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Das Behandlungszentrum für Hörgeschädigte

Die LWL-Klinik Lengerich ist eine moderne sozialpsychiatrische Klinik. 1985 wurde hier eine erste Station in Deutschland für psychisch kranke Hörgeschädigte eingerichtet, die sich in den nächsten Jahren immer weiter vergrößerte. 1988 kam die Station für Entwöhnungsbehandlung suchtkranker Hörgeschädigter dazu.

Die LWL-Klinik Lengerich ist ein psychiatrisches und neurologisches Fachkrankenhaus mit stationären, ambulanten und auch tagesklinischen Behandlungsangeboten für den Kreis Steinfurt (für gehörlose Patienten gilt dieses Angebot auch für ganz Deutschland). In der Hörgeschädigtenabteilung stehen zusätzlich zehn Betten für die medizinische Rehabilitation suchtkranker hörgeschädigter Menschen zur Verfügung.
Das Krankenhaus ist in sieben spezialisierte Abteilungen (für hörende Patienten/-innen)gegliedert:

. Abteilung für allgemeine Psychiatrie
. Abteilung für Gerontopsychiatrie
. Abteilung für Suchtbehandlungen
. Abteilung für Neurologie
. Abteilung für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
. Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie in Rheine
. Behandlungszentrum für Hörgeschädigte (für gehörlose, schwerhörige und ertaubte Menschen, ebenso CI-Träger).

Außerdem gibt es eine Institutsambulanz, psychiatrische Tageskliniken in Lengerich und Steinfurt und die Tageskinderstätte im Gelände der LWL-Klinik für Kinder von Patientinnen und Patienten.
Der Arbeitsschwerpunkt der LWL-Klinik Lengerich liegt auf der Diagnostik und Behandlung psychischer (seelischer) und neurologischer (nervlicher) Störungen. Obwohl in der Klinik mehr hörende Menschen behandelt werden, nehmen die Gehörlosen und Schwerhörigen einen wichtigen Platz im Klinikalltag ein.

Für die Hörgeschädigten besteht ein ganz nach ihren Bedürfnissen und Notwendigkeiten abgestimmtes Angebot im Behandlungszentrum für Hörgeschädigte. Darüber hinaus sind die Hörgeschädigten in verschiedenen Therapiemaßnahmen mit unterstützenden Hilfen in das Angebot der Gesamtklinik für Hörende mit einbezogen. Dies betrifft z.B. die Beschäftigungstherapie, die physikalische Therapie, aber auch Sport- und Freizeitangebote. Dadurch haben die Hörgeschädigten die Möglichkeit, ihre Behandlungsfortschritte auch im Alltag mit Hörenden zu trainieren.

Foto zeigt Gebäude der LWL-Klinik Lengerich

Foto Haus 23

Das Behandlungszentrum für Hörgeschädigte hat insgesamt 40 Betten in 2 verschiedenen Häusern. Im Haus 23 befinden sich die Stationen 23.1 und 23.2 für Hörgeschädigte mit verschiedenen seelischen Störungen. Im Untergeschoss sind die Ambulanzräume und das Sekretariat. Die jeweiligen Stationen sind mit Patientenzimmern, Stationsbüros, Aufenthalts- und Behandlungsräumen, Gruppen- und Gestaltungsräumen ausgestattet. Alle Zimmer haben optische Notfallmeldeanlagen und Lichtklingeln. Die Hörgeschädigten können außerdem Faxgeräte und einen Internetzugang zu bestimmten Zeiten nutzen. Darüber hinaus steht dem Privatversicherten eine besondere Zimmerausstattung zur Verfügung.
Die Mitarbeiter/-innen im Behandlungszentrum sind zum Teil selbst hörgeschädigt. Sie kommen aus verschiedenen Berufsgruppen. Hier arbeiten eine Chefärztin, ein Oberarzt, Assistenzärzte/-innen, Psychologen/-innen, Sozialpädagogen/-innen sowie rund 35 Krankenpflegekräfte (Männer und Frauen). Alle Mitarbeiter haben Erfahrungen in der Kommunikation mit Hörgeschädigten. Das Team arbeitet mit allen Berufsgruppen des Gesamtkrankenhauses zusammen (Arbeitstherapie, physikalische Therapie, Sporttherapie usw.). Zum Teil sind diese Mitarbeiter auch gebärdensprachlich fortgebildet.

Foto folgt