Reittherapie

Was für eine Herausforderung! Die Muskeln eines Pferdes zu spüren, sich tragen lassen im Vertrauen auf Mensch und Tier, die zuverlässig miteinander arbeiten. Heilsame Übungen für Leib und Seele, denn beim Reiten und Voltigieren wird der Mensch ganzheitlich angesprochen.

Mit dem Medium Pferd steht die Weiterentwicklung der Wahrnehmung von Motorik und Gesamtkörperentwicklung des Menschen neben dem sozialen Lernen mit dem Pferd und den Teilnehmern in der Gruppe im Vordergrund.

Vor jeder Übung müssen die Patienten und Patientinnen das Pferd vorbereiten, d. h. das Tier wird von ihnen geputzt, aufgetrenst und der Voltigiergurt angelegt. Schon das Berühren eines Pferdes auf Grund seiner Größe sowie das Hufe auskratzen erfordert Mut und Konzentration. Hierbei will auch der Umgang mit den eigenen Ängsten erlernt sein. Schwindet diese Angst, erhöht sich das Selbstwertgefühl. Beim Galopp mit seinen dreidimensionalen Schwingungen erfahren die meisten Jugendlichen ein Hochgefühl der Freude.

Außerdem ist das Pferd ein meist positiv besetzter Beziehungspartner, da es nicht wie ein Mensch wertet. Es reagiert artspezifisch und unparteiisch, es nimmt nichts übel, wie ein Mensch, der negativ auf Personen oder Handlungen reagiert. Durch den hohen Motivationscharakter, den das Pferd besitzt, gehen die Jugendlichen gern an die Arbeit mit dem Pferd. Da alle Sinne und Reize gleichzeitig angesprochen und durch unterschiedliche Wahrnehmungskanäle aufgenommen werden, wirkt das Pferd sensorisch intregrativ. In der Regel kommen die Klienten 1x wöchentlich zur Reittherapie. Hierbei steht nicht die reitsportliche Ausbildung, sondern das Pferd als Hilfe für Veränderungsprozesse im Vordergrund. Für unsere Reittherapie kommen 7 Pferde unterschiedlicher Rassen und Größen zum Einsatz.

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