...und alle sind dabei

Pilgern mit Seelsorgerin Anke Thimm

Die Pfarrerin der LWL-Klinik Dortmund gab beim LWL-Pilgertag christliche Impulse 

Seit acht Jahren pilgern Patienten, Bewohner und Mitarbeiter aller LWL-Kliniken und –Wohnverbünde jeweils im September durch das Tecklenburger Land. 12 km auf dem Jakobsweg – von Lengerich nach Ladbergen.

120 Menschen gemeinsam unterwegs – mal fröhlich pfeifend, mal nachdenklich, mal bewegt von den christlichen Impulsen von Anke Thimm.

 

Nach ca. 2-3 Kilometern gibt es eine kleine Rast. Mit Jakobsbrötchen (die eine Bäckerei aus Lengerich extra für diesen Tag kreiert hat), mit Obst, Kuchen und Wasser und einem “Impuls”. So nennt Pfarrerin Anke Thimm ihre kleinen, motivierenden Ansprachen zwischendurch. Danach noch ein Lied – und dann geht´s weiter. “Ich möchte mit den Impulsen alle Menschen erreichen, ob sie krank sind oder gesund, ob sie Christen sind oder nicht.” Und das scheint ihr zu gelingen. Alle hören andächtig zu, singen mit so gut sie können und denken kürzer oder länger über “die Gefangenen Zions” nach, von denen sie entweder schonmal gehört und gelesen hatten oder eben nicht. Zum Mitnehmen gibt es das entsprechende Bibelzitat auf kleinen grünen Kärtchen, die das ZenTRO des LWL-Wohnverbundes Dortmund angefertigt hat. “Es geht heute um Lebensträume”, sagt die Seelsorgerin und zitiert Psalm 126,1 “... so werden wir sein wie die Träumenden” und vertieft sich darüber in ein Gespräch mit Markus Simon, ihrem Seelsorge-Kollegen aus Dortmund, der heute ebenfalls auf Pilgerpfaden wandelt. Und auch zum Träumen ist genug Zeit auf dem 12 km langen Pilgerweg. Sechs Stunden ist die große Gruppe unterwegs. Bei strahlendem Sonnenschein, mit vielen Pausen und Gesprächen. Und auch die „Schweige-Etappe“ wird tatsächlich extrem ruhig begangen.

Besonders bewegend war die Rast im herrlichen Garten des Heimatmuseums Ladbergen, in der Anke Thimm den “Impuls” von einer Leiter aus quasi “herunter schickte” und der “Ziel-Einlauf” in der St.-Christophorus-Kirche in Ladbergen, wo es neben einem kurzen Gottesdienst auch Suppe gab.

Fotos: Angelika Nehm