Janis Mc David mit Moderator Hans Joachim Thimm, Foto: Angelika Nehm

Janis McDavid in der Landhaus Lesung

"Machen Sie, mit etwas Mut, das scheinbar Unmögliche möglich",

so die Botschaft an seine 130 Zuhörerinnen und Zuhörer, die sich im Sport -und Begegnungszentrum der LWL-Klinik Dortmund einfanden, um aus dem Leben eines scheinbar behinderten Menschen mehr zu erfahren.Der 25-jährige Janis McDavid las aus seinem Buch: "Dein bestes Leben" über seinen ganz persönlichen Lebensweg. McDavid, ein Mensch mit besonderen Erfahrungen, denn er ist ohne Arme und Beine geboren. Welch ein Unglück mögen Sie denken, doch den Gästen der Landhaus Lesung präsentierte sich ein durch und durch selbstbewusster und keineswegs unglücklicher Mensch. Sein Patentrezept: Immer neugierig bleiben. Denn Neugierde, das wissen Psychiater, ist ein besonders hoher Anreiz fùr das interne Belohnungssystem, welches uns auf neue Herausforderungen einstimmt, weil es Glücksgefühle vermittelt.

Seine Besonderheit hat McDavid zu keinem Zeitpunkt davon abgehalten, schon als Kind erste Herausforderungen zu suchen.  So traute er sich im Alter von 11 Jahren, trotz seiner Behinderung erstmals ohne fremde Hilfe Schokolade zu kaufen. Mit zunehmenden Alter wurden seine "Ansprüche" größer, er bereiste die Welt. Jedes vermeintliche Hindernis betrachtet er als Ansporn. Die Skepsis seiner Umwelt, bezüglich seiner Fähigkeiten, spornt in geradezu an, neue Ziele zu erreichen.

Der Autor, gerade von einer Sitzung des Bundestagsausschusses für Arbeit und Soziales aus Berlin gekommen,  wo er als Sachverständiger die Interessen der Behinderten vertrat,  entließ das Auditorium nicht ohne einen Auftrag: "Es möge jeder von Ihnen dafür Sorge tragen, dass ein Bordstein für Rollstuhlfahrer abgesenkt wird."

Also, machen wir, mit etwas Mut, das scheinbar Unmögliche möglich.