Klinik-Startseite



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Die Abteilung für Neurologie der LWL Klinik Lengerich war früher auf dem Gelände der LWL Klinik (damals Landeskrankenhaus) in einem eigenen Gebäude angesiedelt. Seit dem 01. 01. 1998 werden die 35 Planbetten für Neurologie im benachbarten Krankenhaus Lengerich (ehemals Evangelisches Krankenhaus) betrieben. Sie stellen knapp die Hälfte der 72 neurologischen Planbetten des Kreises Steinfurt dar. Seit dem Umzug aus der psychiatrischen Klinik in das somatische Krankenhaus hat sich die Zahl der behandelten Patienten kontinuierlich gesteigert. Das Behandlungsspektrum hat sich von einem mehr rehabilitativ geprägten Ansatz in eine akut-neurologische Abteilung gewandelt, die alle Krankheitsbilder aus dem Fachbereich der Neurologie diagnostiziert und therapiert. Zuletzt wurden in der Abteilung über 2.000 Patienten pro Jahr stationär und ambulant untersucht und behandelt (davon knapp 1.300 stationäre und prästationäre Patienten). Die durchschnittliche Liegedauer der Patienten betrug zuletzt 9,5 Tage. Aus dem gesamten Spektrum der neurologischen Krankheitsbilder (cerebrale Durchblutungs-störungen/Schlaganfälle, Bewegungsstörungen wie z. B. Morbus Parkinson, Entzündungskrankheiten wie Meningitis, Encephalitis oder Multiple Sklerose, Schmerzstörungen (wie Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, neurogene und bandscheibenbedingte Schmerzen), Stoffwechselstörungen und Tumorerkrankungen des Nervensystems, Epilepsien und andere Anfallsleiden, Bewusstseinsstörungen sowie neuromuskuläre Erkrankungen wurden in den letzten Jahren am häufigsten cerebrale Durchblutungsstörungen/Schlaganfälle, epileptische Anfälle sowie Multiple Sklerose und Schmerzerkrankungen behandelt.

Das Behandlungsteam besteht derzeit aus 9,75 Arztstellen (Chefarzt, zwei Oberärzte, 6,75 Assistenzarztstellen), 20 Pflegekräften, 3 Physiotherapeutinnen, 1 Logopädin sowie medizinisch-technische Assistentinnen, eine Ergotherapeutin, eine Sozialarbeiterin und ein Neuropsychologe, die sowohl für die Abteilung für Neurologie als auch für psychiatrische Abteilungen tätig sind.

Die Abteilung verfügt über insgesamt 39 Betten (35 Planbetten), von denen 34 Betten in Ein- und Zweibettzimmer aufgeteilt sind. Darüber hinaus existiert eine Schlaganfalleinheit (stroke unit), die über vier Monitoringplätze verfügt, sowie ein Schlaflabor, welches über einen Ableiteplatz in einem Einzelzimmer verfügt.

An diagnostischen Möglichkeiten besteht das komplette Spektrum der sog. klinisch-neurophysiologischen Untersuchungsmethoden. Dazu gehört die Elektroneurographie (Messung von Nervenleitgeschwindigkeiten), Elektromyographie (Messung von Muskelaktionspotentialen), evozierte Potentiale inkl. Magnetstimulation und ereigniskorrelierten Potentialen (P300) sowie die EEG-Diagnostik (Hirnstrommessungen) inkl. Durchführung von Photostimulation, Schlafentzugs-EEGs, mobilen 24-h-EEGs sowie Video-EEG-Simultanaufzeichnung. Es handelt sich um eine papierlose digitale EEG-Anlage, mit deren Hilfe nicht nur in der Abteilung für Neurologie, sondern auch in den psychiatrischen Abteilungen der LWL-Klinik Lengerich inkl. der Abteilung Rheine EEGs abgeleitet, zentral digital gespeichert und ausgewertet werden können. EKG-Untersuchungen werden ebenfalls in der Abteilung selbst durchgeführt. Darüber hinaus bestehen zur Untersuchung der Hirndurchblutung alle modernen Möglichkeiten der Ultraschalluntersuchung der hirnzuführenden Arterien (sog. extra- und transkranielle Doppler- und Duplexsonographie). Neben diesen technischen Diagnostikmöglichkeiten werden diagnostische und therapeutische Lumbalpunktionen (Nervenwasseruntersuchungen) sowie neuropsychologische Untersuchungen durchgeführt.

