Wenn Kiffen keine Jugendsünde bleibt


Kiffen ist für viele eine Jugendsünde. Für andere bleibt es nicht dabei. Für sie wird regelmäßiger Cannabiskonsum häufig erst mit steigenden Leistungsanforderungen zum Problem: der Schulabschluss ist in Gefahr, die Ausbildung kaum zu bewältigen, der Arbeitgeber signalisiert Unzufriedenheit. Wer seinen Cannabiskonsum in den Griff bekommen will, findet jetzt Unterstützung durch ein neues ambulantes Therapieangebot der LWL-Klinik Dortmund. Erstmalig im Raum Dortmund bietet die Suchtmedizinische Fachabteilung der LWL-Klinik ab dem 8. Mai eine verhaltenstherapeutische Behandlungsgruppe speziell für junge erwachsene Cannabiskonsumenten zwischen 17 und 27.

Zum Auftakt bespricht ein Facharzt im Einzelgespräch mit jedem Teilnehmer dessen persönliche Ausgangslage. In einer Gruppe mit höchstens zwölf Personen arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann in sieben aufeinander aufbauenden Gruppenterminen unter ärztlicher Anleitung an einer Änderung ihres Konsumverhaltens. „Ziel der Behandlung ist es, den Cannabiskonsum zu verringern, möglichst sogar auf Null“, betont Rüdiger Merx, Arzt in der Abteilung Suchtmedizin,, der die Therapiegruppe gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin leitet  „Und die Arbeit in der Gruppe stärkt erfahrungsgemäß den Durchhaltewillen“, so Merx. Die Kosten für die ambulante Cannabis-Therapie trägt die Krankenkasse. In der Behandlungsgruppe sind noch Plätze frei. Eine Anmeldung ist erforderlich. Info und Anmeldung unter Tel.: 0231 4503-2777.