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Konzeptionelle Ausrichtung

Die Abteilung zeichnet sich durch eine sozialpsychiatrische-psychotherapeutische Orientierung aus.

Wir betrachten psychische Erkrankungen als ganzheitliches Geschehen mit lebens- und beziehungsgeschichtlichen, sozialen und kulturspezifischen sowie biologisch-organischen Wirkfaktoren.

Unser Konzept umfasst eine Analyse der aktuellen Lebenssituation (soziale Beziehungen, Wohnen, Arbeit und Freizeit) und die Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen in den therapeutischen Prozess.

Die Planung der Behandlung erfolgt individuell in enger Abstimmung mit dem Patienten. Die Zusammenarbeit im multiprofessionellen Team (Ärzte, Pflegepersonal, Psychologen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten und Kreativtherapeuten) ist patienten- und behandlungsablauforientiert.

Jede Station integriert über ihren spezifischen therapeutischen Schwerpunkt eine sozialpsychiatrische Grundausrichtung.


Foto zeigt EEG-Untersuchung

Diagnostik

Sie beinhaltet eine psychiatrisch-neurologische Befunderhebung unter Einbeziehung von allgemeinmedizinischen Befunden, aber auch apparativer Diagnostik, wie die Computertomographie, die Kernspintomographie und die Elektroenzephalographie (EEG). Bei Bedarf werden weitere Fachärzte hinzugezogen.

Die psychologische, pflegerische und soziale Befunderhebung vervollständigt das Bild des Patienten.


Behandlung

Neben der psychiatrischen-medizinischen Behandlung (medikamentöse Therapie, Behandlung von vorliegenden körperlichen Erkrankungen) kommt eine psychotherapeutische Begleitung zur Anwendung, z.B. im Sinne von Krisenintervention mit dem Ziel der Entwicklung eines neuen Problemverständnisses und neuer Bewältigungsstrategien des Patienten in Konfliktsituationen. Die Einbeziehung von Angehörigen und Bezugspersonen ist dabei selbstverständlich.

Durch die psychiatrische Pflege erfahren unsere Patienten Begleitung und Unterstützung in einer tragfähigen Beziehung. Insbesondere die Hilfe zur besseren Alltagsbewältigung und die Förderung vorhandener Fähigkeiten gehören zum Aufgabengebiet des Pflegedienstes. Die Individualität des Patienten und ein sensibler Umgang mit Verhaltensaufälligkeiten finden Berücksichtigung und sind die Basis für die gemeinsame Entwicklung von Strategien zur Bewältigung der Krankheit und ihrer Folgen.

Neben der medizinischen Behandlung bieten die Mitarbeiter des Pflegedienstes alternative Heilmethoden (z.B. Akupunktur, Aromapflege) an.

Unsere Sozialarbeiter kümmern sich um die Organisation und Einleitung bzw. Regelung konkreter Hilfen zur Lösung von Problemen in den Bereichen Wohnen, Freizeit, aber auch zur Regelung von Alltagsangelegenheiten bezüglich Familie, Arbeit und Behörden.

In der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie werden Angebote zur Förderung von Grundleistungsfähigkeiten und zur Verbesserung der Faktoren, die Motivation und Kommunikation günstig beeinflussen, gemacht. Ziel ist es, die Selbstständigkeit im persönlichen, sozialen und beruflichen Bereich zu verbessern.

Die Physio- und Sporttherapie ermöglicht die Behandlung körperlicher Beeinträchtigungen, aber auch den Aufbau von körperlicher Aktivität und das Erleben von positiven Körpererfahrungen.


Gliederung der Abteilung


  • Ambulanz in Lengerich für allgemein psychiatrische Patienten

  • Tagesklinik Lengerich , teilstationäre Behandlung (zwölf Plätze)

  • Station 16.1 (27 Betten) geschützte Aufnahmestation

  • Station 16.2 (28 Betten) Schwerpunkt Schizophrenie, evt. mit Komorbidität

  • Station 16.3 (29 Betten) Schwerpunkt Borderline Behandlung, DBT-Konzept

  • Station 06 (25 Betten) Depressionsstation