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Tagesklinik Lengerich

Neben der Tagesklinik in Lengerich betreibt die LWL-Klinik eine Tagesklinik in Steinfurt-Borghorst und eine weitere in Rheine, um die teilstationäre psychiatrische Versorgung derjenigen Patienten wohnortnah zu gewährleisten, die im südwestlichen Teil des Kreises Steinfurt leben. Die Tagesklinik in Lengerich verfügt über zwölf Plätze.

Die teilstationäre Behandlung ist ein Bindeglied zwischen stationärer und ambulanter Behandlung. Sie bietet im Rahmen einer Krankenhausbehandlung die Möglichkeit einer intensiven psychiatrischen Diagnostik und Therapie, während die Patienten weiterhin einen großen Teil ihrer Zeit in ihrer gewohnten sozialen Umgebung verbringen. Hierdurch können Freiheitsspielräume zur Entfaltung von Eigeninitiative und Selbsthilfekräften bewahrt werden. Die Behandlung kann mit der Lebenssituation enger verknüpft werden und sich daran orientieren.

Die Patienten haben die Möglichkeit, die in der Tagesklinik eingeübten Verhaltensänderungen zuhause praktisch zu erproben und erfolgreich umzusetzen. Umgekehrt können zuhause erlebte Konflikte und Schwierigkeiten in der Gruppen- und Milieutherapie oder dem Einzelgespräch therapeutisch bearbeitet werden.

Ziel der Behandlung ist eine bestmögliche Beschwerdefreiheit unter realen Bedingungen, damit die Wiedereingliederung in das soziale Umfeld sowie in den Beruf gelingt.

Ziele in der Therapie

  • Krankheitsverarbeitung und -bewältigung


  • Verbesserung der Sozialkompetenz und der lebenspraktischen Fähigkeiten


  • Verbesserung der Lebensqualität und Stabilisierung der Selbstwertregulation

Therapieangebote

Die Tagesklinik bietet an allen Werktagen von 8:00 bis 16:00 Uhr für Patienten im Erwachsenenalter eine umfassende diagnostische Abklärung und einen darauf abgestimmten individuell entwickelten Behandlungsplan.

Die "therapiefreien" Zeiten verbringen die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung. In dieser Zeit können sie, mit Unterstützung durch die Behandlung, geplante Freizeitaktivitäten bzw. die Strukturierung ihres Tagesablaufes umsetzen.

Aufnahmeindikation

In der Tagesklinik können Patienten direkt mit Einweisung eines Arztes oder im Anschluss an eine stationäre Behandlung aufgenommen werden.
Geeignet für eine tagesklinische Behandlung sind Patienten, die sich in einem relativ gefestigten sozialen Umfeld befinden. Patienten, die vorrangig an einer akuten Suchtproblematik leiden, einen erhöhten Überwachungsbedarf infolge eines akuten Krankheitsbildes haben oder krankheitsbedingt eine fehlende Mobilität zeigen, können wir nicht tagesklinisch behandeln.
Die Indikation zur Behandlung in der Tagesklinik ist für alle Krankheitsbilder der Erwachsenenpsychiatrie gegeben, z.B.:


  • Schizophrenien

  • Postpsychotische Depressionen

  • Persönlichkeitsstörungen, wie die Borderline Persönlichkeitsstörung

  • Angststörungen

  • Ess-Störungen, Zwangsstörungen und weiteren neurotischen Krankheitsbildern

  • nach der Geburt eines Kindes aufgetretende psychische Störungen


Behandlungskonzept

In der Tagesklinik werden alle Therapieformen, die im stationären Rahmen angeboten werden, zur Verfügung gestellt. Neben dem "Gruppensetting" findet die Behandlung auch im "Einzelsetting" statt. Regelmäßige fachärztliche Visiten sichern die Qualität der Behandlung. Im einzelnen kommen je nach individueller Indikation beim Patienten verschiedene Therapieangebote zum Einsatz.
Dies können sein:


  • Psychoedukation, zum Beispiel bei Schizophrenie

  • Ergotherapie und Arbeitstherapie

  • Computergestütztes Training kognitiver Fähigkeiten

  • Selbstsicherheitstraining

  • Medikamentöse Therapie

  • Entspannungsmethoden und Bewegungstherapie

  • Training von Alltagsfähigkeiten

  • Förderung sozialer Kompetenzen



Unser multiprofessionelles Team besteht aus Ärzten, Psychologin, Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen, Ergotherapeuten, Kreativtherapeuten sowie Physio- und Sporttherapeuten.

Kontakt:

Zuständiger Oberarzt: Dr. Oliver Hole, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

Tel.: 05481 12-455
Fax: 05481 12-449