Station 21 A 2 "Jugendlich(t)"

Die Station 21 A 2 "Jugendlich(t)" wird in der Regel offen geführt und bietet 11 Behandlungsplätze. Den Jugendlichen steht ein Doppelzimmer mit eigenem Bad zur Verfügung. Wir haben einen Aufenthaltsraum, einen Freizeitraum mit Kicker und Dartscheibe sowie einen kleinen Sportraum. Für therapeutische und freizeitgestaltende Aktivitäten stehen weiterhin ein Sport- und Fitnessraum, ein Garten mit Bauwagen, Entspannungsräume, eine Sporthalle, eine Kegelbahn sowie das KIJU, unser klinikeigener Jugendtreff, zur Verfügung.

Unser therapeutischer Schwerpunkt umfasst die qualifizierte Entzugsbehandlung von typischen Suchterkrankungen des Kindes- und Jugendalters sowie die längerfristige psychotherapeutische Behandlung komorbider Störungen. Weiterhin bieten wir je nach Verfügbarkeit einige Behandlungsplätze für Jugendliche mit Störungsbildern, die zu unserem Stationskonzept passen (z.B. depressive Störungen, Störungen des Sozialverhaltens und der Emotionen, Angststörungen, etc.).

Unser suchtspezifisches Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche sowie junge Erwachsene beiderlei Geschlechts:

  • die meist verschiedene Suchtstoffe in zunehmenden Umfang, oftmals täglich konsumieren
  • bei denen negative Auswirkungen des Suchtmittels auf die gesundheitliche, schulische, berufliche und soziale Entwicklung eingetreten sind oder einzutreten drohen
  • die sich in ihren Lebensvollzügen zunehmend auf Suchtmittel konzentrieren

Ins Behandlungskonzept miteinbezogen werden:

  • komorbide psychische Störungen und Entwicklungsverzögerungen
  • soziale Risiken und Folgeschäden (z.B. durch Entwicklung tragfähiger Perspektiven, Wiedereingliederung in Schule und Beruf, die Möglichkeit einer Unterstützung und Begleitung bei anstehenden Gerichtsverhandlungen
  • somatische Folgeschäden (wie Mangelernährung, Infektionskrankheiten, Anzeichen von Verwahrlosung)

Unser erweitertes Angebot richtet sich hauptsächlich an Kinder und Jugendliche beiderlei Geschlechts:

  • die in ihrer Stimmung/in ihrem Affekt beeinträchtigt sind
  • die Verhaltensauffälligkeiten im sozialen und/oder schulischen Bereich zeigen
  • die eine gestörte Aufmerksamkeit und Konzentration aufweisen

Auch hier arbeiten wir mit einem multimodalen Behandlungskonzept.

Die Aufnahme

erfolgt nach ambulantem Vorschalttermin in der Regel freiwillig mit einem verbindlichen Behandlungsvertrag.

Einen Termin zum ambulanten Vorschaltgespräch können sie in unserer Institutsambulanz unter der Telefonnummer 02992 601-3152 vereinbaren.

Die Besichtigung unserer Station kann im Rahmen dieses Gespräches erfolgen. Deutlich intoxikierte Besucher können die Station nicht besichtigen.

Unser Team

Das multiprofessionelle Team setzt sich zusammen aus:

  • ein Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Mitarbeiter/-innen im Pflege- und Erziehungsdienst, teilweise mit Zusatzqualifikationen (Suchtfachpfleger, Fachschwester für Psychiatrie, Fachkraft für Kinder- und Jugendpsychiatrie)
  • ein/eine Stationsarzt/-ärztin
  • ein Psychologe
  • ein Sozialarbeiterin
  • ein Ergotherapeutin
  • Moto-, Reit-, Musiktherapeut/-innen
  • ein Sonderschulpädagoge

Die Behandlung

Die Behandlung beginnt in der Regel mit der körperlichen Entgiftung, d.h. der medizinischen Diagnostik und der kontinuierlichen medizinischen/pflegerischen Überwachung.
Auftretende körperliche Entzugssymptome können durch speziell abgestimmte Medikamenten abgemildert werden.

Die therapeutischen und pflegerisch-erzieherischen Angebote beginnen, abhängig vom Allgemeinzustand des Patienten/ der Patientin in der Phase der körperlichen Entgiftung. Dazu gehören tagesstrukturierende Maßnahmen, verhaltenstherapeutische Programme. Einzel-, und familientherapeutische Gespräche, Kontakte zu Jugendämtern, Betreuern, etc. werden durch den Bezugtherapeuten geführt. Umfangreiche gruppentherapeutische Angebote, z.B. Morgen- und Abendrunde, Projekt-, Infogruppen, themenspezifische Gruppen sowie lebenspraktisches Training, bilden unseren erweiterten Behandlungsrahmen und sind Bestandteile unseres Wochenplans.

Ein weiterer Schwerpunkt unserer Arbeit ist der Aufbau einer tragfähigen Beziehung im Rahmen der Bezugspflege zur konstruktiven Gestaltung des Pflegeprozesses mit dem Jugendlichen. Hier steht jedem Patienten/ jeder Patientin ein(e) Mitarbeiter(-in) für die Zeit seines/ ihres Aufenthaltes als fester Ansprechpartner zur Verfügung.

Nach einer regulären Entlassung

stehen unseren Patienten eine Reihe von Optionen offen:

  • Rückkehr nach Hause mit bereits initiiertem ambulanten Hilfsangebot
  • Maßnahmen der Jugendhilfe oder spezifische ambulante oder stationäre Angebote der Drogenhilfe
  • nach Absprache mögliche Wiederaufnahme bei erneuten Schwierigkeiten bzw. Rückfall

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