Ausstellung im "Bündnis gegen Depression"
LWL-Klinik Münster
Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Universitätsklinikums Münster
Förderkreis Sozialpsychiatrie e.V. Münster
Alexianer Münster GmbH
Die Ausstellung zeigte Arbeiten aus den drei kunsttherapeutischen Abteilungen der beteiligten psychiatrischen Kliniken und aus dem Kunstatelier des Förderkreises Sozialpsychiatrie.
Von einer Depression Betroffene haben oft Schwierigkeiten, sich und ihr Leiden anderen Menschen verständlich zu machen.
Bildnerische Prozesse beinhalten die Möglichkeit, sich "ohne Worte" auszudrücken oder "eine eigene Sprache" für Gefühle und Wahrnehmung zu finden.
Anliegen des Vorbereitungsteams war es, für das vielschichtige Krankheitsbild der Depression zu sensibilisieren, in Begleittexten zu informieren und Wahrnehmungsaspekte sowie künstlerische Kompetenzen von Betroffenen sichtbar zu machen.
Gezeigt wurden Werke aus den Bereichen MALEREI, SKULPTUR/PLASTIK sowie GEDICHTE und TEXTE.
Ein Rahmenprogramm aus Fachvorträgen, Kunstaktion, Filmvorführung und Autorenlesung ergänzte die Ausstellung.
Auf der Ausstellungsfläche selbst bestand für Besucher die Möglichkeit, die Ausstellung nicht nur rezeptiv wahrzunehmen, sondern auch produktiv die eigenen Farbvorstellungen von Depression malerisch zu erproben.
Der Aktionskünstler rollte am Eröffnungstag der Ausstellung in einer lebensgroßen Drahtkugel vom Rathaus in Münster zum Ausstellungsort im Landeshaus und weckte damit die öffentliche Aufmerksamkeit.
Die Drahtkugel mit dem programmatischen Titel "Innere Balance" blieb für die Dauer der Ausstellung vor dem Landeshaus platziert.
In der anschließenden Ausstellungseröffnung begrüßten Thomas Profazi (Stellv. LWL-Krankenhausdezernent), Dagmar Arnkens-Homann (Stellv. Leiterin des Gesundheitsamtes Münster)und Prof. Dr. Peter Zwanger (Sprecher des Bündnisses gegen Depression) die zahlreich erschienenen Gäste.
Danach referierte der Kunst- und Medizinhistoriker, Prof. Dr. med. Dr. phil. Axel Hinrich Murken zum Thema "Künstler mit Depression", Chance und Schicksal".
Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Thomas Reker, der auch Sprecher des Bündnisses gegen Depression ist.
Eine Einführung in die Ausstellung gaben die Kunsttherapeutinnen Margreth Schüppler (Ausstellungskoordination) und Monika Wigger.
Umrahmt wurde die Eröffnung musikalisch durch die Gruppe "Stringtett" sowie durch die Gedicht- und Gesangseinlagen von zwei Künstlerinnen.
Das „Deutsche Bündnis gegen Depression“ ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der sich für Betroffene, Angehörige, Experten, in der Versorgung tätige Personen und interessierte Bürger einsetzt.
Ziel ist die Aufklärung über die Krankheit Depression in der Öffentlichkeit und eine verbesserte Versorgung der Betroffenen.
In Münster engagieren sich unter anderem die psychiatrischen Kliniken, das Psychotherapeut/-innen-Netzwerk Münster & Münsterland, der Verein der Angehörigen psychisch Kranker, der Förderkreis Sozialpsychiatrie, das Franz-Hitze Haus, Krisenhilfe und TelefonSeelsorge und andere Beratungsstellen, niedergelassene Ärzte sowie die Stadt Münster.
Die Ausstellung im Landeshaus zeigte Arbeiten aus den drei kunsttherapeutischen Kliniken und aus dem Kunstatelier des Förderkreises Sozialpsychiatrie.
Margreth Schüppler
LWL-Klinik Münster
Bündnis gegen Depression
Tel.: 0251 91555-2036
E-Mail: m.schueppler@wkp-lwl.org