Dr. Petra Dlugosch beim big-talk

Informationen über Demenz

Beim „Big-Talk“ der BIG-Direktkrankenkasse in Dortmund hat Dr. Petra Dlugosch, die Chefärztin der Abteilung Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund, das Publikum ausführlich und anschaulich über Demenz und Alzheimer sowie über Behandlungsmöglichkeiten informiert. Wichtig sei eine genaue Diagnose, so Dlugosch. Eine Demenz äußerere sich manchmal genauso wie eine Schilddrüsenunterfunktion oder eine Depression. Da dürfe man nichts verwechseln.

Sie selbst hofft, dass irgendwann ein Impfstoff erfunden wird, um der Krankheit, die man bisher nicht heilen kann,  Herr zu werden. Das antwortete sie Werner Hansch auf die Frage, ob sie selbst damit rechne, evtl. einmal betroffen zu sein. Der legendäre Sportreporter führte sensibel und gut informiert durch den Gesprächsabend. In der prominent besetzten Gesprächsrunde befand sich auch Franz Müntefering. Der frühere SPD-Chef hat lange seine erste Ehefrau bis zu deren Tod gepflegt.

Einig waren sich alle Anwesenden: Der Wert der Pflege wird unterschätzt! Und das führt u.a. dazu, dass es für die Pflege von Menschen zu wenig Geld gibt. Werner Hansch und Franz Müntefering engagieren sich in der Rudi-Assauer-Initiative für einen besseren Umgang mit Demenzkranken in unserer Gesellschaft.

Bert Schulz vom Demenz-Servicezentrum für die Region Dortmund wies auf spezielle Angebote hin. So gibt es Kurse für Betroffene und Schulungen für pflegende Angehörige. Einer der Träger des Demenz-Servicezentrums ist die LWL-Klinik Dortmund, mit der das Büro auch eng zusammenarbeitet.