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Depressionsstation im Haus 06

Die Depressionsstation befindet sich im Haus 06 und verfügt über 25 Betten. Sie wird geführt als gemischt-geschlechtliche Station, die sich auf die pharmakologische und psychotherapeutische Behandlung affektiver Störungen spezialisiert hat.

Die sehr wohnlich und gemütlich eingerichteten Ein- und Zweibettzimmer verfügen teilweise über Dusche/WC. Ein ruhig gelegener und schön gestalteter Garten steht den Patienten der Station zur Verfügung.


Foto zeigt das Team der Depressionsstation

Behandlungsindikation

Hier können Patienten mit einer im Vordergrund stehenden depressiven Symptomatik aufgenommen werden.

Dazu gehören:

  • Schwere chronische und rezidivierende depressive Erkrankungen
  • Depressive Phasen im Verlauf von manisch-depressiven Erkrankungen oder schizoaffektiven Störungen
  • Eine relativ ausgelöste depressive Verfassung oder neurotische Depressionen
  • Depressive Zustände, die durch körperliche Erkrankungen ausgelöst wurden
  • Depressive Erkrankungen nach der Geburt eines Kindes, evt. mit gleichzeitiger Aufnahme des Kindes

Patienten in einem intensiv überwachungspflichtigen Zustand, z.B. bei bestehender akuter Suizidalität, können hier nicht behandelt werden, ebenso wenig Patienten mit einem im Vordergrund stehenden Suchtproblem.


Anfängliche diagnostische Phase

Nach eingehender körperlich-neurologischer Diagnostik, einschließlich notwendiger apparativer Diagnostik zur Klärung weiterer somatischer Erkrankungen, erfolgt eine differenzierte psychiatrische und psychologische Diagnostik, bevor eine individuelle Therapieplanung erarbeitet wird.

Therapiekonzept:

Das therapeutische Milieu der Station ist getragen von einer unterstützenden-empathischen Grundhaltung.

Die Grundsäulen unseres Therapiekonzeptes sind die psychotherapeutische Behandlung mit kognitiv-verhaltenstherapeutischem Ansatz, biologisch-pharmakologische Behandlung und psychosoziale Interventionen.

Außer der intensiven psychologischen, ärztlichen und pflegerischen Einzelbetreuung stehen Gruppenangebote zur Verfügung. Hier wird das Krankheitsverständnis und die Krankheitsbewältigung bearbeitet, die soziale Kompetenz soll erweitert und Problemlösestrategien erlernt werden. Regelhaft werden Angehörige und Bezugspersonen auf Wunsch des Patienten in die Behandlung einbezogen.

Das Therapieangebot umfasst ferner Ergotherapie, Arbeitstherapie, Bewegungs- und Sporttherapie, das Erlernen von Entspannungstechniken und Kreativtherapien, teilweise auch in Einzelbetreuung. Neben der pharmakologischen Behandlung bietet das pflegerische Team alternative Methoden, wie Akupunktur, Aromapflege und rhythmische Einreibungen an.

Unsere psychotherapeutische Grundhaltung ermöglicht eine empathische und akzeptierende Annahme des Patienten ohne die Faktoren zu verstärken, die sein depressives Erleben aufrecht erhalten.

Die im Kontext der langjährig gewachsenen therapeutischen Gemeinschaft und einfühlsamen Milieutherapie entstandene positive und stützende Atmosphäre ist für die Behandlung der depressiven Patienten außerordentlich wichtig und wird von vielen Patienten als wichtigster Teil der Behandlung erlebt. Die relativ homogene Gruppe der Patienten auf der Station wird ebenso hilfreich erlebt, da sie das gegenseitige Verständnis untereinander ermöglicht.

Das Pflegeteam sorgt mit hoher Kompetenz dafür, dass ein Therapiemilieu entsteht, welches dem Alltag weitgehend entspricht und Raum für neue stabilisierende Erfahrungen bietet.

Neben der psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung werden wir bei Bedarf weitere anerkannte biologische Verfahren in der Therapie der Depression an, nämlich die Wachtherapie (sog. Schlafentzug) und die Lichttherapie.

Zum Therapieprogramm der Depressionsstation gehören im Einzelnen:

  • Psychotherapie in Form von Einzelgesprächen und Gruppentherapien
  • Psychoedukation
  • Fachärztliche Visiten
  • Entspannungsverfahren
  • Ergotherapie, Arbeitstherapie und Kreativtherapie
  • Sporttherapie, Physiotherapie
  • Aromapflege
  • Achtsamkeitstraining
  • Genusstraining
  • Akupunktur
  • vielfältige Freizeitaktivitäten

Die mit den Patienten abgestimmte Therapieplanung ist Gegenstand regelmäßiger Teambesprechungen und Supervisionssitzungen, um die notwendigen Anpassungen der Behandlung im Verlauf durchzuführen.

Kontakte:

  • Zuständiger Oberarzt: Reinhard Kowol, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Roland Saatkamp, Pflegerische Stationsleitung

Die Mitarbeiter dieser Station sind rund um die Uhr unter der Telefonnummer: 05481 12-284 erreichbar.


Kooperationen:

Die Mitarbeiter der Abteilung Klinische Psychiatrie pflegen langjährig gute Kontakte mit allen in der Region vorhandenen Hilfestrukturen der Gesundheitsversorgung. Die Station 06 wirkt aktiv seit Jahren als Mitglied des Arbeitskreises der Depressionsstationen.
Die LWL-Klinik Lengerich ist Kooperationspartner anderer komplementärer Einrichtungen im Rahmen des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Kreis Steinfurt.