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Station 16.2

Die 16.2 ist eine offen geführte allgemeinpsychiatrische Station (27 Behandlungsplätze) mit verhaltenstherapeutischem Therapieschwerpunkt und sozialpsychiatrischer Ausrichtung. Das Wiedererlangen von Lebenszufriedenheit durch Bewältigung der psychischen Erkrankung und durch soziale (Re-) Integration ist ein zentrales Therapieziel.

Behandlungsschwerpunkt:

Die störungsspezifischen Behandlungsbausteine werden kombiniert in Einzel- und Gruppentherapie angeboten. Sie sind besonders ausgerichtet für Patient/-innen, die an einer affektiven oder schizophrenen Psychose erkrankt sind oder unter einer ausgeprägten Angst- oder Zwangsstörung oder einer affektiven Störung (z.B. einer depressiven Erkrankung) leiden. Für Menschen in emotional sehr belastenden Lebenssituationen werden spezielle stationäre Kurzzeittherapien (Kriseninterventionen) angeboten. Falls es der individuelle Therapieplan erfordert, können auch tagesklinische (teilstationäre) oder ambulante Anschlussbehandlungen vereinbart werden.

Der Station 16.2 angegliedert ist eine rehabilitativ ausgerichtete Therapieeinheit mit 2-4 Behandlungsplätzen für Patient/-innen in weit fortgeschrittener forensischer Therapie sowie die forensische Nachsorge- und Überleitungsambulanz (FÜNA) der Klinik.
Seit 2011 wurde das Behandlungsangebot auf Wunsch vieler Patient/-innen um das sogenannte Home Treatment (HT) - Behandlung im gewohnten häuslichen Umfeld – erweitert, wodurch u.a. stationäre Behandlungen wesentlich verkürzt werden können oder gar nicht erst notwendig werden.
Besonderer Wert wird darauf gelegt mit den Patient/- innen einen individuellen Gesamtbehandlungsplan zu erarbeiten, der nicht mit der Entlassung aus der Klinik endet. Durch jahrelange Zusammenarbeit mit den therapeutischen und komplementären Diensten der Region ist eine intensive Vernetzung der Zusammenarbeit entstanden, sodass für alle Patient/-innen entsprechende und angemessene poststationäre Unterstützung auf dem Gesundungsweg organisiert werden kann.

Die Indikation zur stationären Aufnahme ist in der Regel gegeben, wenn die ambulanten fachärztlichen Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind und ein Facharzt oder Hausarzt die stationäre psychiatrische Behandlungsnotwendigkeit feststellt.

Unser Behandlungskonzept umfasst:

  • Eine eingehende psychiatrische, psychologische, körperlich-neurologische und ggf. apparative Diagnostik


  • Eine, auf die diagnostische Einschätzung und die individuellen Bedürfnisse der Patienten abgestimmte Behandlungsplanung.


  • Eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Orientierung in der Einzelbetreuung


  • Intensive sozialtherapeutische Maßnahmen

Unsere Therapieangebote im Einzelnen:

- Einzel- und Gruppenpsychotherapie
- Störungsspezifische medikamentöse Behandlung
andere somatische Verfahren
- Störungsspezifische Psychoedukation (PE)
- Metakognitives Training (MKT)
- Integrierte neurokognitive Therapie bei an Psychose erkrankten Menschen (INT)
- Computergestütztes Training kognitiver Fähigkeiten
- Soziales Kompetenztraining
- Kunsttherapie
- Ergo- und Arbeitstherapie
- Bewegungstherapie und Krankengymnastik
- Physikalische Therapie (z.B. Massagen, Fango, medizinische Bäder)
- Sport
- Erlernen und Anwendung von Entspannungsverfahren
- Lebenspraktisches Training und freizeitstrukturierende Maßnahmen

Die Behandlung gliedert sich in der Regel in drei Phasen:


  • Eingewöhnungsphase: Sie dient der erwünschten Entlastung des Patienten und beinhaltet die diagnostische Abklärung und die Information über die Erkrankung und ihre Behandlungsmöglichkeiten.

  • Aktivierungsphase: Es findet die Auseinandersetzung mit der Erkrankung und ihre Bewältigung statt.

  • Entlassungsvorbereitungsphase: Hier geht es um die Entwicklung und Umsetzung einer persönlichen Lebensperspektive und um die Wiederaufnahme von Aktivitäten und sozialen Kontakten außerhalb der Klinik.



Therapieziele:

Die Therapieziele umfassen nicht nur eine Verbesserung der psychischen Symptome und des seelischen Befindens, sondern streben vor allem die Wiederherstellung der Lebensqualität der Betroffenen, aber auch ihre Angehörigen und Bezugspersonen an.

Kontakt:


Dr. Frank Röhr, Oberarzt

Herbert Plagemann, Pflegerische Stationsleitung

Karin Husmann und Sonja Hölscher,
Sekretariat
(Tel.: 05481 / 12-186)