Verena Liebers

Landhaus Lesung mit Verena Liebere

Zu den Klängen eines Xylophons

las Verena Liebers in ihrer ebenso denkwürdigen, wie außergewöhnlichen Lesung. Begegnungen zwischen Menschen war das Thema des Abends. Begegnungen, die nicht allein durch das gesprochene Wort beschrieben wurden. Die Autorin bewies ihr Talent, den Moment zu beobachten, zu beschreiben und schauspielerisch zu unterstreichen. Präzise malte sie, mit einem Auge und Ohr für das Detail, Gefühle und ließ die beschriebenen Begegnungen zwischen Menschen sinnlich und lebendig werden. 

Dabei unterstrich sie mit zahlreichen auditiven und visuellen Reizen, vom Donner bis zum plätschernden Wasser, ihre Beschreibungen und fesselte auf ungewöhnliche Weise Zuhörerinnen und Zuhörer.  

Atmosphärisch dicht.Verena Liebers

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung las sie aus ihrem letzten Buch: Abgelaufen -Geschichten zwischen Jogging und Ultralauf-, welches sich um ihr großes Hobby, das Laufen, dreht.

Das sich ihr letzter gelesener Text thematisch mit einer Aplerbecker Landhaus Lesung befasste, freute die Veranstalter besonders. 

In der anschließenden Diskussion zeigte sich das Auditorium beeindruckt. Eine ganz andere Landhaus Lesung. 

Borowka liest vor 330 Zuhörerinnen und Zuhörern

Landhaus Lesung mit Uli Borowka

Eindrucksvoll, überzeugend, offen, kompromisslos

so oder ähnlich lauteten die Kommentare zahlreicher Zuhörerinnen und Zuhörern nach der Lesung mit dem ehemaligen Fußballprofi Uli Borowka, der aus seinem Buch: Volle Pulle las. Meist reichten wenige Zeilen seines Vortrags, um sein Publikum zu Nachfragen oder Diskussionsbeiträgen zu bewegen. So wurde aus der Lesung ein Dialog zwischen dem stets authentischen und überzeugenden Borowka und seinem aufmerksamen und beteiligten Publikum.

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Borowka berichtet aus seinem Leben als Fußballprofi und beschrieb kompromisslos und ohne sich selber zu schonen, seinen gnadenlosen Absturz in die Alkoholsucht mit allen fatalen Folgen. Wiederholt spendete ihm das Publikum für seine überaus ehrlichen Schilderungen spontanen Beifall. 

Er hielt sich auch nicht mit kritischen Anmerkungen zurück, wenn er die enge Verbindung zwischen Fußballsport und Alkohol beschrieb. Von der Politik forderte er mehr ernsthaftes und glaubwürdiges Engagement bei der Frühprävention von Suchterkrankungen. 

Am Ende des Tages freuten sich Veranstalter Prof. Dr. Assion und Moderator Hans Joachim Thimm aus der LWL-Klinik Dortmund sowie die Kooperationspartner aus der Elisabeth-Klinik und von Return, der Suchtselbsthilfe Dortmund e.V. über eine überaus beeindruckende Lesung. 

Zufriedene Veranstalter: von links Tobias Falke (Elisabeth-Klinik), Uli Borowka, Hans Joachim Thimm (LWL-Klinik Do.), Wolfgang Ullrich (Return)

Prof. Dr. Assion - Sibylle Prins

Landhaus Lesung mit Sibylle Prins

Tagtraumzeit - Nachdenkzeit -Lächelzeit

erlebten die Zuhörerinnen und Zuhörer bei Sibylle Prins Lesung im Landhaus der LWL-Klinik Dortmund und waren begeistert.

