Dortmunder Psychiatrie Symposium gibt hoffungsvollen Ausblick auf die Depressionsbehandlung

Zahlreiche Fachleute aus der Region Dortmund informierten sich am Samstag, den 29.10.2005 auf dem 2. Dortmunder Psychiatrie Symposium über die umfassenden Möglichkeiten der Depressionsbehandlung.

Auf der Veranstaltung, die erstmals von allen drei psychiatrischen Kliniken in Dortmund organisiert wurde, stellten namhafte Experten aus dem ganzen Bundesgebiet psychotherapeutische, physikalische und pharmakologische Therapieverfahren vor. Dabei kam auch der kollegiale Austausch nicht zu kurz. Fazit der viel beachteten Veranstaltung: Der Volkskrankheit Depression kann man mit moderner Psychopharmakologie in Kombination mit psychotherapeutischen Verfahren zunehmend erfolgreicher begegnen. Besonders bei schwierigen Depressionsverläufen spielt auch die EKT (Elektrokrampftherapie) eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Antidepressive und phasenprophylaktische Behandlung müssen gezielt eingesetzt sein

um erfolgreich zu sein. Dies betonten die Referenten des ersten pharmakologischen Drittels der Veranstaltung. Frau Privat Dozentin Dr. Stephanie Krüger aus dem Universitätsklinikum Dresden stellte auch die kleinen, "mikropsychopathologischen Einschränkungen" zahlreicher Patienten heraus und forderte den Erfolg einer Prophylaxe erst nach mehreren Jahren zu beurteilen. Herr Prof. Dr. Heinrich Sauer aus dem Klinikum der FSU Jena, hob die körperlichen Beschwerden zahlreicher depressiv Kranker bereits in der Frühphase der Depression hervor und betonte, dass einige der neueren Antidepressiva nicht nur die Stimmung verbessern sondern auch positive Wirkungen auf die Schmerzsymptomatik haben.

EKT - die physikalische Alternative?

Eine Lanze für die Elektrokrampftherapie und für seine neue Heimatstadt Wilhelmshaven brach Herr Prof. Dr. Here Folkerts, Chefarzt aus dem Reinhart-Nieter-Krankenhaus in Wlhelmshaven. Er betonte die ausgeprägte Wirksamkeit dieser Methode, besonders bei therapieresistenten Deprssionen und zeigte auf, dass EKT weniger unerwünschte Wirkungen hat, als allgemein befürchtet. Seine Thesen konnte er durch eindrucksvolle Fallbeispiele untermauern.

Psychotherapie ist in der Depressionsbehandlung essentiell

betonte Frau Dr. Elisabeth Schramm aus dem Universitätsklinikum in Freiburg. Sie stellt unter anderem die Interpersonelle Therapie als einen spezifischen und erfolgreichen Ansatz in der Depressionsbehandlung vor.
Dortmunder Chefärzte

Chefärzte ziehen positives Fazit

Mit Freude haben haben die Chefärzte der drei psychiatrischen Kliniken in Dortmund die gute Resonanz ihrer gemeinsamen Veranstaltung registriert. "Das macht Mut für die Zukunft." so Herr Dr. Harald Krauß, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Marien Hospitals in Dortmund Hombruch. Herr Dr. Thomas Finkbeiner, Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Evangelischen Krankenhauses in Dortmund-Lütgendortmund hob hervor, dass erstmals alle drei Dortmunder Kliniken ein gemeinsames Symposium durchführen. "Für die Zukunft wünschen wir uns weitere gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen auch mit den niedergelassenen Nervenärzten und Psychiatern aus Dortmund." bekräftigte Herr Prof. Dr. Dr.Ulrich Sprick, Ärztlicher Direktor der Westfälischen Klinik in Dortmund-Aplerbeck.