Aktivitäten 2011

Meisterkonzert

Kammerorchester Amadé gastiert am 15.10.2011 in Marsberg

Der Förderverein der LWL-Klinik Marsberg e.V. präsentiert am 15.10.11 ein Kammerorchester von europäischen Format: Die Kammerphilharmonie Amadé aus Köln mit Musikern aus Nordrhein-Westfalen und ganz Europa unter der Leitung von Frieder Obstfeld gehört zu den bemerkenswertesten jungen Ensembles der aktuellen Musikszene und ist auf nationalen und internationalen Konzertpodien präsent. „Eine Klasse für sich“, urteilt die Kritik und hebt dabei die kammermusikalische Sprühkraft, die exzellente Klangbalance, den glockenreinen Orchesterton sowie die Intensität und Transparenz des Orchesterklanges hervor, ob beim Internationalen Beethovenfest Bonn oder beim Schleswig-Holstein Musikfestival, bei den Niedersächsischen Musiktagen und den Musikfestspielen Saar, beim Festival „Toujours Mozart“ in Salzburg und Wien, beim Weihnachtskonzert mit dem Bundespräsidenten im ZDF oder beim Japan-Forum des Landes NRW in Tokio. In Marsberg gastiert Amadé mit ihrem aktuellen Programm. Dabei nehmen Dirigent Obstfeld, die Solistin Barbara Doll an der Violine sowie fast 20 Mitglieder des ausgezeichneten homogenen Orchesters Musikbegeisterte mit auf eine musikalische Reise der Extraklasse. Zu hören sind Walzer von Josef Lanner, das Violinenkonzert A-Dur und das Rondo C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart sowie die Sinfonie „La passione“ von Joseph Haydn. Das Konzert beginnt am 15.10.11 um 20.00 Uhr im Festsaal der LWL-Klinik Marsberg, Weist 45. Der Eintritt beträgt 7 Euro (Abendkasse).

Förderverein der LW-Klinik Marsberg e.V. plant kommende Aktivitäten

Auf ein erfolgreiches Jahr kann der Förderverein der LWL-Klinik Marsberg e.V. zurückblicken. So zog der Vorsitzende des Vereins, PD Dr. Stefan Bender auf der Hauptversammlung eine durchweg positive Bilanz. Zahlreiche Projekte und Aktionen zur ideellen und materiellen Unterstützung psychisch kranker und behinderter Menschen konnten auch in 2010 wieder realisiert werden. Als Beispiele nannte Bender u.a. die Kunstausstellung „Jeden Tag ein Bild – Tagebuch einer Psychotherapie“ des Esloher Malers Hans Helmuth Engels, die auf Grund anhaltenden Interesses verlängert werden musste sowie Klavierkonzerte der Paderborner Pianistin Dr. Michelle Kloppenburg und das Stück „Werkstatt der Schmetterlinge“ der integrativen Bielefelder Theatergruppe Götterspeise. Höhepunkt aber war ein Irischer Abend mit der Folk-Band Fragile Matt in der Marsberger Tenne mit über 200 Gästen. Alle kulturellen Veranstaltungen haben Menschen mit und ohne psychischer Erkrankung zusammengeführt und dabei geholfen Berührungsängste zur Psychiatrie abzubauen. Im Herbst setzt der Förderverein sein kulturelles Angebot mit einem Kammersymphoniekonzert am 15.10. sowie einen weiteren Klavierabend fort. Zu den Zielen des Vereins gehören aber nicht nur die Förderung kultureller Aktivitäten sondern auch die Unterstützung mittelloser Patienten im stationären, teilstationären und ambulanten Bereich. Auch Maßnahmen zur Verbesserung der Betreuung und Behandlung von Patienten der LWL-Klinik sowie die Förderung der beruflichen und sozialen Rehabilitation psychisch Kranker und psychisch Behinderter gehören dazu. So konnte z.B. wieder eine sozialtherapeutische Maßnahme für Patienten im integrierten Maßregelvollzug auf Norderney unterstützt werden. Als besondere Aktion im Herbst veranstaltet der Förderverein, dank des außergewöhnlichen Engagements mehrerer Vereinsmitglieder bereits zum Dritten Mal ein Patienten-Minigolfturnier. Bei den Wahlen bestätigten die Mitglieder den gesamte Vorstand in seinen Ämtern. PD Dr. Stefan Bender als 1. Vorsitzender, Peter Thiemann als stellvertretender Vorsitzender, Matthias Hüllen als Schriftführer sowie Uta Rogoz als Schatzmeisterin wurden einstimmig wiedergewählt. Zu Kassenprüfern für 2011 wurden Hildegard Bartmann-Friese und Bernd Dinkelmann gewählt, bevor die Vereinsmitglieder die Hauptversammlung beim traditionellen „Vorstandsimbiss“ ausklingen ließen.

