Veranstalter und Referenten von links Dr. Krauß, Prof. Assion, Prof. Dr. Möller-Leimkühler, Prof Gouzoulis-Mayfrank, Prof. Dr. Richter. Dr. Finkbeiner

10. Dortmunder Symposium für Psychiatrie und Psychotherapie

Ausgesprochen gute Resonanz

fand das 10. Dortmunder Symposium für Psychiatrie und Psychotherapie am 27.0.2014.  Die drei Dortmunder Psychiatrischen Kliniken/Abteilungen, vertreten durch deren Chefärzte, Herrn Prof. Dr. Assion, Herrn Dr. Krauß und Herrn Dr. Finkbeiner, hatten, wie immer, ein hochinteressantes Programm zusammengestellt und zu unterschiedlichen psychiatrischen Themen drei ausgewiesene Experten geladen. Sie erfüllten die gespannten Erwartungen der Teilnehmer voll und ganz und stellten sich nach ihren  anregenden Vortägen der ausführlichen Diskussion.

Herr Dr. Frank Renken bei seinen Grußworten

In ihren einleitenden Worten lobten Herr Dr. Krauß, als federführender Organisator des diesjährigen Symposiums und Herr Dr. Renken, stellvertretener Leiter des Dortmund Gesundheitsamtes, die  ausgesprochen gute und kollegiale Zusammenarbeit der drei Dortmunder psychiatrischen Kliniken. Sie findet ihren Ausdruck auch im Dortmunder Symposium, welches in diesem Jahr zum 10. Male stattfindet.

"Nicht nur die Patienten der Region sondern auch die Stadt Dortmund profitiert von der guten Koordination psychiatrischer Leistungen ihrer drei Kliniken", so Herr Dr. Renken.

Frau Prof. Möller-Leimkühler

Frau Prof. Dr. Anne-Maria Möller-Leimkühler, von der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Ludwig-Maximilian Universität München, zeigte in ihrem Vortrag eindrucksvoll auf, wie sehr Männer und Frauen sich in der Symptomatik einer Depression unterscheiden und stellte fest, dass weder ausreichende diagnostische noch therapeutische Instrumente für eine männergerechte Depressionsbehandlung zur Verfügung stehen.

Frau Prof. Gouzoulis-Mayfrank

Trotz hoher Rückfall- und Wiederkrankungsraten, trotz häufig nur vordergründig motivierter Patienten riet Frau Dr. Gouzoulis-Mayfrank, Ärztliche Direktorin der LVR-Klinik Köln, den Experten in ihren Bemühungen um die komorbiden Störungen mit THC-Konsum nicht nachzulassen. Sie zeigte auf, dass eine sehr früher Cannabis Konsum sich auf den Verlauf komorbider Störungen deutlich negativ auswirkt und forderte mehr Forschungsanstrengungen, um dieser Klientel zukünftig gerechter zu werden.

Herr Prof. Dr. Dirk Richter

Nach der kreativen Pause, in der alle Teilnehmerinnnen und Teilnehmer ausreichend Gelegenheit hatten, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen, zeigte Herr Prof. Dr. Dirk Richter von der Berner Fachhochschule, Fachbereich Gesundheit, wie man in psychiatrischen Kliniken und Institutionen dem Phänomen zunehmender Gewalt besser gerecht werden kann. Der schmale Pfad zwischen Deeskalation und Grenzsetzung im Umgang  mit Aggression wurde in der anschließenden Diskussion intensiv diskutiert.

Am Ende des Tages blickten Teilnehmer, Referenten und Organisatoren auf eine gelungene Veranstaltung zurück, die keine Fragen offen ließ und auf die Beteiligten durchaus anregend wirkte. "Mehr davon", war in Gesprächen der Teilnehmenden zu hören und wird den Organisatoren Mut machen, schon bald mit der Planung des 11. Dortmunder Symposiums zu beginnen.