Walter Liggesmeyer erhält den Bildband: Bilder vom Dachboden vom Ersten Oberarzt Hans Joachim Thimm Walter Liggesmeyer erhält den Bildband: Bilder vom Dachboden vom Ersten Oberarzt Hans Joachim Thimm

Walter Liggesmeyer geehrt

 

Für seine langjährige Verbundenheit mit der LWL-Klinik Dortmund und für die Schenkung eines großen Bildes, das jetzt in der Patientenaufnahme hängt, wurde der Künsteler Walter Liggesmeyer mit einem Festakt geehrt. Der bekannte Dortmunder Künstler lagert seit vielen Jahren seine Bilder auf dem Dachboden eines Klinikgebäides, macht Ausstellungen sowohl am Hauptsiitz der LWL-Klinik als auch in den Tageskliniken.

Unter der Überschrift "Bilder vom Dachboden" gabe es eine Fotoschau, die einen Teil der rund 300 Exponate zeigt, die Liggesmeyer der Klinik "anvertraut", und ebenso ein entsprechendes Fotobuch für den Künstler. Demnächst gibt es Liggesmeyer Ausstellungen im Dortmunder Museum für Kunst- und Kulturgeschichte und im Tschechischen Konsulat (Herbst 2012) in Dortmund.

Zahlreiche Besucher bei der Liggesmeyer Vernissage

Liggesmeyer Vernissage

Wenn Bilder erzählen

kommen die Menschen miteinander ins Gespräch. Diese eindrückliche Erfahrung machten die etwa 50 Besucher der Vernissage am 14. März 2012 mit dem bekannten Dortmunder Künstler Walter Liggesmeyer, der vierzig seiner Werke in der LWL-Tageslinik Dortmund sowie in der Zentralen Aufnahme der LWL-Klinik Dortmund ausstellt.

Schnell war das Eis gebrochen und man redete. Über die Exponate, mit dem Künstler, über die Psychiatrie und die Bemühungen der LWL-Klinik Dortmund, sich öffentlicher zu machen.

Impressionen von der Vernissage von oben nach unten: Prof. Dr. Assion im Gespräch mit Walter Liggesmeyer, Eröffnung in der Rotunde, Prof. Dr. Assion, Dr. Dlugosch, Walter Liggesmeyer, Franz-Josef Knipschild, Besucher im Gespräch

Der ärztliche Direktor der LWL-Klinik Dortmund, Herr Prof. Dr. Hans-Jörg Assion, begrüsste die Gäste und übergab das Wort an Chefärztin Frau Dr. Petra Dlugosch, die in ihrem Kurzvortrag zum Kunsthistoriker und Psychiater Hans Prinzhorn die Brücke zwischen Kunst und Psychiatrie schlug. Prinzhorn hatte früh die Ausdrucksstärke bildender Kunst entdeckt und sammelte Werke psychisch kranker Künstler. In seiner Zeit belächelt, erfuhr Prinzhorn erst spät die Anerkennung.Nach dem Krieg war seine Sammlung der Öffentlichkeit entzogen und erlebte die neue Geburt erst in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts.

Heute wissen wir wie sehr die bildenden Kunst in der Lage ist, unsere Affekte anzusprechen, aber auch Verborgenes nach außen zu tragen. Hilfreich für den Künstler wie für den Betrachter.

Von zahlreichen eindrucksvollen Bildern des Künstlers umgeben, fiel es Dlugosch leicht, das Augenmerk auf Walter Liggesmeyer zu lenken. Sie stellte in einem kurzen Abriss sein Leben vor und übergab an Franz-Josef Knipschild, der aus Liggesmeyers Lyrik Bänden las und mit seinem emotionalen Vortrag die Zuhörer fesselte.

Danach war Zeit, sich den Exponaten zuzuwenden. Lebhafte Gespräche und Diskussionen schlossen sich an.

"Auf diese Ausstellung können Sie stolz sein", meinte eine beeindruckte Besucherin. Sind wir! - und besonders auf die Verbundenheit zwischen dem Künstler und der LWL-Klinik Dortmund, die schon seit Jahren besteht.

Die Ausstellung ist in den Nachmittagsstunden geöffnet. Die Exponate in der Tagesklinik können nach Rücksprache betrachtet werden.