Mit der Musik kam die Sonne

Es muss an den bezaubernden Sommermelodien gelegen haben, dass sich der graue Marsberger Julihimmel beim zweiten „Jazz trifft Klassik“-Konzert der Paderborner Pianistin Dr. Michelle Kloppenburg im Festsaal der LWL-Klinik Marsberg kurzweilig öffnete. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Frederic Chopin, Chip Davis, John Lennon und John Williams nahm sie die knapp 60 Zuhörer, darunter auch zahlreiche Patienten der LWL-Einrichtung, mit auf eine musikalische Reise voller romantischer Lebensfreude. Mit einer beschwingenden Leichtigkeit spielte sie aber auch moderne Stücke von Bette Midler oder Bryan Adams. Den Spaß, den sie bei ihrem Auftritt in Marsberg hatte, merkte man der gebürtigen Amerikanerin mit jedem ihrer Stücke deutlich an. Er übertrug sich schnell auf das Publikum. So war es selbstverständlich, dass Michelle Kloppenburg nach ihrem offiziellen Programm noch eine lange Zugabe spielte, bei der dann auch die Zuhörer mitsingen und mitklatschen konnten. Das Klatschen endete in lang anhaltendem Applaus mit dem sich die Musikbegeisterten für den Klavierabend bedankten. Als kleines Dankeschön seitens des Fördervereins der LWL-Klinik Marsberg, der das Benefizkonzert veranstaltete, erhielt Dr. Kloppenburg neben einen schönen Strauß Sommerblumen eine Karte zum Kabarettabend „Sammelfieber“ der Marsberger Gesundheitsstiftung mit Frieda Braun.

Zauberhaftes Theater

Götterspeise begeistert Publikum

Das Schöne lässt sich nicht erklären, aber man spürt genau, wenn etwas wirklich schön ist“ sagt Rudolfo, Nachwuchsgestalter in dem Stück „Werkstatt der Schmetterlinge“. Die integrative Bielefelder Theatergruppe „Götterspeise“ verwandelte mit ihrer achten Produktion auf Einladung des Fördervereins der LWL-Klinik Marsberg die Mehrzweckhalle in ein großes Traumkino. In der fantastischen Schöpfungsgeschichte, frei nach Gioconda Belli nahmen die Schauspieler kürzlich knapp 60 Zuschauer mit auf eine faszinierende Reise in eine andere Welt. Mit poetisch kraftvollen Texten, Spiel, Video, Live-Musik, Tanz und Projektionen, intensiv dargeboten von alten und jungen behinderten und nicht behinderten Akteuren, die bereits im In- und Ausland auf den unterschiedlichsten Bühnen standen, verzauberte Götterspeise das Marsberger Publikum. Zusammen mit Rudolfo erlebte es, wie mit der Kraft des queren Denkens trotz Gesetzen, Widerständen und Regeln etwas Wunderschönes entstehen kann. Unzählige bunte Schmetterlinge flogen im fantastischen Finale des Stücks nicht nur auf der Bühne sondern in der gesamten Mehrzweckhalle der LWL-Klinik Marsberg sowie in den Köpfen der begeisterten Zuschauer umher und regten zum Nachdenken an. Das begeisterte Publikum dankte den Schauspielern für die bis ins kleinste Detail liebevoll gestaltete Inszenierung mit lang anhaltendem Applaus.

