In diesem Begriff steckt einerseits das Wort "Heilen". Das bedeutet, dass wir versuchen, Probleme zu verringern, Erkrankungen zu lindern, und bei Beeinträchtigungen Lösungswege zu finden. Es hat mit der ganzheitlichen Unterstützung von Menschen zu tun, die in ihrem Leben (be)hinderten Einflüssen ausgesetzt sind (von lat.: "Holos" = "ganz"). Der zweite Wortteil "Pädagogik" bedeutet, dass wir uns um die damit verbundenen Erziehungs-, Bildungs- und Entwicklungsbedingungen kümmern. Für die Veränderung des Problems beziehen wir Methoden der Pädagogik, aber auch der Medizin der Psychologie und Psychotherapie mit ein.
Heilpädagogik unterstützt, kompensiert, fördert, übt, leitet an - nicht nur das Kind oder den Jugendlichen, sondern auch das nähere soziale Umfeld.
Bei Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsverzögerungen oder Auffälligkeiten hauptsächlich in den Bereichen
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Der Kognition: - Lern- und Leistungsverhalten - Konzentrationsfähigkeit - alltagsbezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten, - Spiel- und Handlungskompetenzen |
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Des sozial- emotionalen Verhaltens: - Bindungs- und Beziehungsverhalten, - Ich-Kompetenz / kindliche Persönlichkeitsentwicklung, - Emotionales Erleben und emotionaler Ausdruck, - Soziale Kompetenz - Psychoreaktive Verhaltensweisen |
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Des Bewegungsverhaltens: - Feinmotorik, - Grobmotorik, - Psychomotorik |
Mit den genannten Beeinträchtigungen gehen häufig Probleme in anderen Entwicklungsbereichen
einher, z. B. in Sprache oder Wahrnehmung.
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Psychosoziales Förderdefizit, |
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Schwierige familiäre Bedingungen oder eine problematische Familiengeschichte, |
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Traumatische Erlebnisse, |
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erbliche, vorgeburtliche oder frühkindliche Schädigungen des Organismus. |
Im Rahmen einer ganzheitlichen Betrachtung der kindlichen Persönlichkeit sollen bestehende Entwicklungsdefizite möglichst verringert, bzw. ausgeglichen werden. Bei stark manifestierten oder sehr umfassenden Beeinträchtigungen können Strategien zur Bewältigung oder Kompensation entwickelt oder geübt werden.
Der Aufbau einer tragfähigen Beziehung steht am Anfang jeder Förderung, denn nur durch eine annehmende und wohlwollende Haltung entwickelt das Kind Vertrauen. Ein gelungener Beziehungsaufbau unterstützt explorierendes Verhalten und Lernprozesse.
Mit unterschiedlicher Gewichtung können im Verlauf folgende Vorgehensweisen zum Einsatz kommen:
und Spieltherapie zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Selbst-bestimmung. Im heilpädagogischen Spiel erhält das Kind die Möglichkeit in einer ihm gemäßen Form Konflikte zuzulassen und darzustellen. In der Begegnung und der Beziehung mit dem Therapeuten sucht es nach Formen der Verarbeitung und bekommt die Möglichkeit, neue Wege des Verhaltens und des Umgangs mit Emotionen auszuprobieren.
nach Frau Dr. Affolter. Kinder und Jugendliche mit Wahrnehmungsstörungen können Probleme des alltäglichen Lebens nicht so lösen, wie es von ihnen erwartet wird. Das Motto lautet:
Führe mich dabei, es selbst zu tun.
Das Heilpädagogische Werken ist ein schwerpunktmäßig, im Rahmen der Wahrnehmungs- und Bewegungsförderung angesiedelte Handlungs- und Beziehungsorientierte Methode. Diese Methode steht im Kontext mit heilpädagogischer Übungsbehandlung, dem Konzept der Führungstherapie, psychomotorischer Förderung und heilpädagogischen Spiel.
Die psychomotorische Förderung ist eine auf die Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit des Menschen ausgerichtete Bewegungstherapie. Sie gehrt von den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Kindes / Jugendlichen aus und baut auf seine Stärken auf. Ihr Ziel ist es, Bewegungs- und Wahrnehmungsbeeinträchtigungen abzubauen oder zu verringern und gleichzeitig die emotionale und soziale Stabilität zu fördern, denn wie Prof. Fröhlich formulierte, gibt es ohne Bewegung keine Wahrnehmung.
Die sensorische Integrationsbehandlung wurde von Jean Ayres entwickelt. Dieses Therapiekonzept verhilft Kindern und Jugendlichen dazu, die ständig auf sie einwirkenden Reize zu ordnen und neurologisch zu verarbeiten, um gezielter handeln zu können.
Durch spielerische Entspannungsübungen erfahren die Kinder ein ausgewogenes Verhältnis von Spannung und Entspannung. Ihre innere Ruhe und Ausgeglichenheit wird hierbei ebenso gefördert, wie ihre Kreativität und Phantasie, sowie Wahrnehmungs- und Konzentrationsfähigkeit.
Die heilpädagogische Diagnostik umfasst die Beobachtung des Kindes in folgenden Ebenen:
Auf diesem Wege bietet die Heilpädagogik umfassende Diagnostik, Einzelförderung, Gruppentherapie, kreative Angebote, spezielle Therapien und intensive Elternarbeit.