Das therapeutische Angebot ist in Behandlungsprogrammen zusammengefaßt. Jeder Patient kann sich an diesem Programm orientieren und wird damit am Stationsleben in der jeweils angemessenen Form beteiligt. Eine Bezugspflegeperson begleitet den Patienten dabei. Möglichst zeitnah erfolgt die Integration in die einzelnen therapeutischen Aktivitäten. Die Anforderungen an den Patienten sind gestuft und zeitlich gestaffelt. In der Eingangsphase ist Entlastung und Sicherheit, in der Behandlungsphase Problembewältigung und in der Entlassungsphase die fortlaufende Kontaktaufnahme mit dem sozialen Feld von Bedeutung.
Die therapeutischen Angebote sind miteinander verzahnt und auf die Problemstellung des Patienten bezogen. Viele psychiatrische Erkrankungen bedürfen auch einer psychopharmakologischen Therapie. Diese erfordert aber viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um ein optimales Behandlungsergebnis zu gewährleisten. Uns ist zudem eine gute und gründliche Aufklärung des Patienten wichtig. Jeder Patient erhält die Möglichkeit einer psychotherapeutischen Behandlung. Die angewendeten psychotherapeutischen Verfahren orientieren sich an der Krankheit und den Möglichkeiten des Betroffenen. Es werden dabei wissenschaftlich erprobte und in ihrer Wirksamkeit gesicherte Methoden angewendet.
Die Patienten erhalten während des Aufenthaltes eine kompetente pflegerische Versorgung, die als Bezugspflege konzipiert ist. Die Pflege orientiert sich an dem Pflegeleitbild unserer Klinik (kann auf Wunsch separat angefordert werden).
Zum Angebotsspektrum gehören zusätzlich die Bewegungs-, Physio-, Beschäftigungs-, Musik- und Kunsttherapie sowie die Aktivitätsgruppen der einzelnen Stationen.
In der Entlassungsphase erhält der Patient umfassend die Möglichkeit, sich nach einer gestuften Belastung den Anforderungen in seinem sozialen Netz zu stellen. Dabei halten wir ein spezifisches Angebot zur beruflichen Reintegration vor. Hierzu gehört auch eine eingehende sozialarbeiterische Betreuung.
Die Weitervermittlung zum benachbarten Übergangswohnheim "Haus Aschoff" stellt für einige Patienten eine wichtige Hilfe dar.