Sozialdienst

Leitgedanke für die soziale Arbeit in der kinder- und jugendpsychiatrischen LWL-Klinik Marsberg ist die ganzheitliche Sicht des Menschen in seiner Individualität und Entwicklung, mit seinem soziokulturellen Lebensraum und seiner ökonomischen Situation.

Der Kliniksozialdienst ist dezentral organisiert. Jedem / jeder SozialarbeiterIn sind 2 bis 3 Stationen, oder ein Ambulanzbereich/Tagesklinik als fester Arbeitsbereich zugewiesen. Die einzelnen MitarbeiterInnen sind dabei eng in die alltäglichen Arbeitsabläufe eingebunden und bilden einen festen Bestandteil des multiprofessionellen Behandlungsteams.

Der Sozialdienst hat eine zentrale Stellung als Schnittstellenlotse zwischen dem klinischen Behandlungskreis und dem psycho-sozialen Umfeld des Patienten. Er stellt Weichen im Interesse der Patienten und der Klinik .

Unter Nutzung und Berücksichtigung vorhandener personaler und sozialräumlicher Ressourcen versucht der Sozialdienst Beratung, Unterstützung und Organisation von Hilfen zu gewährleisten.

Hierbei soll eine individuell zugeschnittene, der persönlichen und sozialen Situation angemessene, kurz passgenaue, personenzentrierte Hilfe gefunden werden, um einen "Drehtüreffekt" zu vermeiden und insgesamt auch kostengünstige Problemlösungen zu finden.

Kontaktbereitschaft und ein ständiger Informationsaustausch (bei vorhandener Schweigepflichtentbindung) mit allen an der Behandlung beteiligten Personen sind Voraussetzungen für ein gutes Gelingen.

Schwerpunkte der sozialarbeiterischen Tätigkeiten:

Sozialberatung für Hilfen nach dem SGB VIII und Klärung von Anspruchs-voraussetzungen, z.B.:

  • Möglichkeiten über die Jugendhilfe.
  • ambulant: Erziehungsbeistandschaft, sozialpädagogische Familienhilfe,
  • teilstationär: Tagesgruppe
  • stationär: Vollzeitpflege, Heimerziehung, betreutes Wohnen

Beratung und Unterstützung bei Hilfen nach dem:
SGB II: Grundsicherung für Arbeitssuchende
SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe
SGB IX: Rehabilitation und Teilhabe
SGB XII: Sozialhilfe

Hilfestellung bei der Suche nach der richtigen Schulform:
z. B. Internate, Förderschulen

Berufliche Ausbildung:
z. B. Berufsbildungswerke, Werkstätten f. Behinderte, Berufsvorbereitende Maßnahmen, Berufskollegs

Ambulante therapeutische und medizinische Weiterbetreuung:

  • Ambulante therapeutische und medizinische Weiterbetreuung durch die kinder- und jugendpsychiatrischen Ambulanzen, niedergelassene Ärzte, Psychologen und Therapeuten sowie die Tageskliniken, aber auch durch Beratungsstellen und andere Sozialdienste

Netzwerkarbeit/Kooperationen(auf verschiedenen Ebenen):

  • Vernetzungsarbeit im Einzelfall, wie sie z.B. durch Mitarbeit in der Hilfeplankonferenz erfolgt.
  • Netzwerkarbeit mit dem Ziel der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur, hierzu gehört die Teilnahme am fachlichen Austausch z.B. in Arbeitskreisen und die Mitwirkung an der Gestaltung von Kooperationsbezügen

Anleitung von Praktikanten:
Abhängig von Dauer und Art des Praktikums, Klärung im individuellen Einzelfall

Therapeutische Gruppen:
Soziales Kompetenztraining, Entspannungsgruppen, Skills-Training