Dr. Finkbeiner bedankt sich bei Frau Frau Navarro Urena für Ihren Vortrag

11. Dortmunder Symposium

Versorgungskonzepte auf dem Prüfstand

war das Thema des 11. Dortmunder Symposiums, das jährlich von den drei Dortmunder psychiatrischen Krankenhäusern ausgerichtet wird. Wie in jedem Jahr fand es auch dieses Mal im ehemaligen Pullman-Hotel (jetzt Arcadia) statt.

Der in Ingolstadt tätige Prof. Pollmächer erläuterte als Vorsitzender der Bundesdirektoren­konferenz (Verband der Leiterinnen und Leiter von psychiatrischen Fachkrankhäusern oder Fachabteilungen) seine nachvollziehbare Kritik an dem in Kürze geltenden Neuen Entgeltsystem.  Damit komme es zu einem Qualitätsverlust bei der stationären Versorgung von psychisch Erkrankten.

Besonders kritisch wertete er die geplante Auflösung einer bindenden Vorgabe für den Personalbestand in den Kliniken. Die sogenannte PsychPV wird absehbar nämlich keine Gültigkeit mehr haben. Pollmächer setzte dem Modell des Neuen Entgelts ein alternatives Finanzierungs­konzept entgegen. In einem aufwändigen Abstimmungsprozess wurde es mit zahlreichen Fach­verbänden erarbeitet. Das Konzept liegt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe derzeit zur Prüfung und Stellungnahme vor.

Über das Berliner Versorgungsnetz (PIBB) berichtete Frau Navarro Urena. Die Fachärztin und 2. Vorsitzende des Vereins für Psychiatrie und seelische Gesundheit erläuterte die Vorteile einer abgestimmten und vernetzten Versorgung. Bekanntermaßen sind die Wartezeiten für Patienten lang, die Behandlungszeiten hingegen kurz, sucht man nach fachärztlicher psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlung in der Hauptstadt. Die steigende Nachfrage nach Therapieplätzen legt ein koordiniertes Vorgehen nahe. In Berlin haben sich über 110 Nervenärzte und nahezu 50 Kliniker bzw. psychosoziale Träger zusammengeschlossen. Die Wirkung auf die Versorgungssituation ist überzeugend positiv.

Wiedermal eine gelungene Veranstaltung resümierten die Organisatoren der Tagung: Prof. Assion (LWL), Dr. Finkbeiner (Klinikum Westfalen) und Dr. Krauß (Marien-Hospital) wollen die traditionsreiche Veranstaltung im nächsten Jahr fortsetzen.

 

Das neue Modellprojekt in Bochum

Über ein innovatives Versorgungs- und Finanzierungsmodell, das übergreifend den stationären, teilstationären und ambulanten Sektor verbindet, berichtete Prof. Juckel aus seiner Bochumer LWL-Universitätsklinik. Die sektorübergreifende und damit Schnittstellen vermeidende Behandlung stellte er als wesentlichen Vorteil heraus. Das erfolgt ganz im Sinne der Betroffenen, die von einer Therapie aus einer Hand die Gewinner sein werden. Juckel  erläuterte eindrücklich die Chancen und Risiken, die mit einem solch aufwändigen Modellvorhaben verbunden sind.

Wiedermal eine gelungene Veranstaltung resümierten die Organisatoren der Tagung: Prof. Assion (LWL), Dr. Finkbeiner (Klinikum Westfalen) und Dr. Krauß (Marien-Hospital) wollen die traditionsreiche Veranstaltung im nächsten Jahr fortsetzen.