An bildgebender Diagnostik steht ein Spiral-CT im Krankenhaus Lengerich zur Verfügung, welches jederzeit auch zur Notfalldiagnostik genutzt werden kann und welches über eine teleradiologische Anbindung an die radiologische Abteilung des Klinikums Ibbenbüren vernetzt ist.

Kernspintomographische Untersuchungen (MRT) sowie nuklearmedizinische Untersuchungen und röntgenologische Gefäßdarstellungen (Angiographie) werden in erster Linie in Kooperation mit dem Mathias-Spital Rheine durchgeführt.

Die internistische Diagnostik inkl. EKG, Langzeit- und Belastungs-EKG, Echokardiographie (auch transösophageal), Röntgendiagnostik und Ultraschalldiagnostik wird in enger Kooperation konsiliarisch durch die Kollegen der internistischen Abteilung des Krankenhauses Lengerich durchgeführt. Auch die Laboruntersuchungen werden hier im Hause durchgeführt, Spezialuntersuchungen werden im Labor Dr. Enzenauer in Osnabrück durchgeführt. HNO-ärztliche Untersuchungen werden durch die beiden im Hause tätigen Belegärzte für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (Dr. Reider, Frau Dr. Zimmer) durchgeführt. Weitere fachärztliche Untersuchungen werden in Kooperation mit den niedergelassenen Fachärzten vor Ort durchgeführt. Chirurgische Diagnostik und Therapie wird von den chirurgischen Kollegen des Krankenhauses Lengerich angeboten.

Die Therapie im Rahmen der stationären Behandlung findet auf der Station 4 der Abteilung für Neurologie statt sowie in der speziell hierfür eingerichteten Schlaganfalleinheit und im o. g. Schlaflabor. Für die Schlaganfalleinheit wurden vier Betten mit einer speziellen Monitoringanlage ausgerüstet. Diese Einheit wird von einem speziell geschulten Team aus Ärzten, Schwestern/Pflegern sowie Physiotherapeuten und Ergotherapeuten sowie Logopäden betreut. Auf dieser Station besteht auch die Möglichkeit zur sog. Lyse-Behandlung des akuten Schlaganfalles.

Für Patienten, die einer intensivmedizinischen Therapie bedürfen, steht die Intensivstation des Krankenhauses Lengerich zur Verfügung (z. B. im Falle von Beatmungspflichtigkeit). Hier können neurologisch Kranke durch Ärzte der Abteilung für Neurologie konsiliarisch mitbetreut und behandelt werden.

Die Abteilung für Physiotherapie verfügt über Räume sowohl auf Stationsebene, die mit entsprechendem physiotherapeutischen Geräten zur Bewegungstherapie (z. B. MotoMed) eingerichtet sind. Darüber hinaus bestehen in der Physiotherapieabteilung des Krankenhauses Lengerich Räumlichkeiten, die von der Abteilung für Neurologie genutzt werden sowohl zu Einzel- als auch Gruppentherapie, für Massagen, Schlingentischbehandlungen, Wärmeanwendungen (Fango etc.), Bädertherapie sowie ein Bewegungsbad.

Logopädische Diagnostik und Therapie wird von der Logopädin der Abteilung auf Stationsebene angeboten.

Ergotherapie jeder Art inkl. Computer-gestützter Programme zum Hirnleistungstraining werden von der Ergotherapeutin ebenfalls in einem eigens dafür eingerichteten Raum auf Stationsebene angeboten.


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