Eröffnung der Opferambulanz

Tagesklinik Dortmund

Opferambulanz eröffnet

Dortmund (lwl). Der heutige (17.6.) Vertragsabschluss zwischen der LWL-Klinik Dortmund und dem Versorgungsamt beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ermöglicht ab sofort einem wesentlich größeren Patientenkreis eine Trauma-Behandlung als bisher. Der Begriff Opfer-Ambulanz bezeichnet nämlich ein Angebot, das speziell Gewaltopfern gemacht wird. Um diesen Titel tragen zu dürfen bedarf es der Anerkennung durch das Versorgungsamt. Die Behandlungen werden nicht mit den Krankenkassen, sondern mit den Versorgungsämtern, Versicherungen und Unfallkassen abgerechnet. Menschen, die beispielsweise überfallen wurden, können in einer Opferambulanz behandelt werden und müssen dazu nicht ihre Krankenversicherungskarte vorlegen. Eine Opferambulanz kann ihre Türen also für weitaus mehr Menschen öffnen als eine Traumaambulanz. Die LWL-Klinik Dortmund darf den Titel Opferambulanz ab heute offiziell führen.

Hinter der Opferambulanz steht ein kompetentes Team von ausgebildeten und erfahrenen Traumatherapeuten, die kurzfristig zur Verfügung stehen, denn in der Opferhilfe spielt der Faktor „Zeit“ eine große Rolle. Wenn Menschen, denen Schreckliches widerfahren ist, innerhalb von 48 Stunden psychiatrisch behandelt werden, kann die Entstehung einer ernsthaften Störung, bei der sich das Trauma vor dem inneren Auge immer und immer wieder abspielt, verhindert werden.

Die Opferambulanz der LWL-Klinik Dortmund übernimmt auch eine wichtige „Lotsenfunktion“, indem sie die Patienten nach einer Diagnose an andere, wohnortnahe Einrichtungen im ganzen östlichen Ruhrgebiet weiter verweisen kann.