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Das Verwaltungsgebäude in ursprünglicher Optik

Ein Blick zurück

Ende der Siebziger des 19. Jahrhunderts beschloss der Westfälische Provinzial-Landtag den Bau einer "Irren-Siechen-Anstalt" - ein Plan, der auf dem Gelände "Gut Eickelborn" schnell realisiert wurde. Die neue Einrichtung wurde dem bestehenden Arbeitshaus in Benninghausen angeschlossen. Das als „Irren-Siechen-Anstalt Eickelborn“ bezeichnete Heim wurde am 15. Oktober 1883 eröffnet. Hier sind im ersten Jahre 150 Pfleglinge, die aus Marsberg, Marienthal und Lengerich kamen, untergebracht und von acht Barmherzigen Schwestern vom Hl. Vinzent in Obhut genommen worden.

Um die Jahrhundertwende diente die Pflegeanstalt Eickelborn, im Gegensatz zu anderen Instituten gleicher Art, lediglich zur Aufnahme von „unheilbaren, ruhigen Geisteskranken aller Konfessionen“. Da die bis zu 600 Pfleglinge arbeitsunfähig waren, bezog man Brot und Wäsche vom Arbeitshaus, Milch und Kartoffeln lieferte das Gut. Den Gemüsebedarf holte man aus eigenen Gärten.

1910 wurde die Kapazät um 11 Kranke erhöht. Mit den Arbeiten zum Neubau eines „Festen Hauses“ für gemeingefährliche Geisteskranke begann man im September 1927. Das Haus wurde ab 1929 benutzt. In den Kriegsjahren wurden zahlreiche Räumlichkeiten als Lazarette genutzt, die Patienten wurden teils nach Warstein gebracht, teils auf umliegende Häuser verteilt.

Auch in Eickelborn zeigte das 3. Reich seine dunkle Seite. Im Rahmen der sogenannten Euthanasie wurden 598 Patienten und Patientinnen verschleppt und umgebracht.


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