Das Foto zeigt die Band Fragile Matt

Die Diemel wurde zum Irish Rover

Fragile Matt lud zu einer musikalischen Reise auf die grüne Insel ein

Marsberg (lwl). Beim irischen Abend in der Marsberger Tenne präsentierte die Band Fragile Matt Irish Folk vom Feinsten. Sichtlich erstaunt waren David Hutchinson und seine Musiker über das große Interesse in Marsberg an irischer Musik. Über 200 Gäste konnte PD Dr. Stefan Bender, 1. Vorsitzender des Fördervereins der LWL-Klinik Marsberg, der das Konzert organisiert hat, begrüßen. Fragile Matt boten bei ihrer musikalischen Reise auf die grüne Insel ein großes Repertoire an kurzen, ausgelassenen Tanzliedern sowie längere Songs, die ganze Geschichten erzählen. Mit Dudelsack, Bodhán, Gitarre und Flöte sorgten Fragile Matt für eine ausgelassene, fröhliche Stimmung. Die Textblätter waren schnell vergriffen und es wurde ausgelassen mitgesungen. Spätestens beim Irish Rover verwandelte sich die Tenne in einen irischen Pub, in dem das Marsberger Publikum stimmungsvoll sang, schunkelte und tanzte. Die Philosophie der Band – nicht nur zu präsentieren, sondern auch zu animieren – ging dabei voll auf. Fast drei Stunden lang unterhielt Fragile Matt die Gäste mit exzellenter irischer Musik. Das dies bei einer zu kleinen Verstärkeranlage wahrste Schwerstarbeit darstellte, war der Band aus Wuppertal nicht anzumerken. Begeistert von der Lebens- und Feierfreude des Marsberger Publikums sowie dem Westheimer Bier nach irischer Art, kündigte Fragile Matt an, im nächsten Jahr, mit einer größeren Besetzung, einer stärkeren Anlage und musikalisch allem, was Irland-Fans die Herzen höher schlagen lässt, wieder zu kommen.

Bild des Esloher Malers Hans Helmuth Engels

Kunstausstellung "Jeden Tag ein Bild"

Zehn Wochen lang präsentierte der Förderverein der LWL-Klinik Marsberg e.V. die Kunstausstellung „Jeden Tag ein Bild – Tagebuch einer Psychotherapie“ des renommierten Esloher Malers Hans Helmuth Engels.

Der geborene Esloher studierte nach dem Abitur zunächst Kunst an der Kunstakademie und TU Stuttgart. Daran schloss er ein Studium der klassischen Archäologie, Kunstgeschichte und Alten Geschichte an der Universität Bonn an. Es folgten Mitarbeiten an Grabungskampagnen des Römisch-Germanischen Museums in Köln, am Deutschen Archäologischen Instituts in Istanbul sowie galeristische und kunsthändlerische Tätigkeiten in Aachen und Köln. Engels ist Mitbegründer des Neuen Aachener Kunstvereins. Er arbeitet seit 1985 als freier Künstler in Aachen, Köln und Münster und ist jetzt in Eslohe tätig. Engels verfügt über große Ausstellungserfahrung durch Einzelausstellungen in Köln, Münster, Aachen, Siersburg und Pescia (Italien) sowie durch die Beteiligung an Gruppenausstellungen im In- und Ausland. Große Werkgruppen von ihm befinden sich in privaten Sammlungen, u.a. in Schwerin, Stralsund, Bremen und Köln. Seine letzte Ausstellung im Sauerland war 2004 im Kreishaus in Meschede. In der Marsberger Ausstellung „Jeden Tag ein Bild – Tagebuch einer Psychotherapie“ stellte Hans Helmuth Engels 30 Werke aus, die im Rahmen seines Klinikaufenthaltes in der LWL-Klinik Marsberg entstanden sind. In ihnen beschreibt und verarbeitet er eine seelische Erkrankung und ihre Behandlung. Form- und Farbwahl spiegeln eindrucksvoll den Therapieverlauf wieder. Engels nutzt die Kunst als Sprache für seine Gefühlswelt in der Therapie und letztlich auch als Therapie. Mit kleinen Werken beschreibt er jeden Tag große Schritte des eigenen Behandlungserfolgs.