Prof. Christoph Corell

Fachvortrag Schizophrenie

Rezidive schaden Schizophrenen langfristig

war das Credo von Prof. Christoph Corell aus New York, der in seinen Fachvortrag zur Schizophrenie-Behandlung in der LWL-Klinik Dortmund eindrucksvoll durch zahlreiche Studien belegte, dass sich mit jedem neuen Rezidiv nicht nur die Lebensqualität der Betroffenen verschlechtert, sondern die Ansprechbarkeit auf neuroleptische Medikation deutlich nachlässt.

Obwohl eine Depot-Medikation, so Corell, am Besten vor Rezidiven schützt, werden sie weltweit viel zu selten eingesetzt. Sein umfassender und überzeugender state of the art - Vortrag regte die Dortmunder Fachleute zu einer angeregten Diskussion an, welche auch nach der Veranstaltung andauerte. 


Prof. Hautzinger bei seinem Vortrag

Gerontopsychiatrisches Nachmittagssymposium

Über Aspekte der Altersmedizin

verständigten sich Fachleute der Region am 11. März 2015 mit namhaften deutschen Wissenschaftlern. In dem Nachmittagssymposium der Abteilung Gerontopsychiatrie sprach Prof. Dr. Martin Hautzinger, von der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, über Verhaltenstherapie bei Depressionen im Alter und machte mit seinem kurzweiligen Vortrag den Teilnehmern des Symposiums Mut, Psychotherapie bei alten Menschen zu wagen. Er skizzierte zu Beginn seines Vortrags die typische Situation alter Menschen, um dann sein spezielles verhaltenstherapeutswiches Konzept zu erläutern. 

Herr Dr. Stefan Schröder, Leitender Arzt des KMG Klinikums Güstrow, referierte über die Diagnostik von Demenz und ließ seine Zuhörerinnen und Zuhörer an seinen diagnostischen und differentialdiagnostischen Überlegungen teilhaben.

Mit dem Vortrag von Petra Koep, von der Firma Servier, über Antidepressiva in der Altermedizin, wurde das Nachmittagssymposium  abgerundet. 

 

Prof. Schreiber und Hartmut Reinhold

Fachvorträge in der LWL-Klinik Dortmund

Aktuelles aus der Depressionsforschung

erfuhren die zahlreichen Zuhörer in zwei Fachvorträgen. Prof. Schreiber aus Mainkofen ging auf die Grundlagen und Möglichkeiten der Verhaltenstherapie ein. Er erklärte die häufigsten Denkfehler und gab Beispiele für eine geschickte Fragetechnik. Der Verweis auf Aaron Beck durfte da nicht fehlen. Auch machte er klar, dass der Detektiv Columbo ein guter Psychotherapeut gewesen wäre. In dem kurzweiligen Vortrag wurde die Effektivität von kognitiver VT herausgestellt und metakognitive Therapiemöglichkeiten erläutert. Hartmut Reinbold, Fachapotheker für klinische Pharmazie, gab einen umfassenden Überblick über die medikamentösen Möglichkeiten der Depressionsbehandlung. In dem gelungenen Vortrag kamen die Grundlagen und Wirkweisen ebenso zur Sprache, wie der geschickte Einsatz bei der individualisierten Therapie. Auch auf die Wechselwirkungen und Nebenwirkungen wurden ausgewogen berichtet. Wiedermal eine informative Fortbildung in der LWL-Klinik Dortmund.