den diese auch für die Seele nachsichziehen können – zumal, wenn man einen hohen Anspruch an sich selbst hat und  sich alleingelassen fühlt. Ein Leben im Visier der Öffentlichkeit. Mit öffentlicher Kritik in Fernsehreportagen „Der Schiedsrichter hat seine rote Karte wohl im Hotelzimmer vergessen“ und mit Ansagen von „Oben“: „Das Geschäft verbrennt Leute! Wir müssen gucken, was wir mit Dir machen...“.

Rafati hat nach seinem erschütternden Selbstmordversuch vor 4 ½ Jahren viel gelernt: Über den Umgang mit verletztem Stolz, die Wahrnehmung warnender Körpersignale und über die Akzeptanz der eigenen „Kopfkrankheit“ Depression. Probleme solle man loslassen, nicht festhalten! Nicht die Menschen ändern sondern die eigene Einstellung.

Im Publikum fand er viel Zustimmung. „Pfeifen Sie auf den Stress! Und nehmen Sie mich als Vorbild. Als Vorbild, wie man es NICHT machen soll!“

Dass er nach seinem Selbstmordversuch gerettet wurde und erfolgreich eine Therapie machen durfte, sei für ihn ein „Sechser im Lotto“!

Der Abend in der LWL-Klinik hat ihm ausgesprochen gut gefallen. Neben der technischen und räumlich Ausstattung war er vom Publikum begeistert! „Ein Besucher hat zu mir gesagt, er sei heute den ersten Tag als Patient in der Klinik. Und er könne sich für seinen Krankenhausaufenthalt keinen besseren Start vorstellen!“

Danke, Babak Rafati!

Wie immer: Landhaus Lesung gut besucht (Foto: Assion)