von links: Achim Hanisch (LWL-Kliniki Do) Giovanni Frazzetto, Angelika Nehm und Hans Joachim Thimm (LWL-Klinik Do) Foto: Knoller

Landhaus Lesung mit Giovanni Frazzetto

Über Schuld, Furcht, Angst und Liebe

lässt es sich trefflich debattieren, diskutieren und nachdenken. Das erfuhren die 70 Gäste der Landhaus Lesung mit Giovanni Frazzetto. Der Molekularbiologe mit italienischen Wurzeln lebt derzeit in London und Berlin und las aus seine Buch: Der Gefühlscode und nahm seine Hörerinnen und Hören mit auf eine Reise durch die menschlichen Emotionen. 

Keineswegs referierte er nüchterne, wissenschaftliche Erkenntnisse, ja er entlarvte sie sogar als spärliche und oberflächliche Informationsquelle über unsere Emotionen. Folgerichtig favorisierte er die Kunst, die menschlichen Begegnungen und zitierte Shakespeare zur Erklärung neurowissenschaftlicher Nachweise von Emotionen.

Giovanni Frazzetto liest (Foto: A. Nehm)

In der Lesepause hatten die Gäste der Landhaus Lesung ausgiebig Gelegenheit, den persönlichen Kontakt zum sympathischen und überzeugenden Autor herzustellen. Frazzetto freute sich über die diskussionsfreudigen Zuhörerinnen und Zuhörer und widmete den zweiten Teil seiner Lesung dem Thema Liebe. Die Dopaminausschüttung im internen Belohnungssystem im Zustand der akuten Verliebtheit lässt uns unsere Sinne und unsere Auferksamkeit auf eine Person fokussieren. Sie ermöglicht uns ein idealisiertes Bild des Objektes unserer Liebe, so Frazzetto. In der sich anschließenden lebhaften Diskussion blieb es nicht allein bei der Dopamin-These. Natürlich hatten alle Beteiligten zahlreiche Erfahrungen und Gefühle zu ergänzen.