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Station 16.3

Es handelt sich um eine allgemeinpsychiatrisch gemischt-geschlechtlich belegte Station mit 29 Betten und dem Auftrag der akuten stationären Aufnahme, Behandlung und Versorgung psychisch erkrankter Menschen aus dem südöstlichen Kreis Steinfurt. Außerdem wird hier ein zusätzliches, spezifisches Behandlungsangebot für Borderline-Patienten nach dem Konzept der Dialektisch-Behavioralen Therapie angeboten.

Die Station befindet sich in der zweiten Etage im Haus 16. Die Zimmer, vorwiegend Ein- und Zweibettzimmer, sind modern und freundlich eingerichtet und verfügen in der Mehrzahl über Dusche/WC.


Behandlungsschwerpunkt

Die Regelbehandlung ist psychotherapeutisch-verhaltenstherapeutisch orientiert und ist auf Patienten mit unterschiedlichen Erkrankungen, insbesondere mit affektiven Störungen und neurotischen Krankheitsbildern, ausgerichtet.

Behandlungskonzept

Das Therapiekonzept der Station beinhaltet, außer der ärztlichen, psychotherapeutischen und pflegerischen Einzelbetreuung, Gruppen zu den Themen: Krankheitsverständnis, Krankheitsbewältigung, Verbesserung von Sozialkompetenz und zum Erwerb von Problemlösungsstrategien. Die Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen ist dabei ein wichtiges Anliegen der Station.

Das Therapieangebot umfasst ferner Ergotherapie, Arbeitstherapie, Sport- und Kreativtherapie.

Die pflegerischen Mitarbeiter bieten begleitend Akupunktur und Entspannungstechniken an.


Dialektisch Behaviorale Therapie

Orientiert an dem speziellen Behandlungskonzept der Psychologieprofessorin Linehan aus Seattle/USA wird auf der Station schwerpunktmäßig eine Therapie für Borderline-Patienten angeboten. Es geht vorrangig darum, dass die Patienten/-innen freiwillig mit dem selbstschädigenden Verhalten aufhören. Sie sollen Alternativen erlernen, um mit ihren diffusen und quälenden inneren Anspannungen adäquat umzugehen.
Der Behandlung liegt folgende Hierarchie der Behandlungsziele zugrunde:


  1. Aufbau von Überlebensstrategien zur Bewältigung suizidaler Verhaltensmuster

  2. Aufbau von Therapiecompliance anstelle von therapieschädigendem Verhalten

  3. Befähigung zur ambulanten Therapie

In der ersten Phase der Behandlung wird auf der Grundlage der Problemdarstellung und Zielsetzung, der Therapieplan gemeinsam mit dem Patienten und den Mitarbeitern der beteiligten Berufsgruppen entwickelt. Damit beginnt die eigentliche Behandlung, die neben den Einzelgesprächen mehrere Gruppenangebote beinhaltet. In der Gruppe geht es z.B. um das Achtsamkeitstraining, mit Entspannungs- und Meditationsübungen oder um die Entwicklung von Fertigkeiten (sog. Skills-Gruppe). Vorrangig ist der Umgang mit Stress und die Regulierung von inneren Spannungen, die in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von selbstschädigendem Verhalten und dissoziativen Symptomen stehen. Ein weiterer wichtiger Ansatz ist der bewusste Umgang mit Gefühlen, aber auch das Einüben von zwischenmenschlichen Fertigkeiten.
Ein zentrales Element der Einzeltherapie ist das Erlernen der Durchführung von Verhaltensanalysen. Die Betroffenen sollen mit der selbstgefertigten Analyse Einsicht in ihren persönlichen Spannungsaufbau erhalten und lernen, das im Fertigkeitstraining Erlernte in Handlungspläne umzusetzen.
Die dritte und letzte Phase der Behandlung dient der Vorbereitung und dem Übergang in die ambulante Behandlung.

Kontakt:


  • Zuständiger Oberarzt: Reinhard Kowol, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie

  • Lars Drechsler, Pflegerische Stationsleitung


Die Mitarbeiter dieser Station sind rund um die Uhr unter der Telefonnummer: 05481 12-318 erreichbar.