LWL-Klinik Münster

Ambulante medizinische Rehabilitation

für Alkohol- und Medikamentenabhängige

Ambulante Rehabilitation/Entwöhnungsbehandlung

Unser Angebot richtet sich vorrangig an Erwachsene, die von Alkohol oder Medikamenten abhängig sind. Auch Konsumenten von Cannabis und/oder Amphetaminen können diese Behandlung in Anspruch nehmen. In Abgrenzung zur stationären Entwöhnungsbehandlung ist die ambulante Form für Menschen geeignet, die

• bereit und entschieden sind, abstinent zu leben.

• psychisch und körperlich ausreichend stabil sind

• ein (noch) unterstützendes soziales Umfeld

haben

Leistungsträger sind in der Regel die Rentenversicherungen. In einzelnen Fällen sind auch die Krankenkassen zuständig. Die Beantragung kann in der Suchtambulanz der LWL-Klinik Münster oder in den Suchtberatungsstellen im Umkreis erfolgen. Auch eine Beantragung innerhalb einer stationären Entgiftungsbehandlung oder während einer Behandlung in einer Sucht-Tagesklinik ist möglich.

Der Zeitraum der ambulanten Rehabilitation umfasst üblicherweise 26 Wochen. Innerhalb dieser Zeit können 40 Therapieeinheiten stattfinden. Pro Woche sind ein Einzel- und ein Gruppengespräch vorgesehen. Wir bieten sowohl eine Gruppe am Vormittag als auch am späten Nachmittag an.

Die Zuordnung zur Gruppe orientiert sich an den beruflichen Erfordernissen der Rehabilitanden.

Die Gruppengröße liegt bei maximal zwölf Teilnehmern/-innen. Neben den genannten Einzel- und Gruppengesprächen sind vier Gespräche mit Angehörigen oder anderen Personen möglich. In der Behandlung informieren wir über die Suchterkrankung und erarbeiten mit den Betroffenen deren individuelle Suchtgeschichte. Daran anknüpfend werden Strategien zur Rückfallvermeidung entwickelt und deren Umsetzbarkeit im Alltag überprüft. Dazu nutzen wir vorwiegend verhaltenstherapeutische Methoden. Ziel ist die Sicherung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Zudem soll eine ausgewogene Lebensgestaltung erreicht werden, die die Abstinenz ermöglicht bzw. unterstützt. Selbstverständlich gilt für alle Gesprächsformen die gesetzliche Schweigepflicht.

Ambulante Rehabilitation als Nachsorgebehandlung

Diese erfolgt im Anschluss an eine stationäre Entwöhnungsbehandlung in einer Fachklinik und wird bereits dort beantragt. Üblicherweise werden von den Leistungsträgern 20 Therapieeinheiten plus zwei Bezugspersonengespräche bewilligt.

Der Schwerpunkt liegt in der Gruppenbehandlung. Für dieses Angebot gibt es eine eigene Gruppe. Einzelgespräche finden normalerweise in größeren Abständen statt. Bei Bedarf kann die Häufigkeit erhöht werden.

Die Nachsorgebehandlung will den Wechsel aus der stationären Rehabilitation in den Alltag unterstützend begleiten. Sie bietet die Möglichkeit, die erlernten Strategien im normalen Umfeld mit therapeutischer Unterstützung anzuwenden und zu überprüfen. Zudem können Krisen schnell aufgefangen werden. Auch praktische Hilfen beim Umgang mit Behörden sind möglich.

Sie finden uns in den Räumlichkeiten

der Suchtambulanz der LWL-Klinik Münster,

Haus 19, 1. Etage.

Telefonisch sind wir über die Rezeption der Suchtambulanz

(Tel. 0251-91555 2601) zu erreichen.

Öffnungszeiten:

Mo: 8:15 -12.30 Uhr und 14:00 - 17:00 Uhr

Di bis Do: 8:15 -12.30 Uhr und 13:00 - 17:00 Uhr

Fr: 8:15 - 13:00 Uhr

E-Mail: suchtambulanz-muenster@lwl.org

Chefärztin:

Dr. J. Settelmayer

Oberärztinnen:

Dr. D. Fülle, Dr. J. Junker

Suchttherapeutinnen:

R. Kitzhöfer, E. Nass, A. Printing, M. Michalowski