6. Dortmunder Symposium

6. Dortmunder Symposium

Der weite Blick

gelang den Teilnehmern des 6. Dortmunder Symposiums am Samstag, den 08.05.2010. Die Chefärzte der drei Dortmunder psychiatrischen Kliniken hatten in den 18. Stock des Harenberg City-Centers geladen.

Gemeinsam mit über 100 Interessierten aus unterschiedlichen Institutionen ließen Sie sich durch vier fesselnde aber auch nachdenkliche Vorträge anregen zur Frage, ob es angesichts der neueren Erkenntnisse der Neurobiologie überhaupt so etwas wie einen freien Willen gibt.

Herr Prof. Henk Jochimsen stellte die Praxis der Sterbehilfe in den Niederlanden dar und merkte an, dass mit der verbesserten Ausbildung der Ärzte in der Palliativmedizin sowie in der Schmerzbehandlung Sterbehilfe in den Niederlanden entbehrlicher wird.

Ist der Suizid Freiheit zum Tode oder tödliche Unfreiheit fragte Herr Prof. Dr.Karl Beine seine Zuhörer und kam in der anschließenden regen Diskussion der Beantwortung dieser Frage etwas näher.

Kritisch setzte sich Frau Dr. Nahla Saimeh, Ärztliche Direktorin des LWL-Zentrums für Forensische Psychiatrie in Lippstadt, mit der Betrachtung der Steuerungsfähigkeit in der Schuldfähigkeitsbegutachtung auseinander.

Determinanten des freien Willens aus Sicht der Neurobiologie stellte Herr Prof. Hans J. Markowitsch von der Universität Bielefeld vor. Er zeigte auf, wie sehr hirnorganische Veränderungern die Willensbildung verändern können.

So ging am frühen Nachmittag bei reger Diskussion über den Dächern Dortmunds ein anregendes Symposium zu Ende. Der weite Blick über den Tellerrand des eigenes Fachgebietes hatte sich gelohnt, fanden Teilnehmer und Organisatoren des Symposiums.