Was ist der Unterschied zwischen der „psychotischen Wirklichkeit“ und der „normalen Wirklichkeit“? Gibt es da überhaupt einen?
Nehme ich mir jeden Tag etwas „Lächelzeit“? Nehme ich meine „Haare-Kämm-Zeit“ bewusst wahr? Greife ich nach der abendlichen „Wen-Rufe-Ich-Jetzt-An“-Zeit wirklich zum Telefonhörer?
Und: Wie fühlt man sich, wenn man der festen Überzeugung ist, dass morgen das Paradies beginnt?

Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer

Diesen und anderen Fragen ging das Publikum zusammen mit Sibylle Prins nach, die im Rahmen der Landhaus-Lesungen aufgetreten ist. Neben dem gemeinschaftlichen Genuss ihrer Gedichte und Texte rund um den Themenkreis „Seelische Gesundheit und Psychiatrie“ wurde auch viel gelacht und angeregt diskutiert.
 
Die Autorin Sibylle Prins ist seit Jahren aktiv und bekannt in der Selbsthilfe Psychiatrie-Erfahrener. Scharfzüngig und humorvoll glossiert sie die Psychiatrie und die Menschen, die ihr darin begegnen. Dabei formuliert sie auch ihren Widerstand gegen jede Bevormundung.
 
Sibylle Prins, 1959 geboren, ist ausgebildete Sonderpädagogin. Ihren „Traumberuf“ kann sie leider nicht mehr ausüben, aber sie ist als Autorin und Referentin sehr aktiv und hat so ein neues, sinnvolles Betätigungsfeld gefunden. Und ein begeistertes Publikum!!


Julia Schoch im Landhaus Zwei

Landhaus Lesungen in der LWL-Klinik Dortmund

Julia Schoch

las aus ihrem Roman Selbstportrait mit Bonaparte. Ihre Geschichte eines Paares, das sich das Spielcasino als Rückzugsraum wählt und im Spiel versucht, die Zeit still stehen zu lassen, zog ihre Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann. Wie rasch das Spielen seine Leichtigkeit verlieren und zur Sucht werden kann wurde in der sich anschließenden Diskussion mit der Autorin deutlich. 

Die Geschichte über das Paar, welches das Fortgehen, das sich Trennen voneinander als eine wesentliche Konstante ihrer Beziehung betrachtet, machte die Besucher der Lesung nachdenklich und so kamen alle Beteiligten miteinander ins Gespräch, das vom Ersten Oberarzt H.J. Thimm moderiert wurde.

Julia Schoch signiert im Landhaus Zwei

Nach angeregter Diskussion fand die vielfach ausgezeichnete Autorin und Übersetzerin noch Zeit, Ihre Bücher zu signieren.

Ganz typisch für einen Abend der Landhaus Lesungen.


Kerstin Fischer liest aus ihrem Buch: Juris Kristalle

Landhaus Lesungen

Wie ein Mensch zwischen die Welten gerät

erfuhren gebannte Zuhörerinnen und Zuhörer bei Kerstin Fischers Lesung am 07. Februar 2013. Aus ihrer Novelle: Juris Kristalle las sie und faszinierte ihr Publikum mit ihrer poetischen Sprache. Eine Sprache, die Bilder entstehen ließ und sich behutsam und voller Einfühlungsvermögen ihrem Protagonisten Juri, der an einer Schizophrenie erkrankt ist, nähert. 

So lässt sie Normalität, Phantasie und psychotisches Erleben langsam, schleichend ineinander übergehen, zusammenfliessen und im scheinbaren Chaoes enden. Dabei ist der Leser fasziniert von der alltäglichen Normalität in Juris Erleben. 

In er sich anschließenden Diskussion zeigte sich, dass es Kerstin Fischer hervorragend gelungen ist, sich in das Fühlen und Denken eines psychotischen Menschen einzufühlen. Sie liess ihre Zuhörerinnen und Zuhörer wissen, dass die Beschäftigung mit dem Thema auch Sie an Ihre Grenzen gebracht hat.

Die psychiatrisch Erfahrenen im Publikum bescheinigten der Autorin eine große Realitätsnähe und Authenzität.

Welch ein Auftakt der Landhaus Lesungen 2013!